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Die Apokalypse des Johannes - 327. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026
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«Ein interaktiver Vortragszyklus über den Zusammenhang mit dem Wirken Jesu Christi und dem eigenen Ich. Ausgangspunkt sind die Schriften von Rudolf Steiner, z.B. die GA 104, GA 104a und GA 346. Hier fließen sowohl Fragen und Anliegen von Zuschauern als auch eigene geisteswissenschaftliche Erkenntnisse mit ein. Und es gibt immer Bezüge zu aktuellen Themen der Zeit.»

Transkription des 327. Vortrags vom 11. August 2026
Einleitung: Apokalypse als Offenbarung, und die Begegnung mit den eigenen Abgründen 00:00:42
Meine Lieben, ich begrüße euch sehr herzlich zur 327. Folge zur Apokalypse. Also, wir haben schon einiges hinter uns und noch einiges vor uns. Keine Ahnung, wie viel noch. Wir sind ja eigentlich schon ziemlich durch vom Inhalt der Apokalypse, aber es knüpfen sich halt jetzt sehr viele aktuelle Themen an. Das geht ja eigentlich, das ist das Zentrale, die Apokalypse ist für unsere Zeit geschrieben. Aber nicht im Sinne von Katastrophe, Weltuntergang, sondern im Sinne des Wortes, was es eben wirklich bedeutet, Offenbarung des Geistigen. Das heißt Apokalypse. Dass das ein bisschen holpert manchmal, wenn das wirklich offenbart wird, das kann schon sein. Also, wenn man sich dieser Dinge bewusst wird, die wirklich den Menschen und das Weltgeschehen ausmachen, da steckt das Geistige dahinter. Und das ernst zu nehmen und dem ernst zu begegnen, das kann schon zu einer Erschütterung führen. Das ist die eigentliche Erschütterung.
Und das ist auch der Grund, warum die Bilder in der Apokalypse, im Text jetzt im Neuen Testament drinnen steht, warum das so, naja, sehr drastische Bilder sind, sagen wir mal so. Weil es geht natürlich, wenn man ins Geistige hineingeht, sind es dramatische Erfahrungen. Im positiven wie im negativen Sinn. Vor allem, weil man mit sich selbst konfrontiert wird und auch mit den eigenen Abgründen. Das ist das Ding. Also, ich studiere gerade ein wieder das erste Mysterientrauma, den Johannes. Da geht es die ganze Zeit nicht darum, dass er in seine eigenen Abgründe schaut. Sich selbst verliert, nicht mehr weiß, wer er ist, was er soll, wie er überhaupt tun soll. Und er sieht nur die Finsternis, die in ihm drinnen steckt. Und das ist das Erste, dem man begegnet im Grunde. Und es ist gut, wenn es das Erste ist, dass man dem begegnet. Wenn man den lichten, hellen Sachen gleich am Anfang begegnet, dann ist die riesige Gefahr, dass man ins Luziferische hineinkommt und abhebt und in eine Scheingeistigkeit sich verliert.
Die Erfahrung des Geistigen ist eigentlich etwas sehr bodenständiges. Es ist in keiner Weise etwas Luziferisch abgehobenes. Das Luziferische hat natürlich durchaus auch eine positive Bedeutung dabei, aber die Gefahr ist ja bei fast allen geistigen Strömungen heute der Menschen, die sich damit beschäftigen, dass es zu sehr abhebt, dass es in einer gewissen Erdenferne hineingeht. Und nicht der Wille dazu, da ist es mitten in der Praxis, im Lärm, wenn ich arbeite, mit dem Presslufthammer vielleicht, aber gerade da ist es interessant. Gerade da. Es geht nicht um die abgelegenen, gelehrten Stufen, sondern mitten im Leben, mitten unter den Menschen, da drinnen zu stehen. Sich der eigenen Abgründe bewusst zu werden und auch der Abgründe in den anderen und der Aufgabe, die damit verbunden ist. Wir haben alle durch viele Erdenleben schon einiges an Arbeit aufgehäuft und es ist hoch an der Zeit, diese Arbeit bewusst anzugehen heute.
Der 15. Wochenspruch: hinausdriften ins Geistige und die Botschaft, alles selbst zu finden 00:04:24
Jetzt möchte ich euch zuerst einmal mit dem Wochenspruch einsteigen und es gleich in Zusammenhang bringen mit den vergangenen Wochensprüchen der letzten Zeit. Es ist eigentlich seit dem Sommerbeginn. Es geht ja darum, dass wir jetzt sehr deutlich merkbar mit dem Seelischen, mit dem Geistigen hinausgehen, etwas in die Welt hinaustriften. Man kann auch sagen, man ist manchmal nicht ganz bei sich, sondern man ist irgendwo draußen in der Welt, aber wir nehmen sehr viel mit. Das Geistige ist ja auch draußen. Das Geistige, das Seelische, die Lebenskräfte, alles das ist draußen und dem begegnen wir jetzt und zwar vielfach so, dass wir vielleicht nicht immer ganz wach dabei sind, sondern hinaus träumen uns in die Natur, in die Welt, die draußen ist. Wir nehmen dabei etwas mit. Es geht dann nur darum, wach genug zu werden, das zu ergreifen, es bewusst zu ergreifen. Aber jetzt driften wir mal hinaus und wir müssen also arbeiten daran, es wirklich ergreifen zu können, es bewusst ergreifen zu können. Das ist nicht so selbstverständlich.
Es flimmert so viel jetzt ja gerade bei der Hitze, wenn das Sonnenlicht so flirrt und flimmert. Es flimmert so vieles vorbei und da steckt so viel drinnen, weil das ist ja nur für unser momentanes heutiges Erleben so, dass die sinnliche Welt und die Seelenwelt oder die geistige Welt so stark getrennt voneinander erscheinen. Sie sind ja nicht wirklich getrennt voneinander, sondern sie wirken ineinander und miteinander. Also das Geistige, das Seelische ist immer da und wir können ihm eigentlich laufend begegnen. Nur im Sinne der Entwicklung war es notwendig, dass der Mensch einmal ganz sich auf seinen kleinen Erdenmenschen stellt, aller Hilfe sozusagen scheinbar entbehren muss dabei, auf sich selbst gestellt ist und sich selbst finden muss und selbst einen Stand in der Welt finden muss. Was heute sehr sehr wichtig ist, dass wir wegkommen von dem, ja bitte wo kriege ich denn Ratschläge, was ich tun soll. Die wichtigste Botschaft ist heute, man kann sie nur durch sich selbst finden. Natürlich kann man sich viele Anregungen holen und genau die hat ja Rudolf Steiner in großem Maße gegeben, aber man muss es als Anregung nehmen, aber etwas wirksames wird es erst, wenn man selber anfängt damit etwas zu tun. Sonst ist es nix. Sonst ist es wirklich nichts. Wenn ich es nur als Kopfwissen habe, als etwas was ich gelernt habe und über das ich gelehrt schwätzen kann oder sonst was, ist es nichts. Ist es gar nichts.
In unserem Jahrhundert nicht mehr, in dem wir drinnen stehen im 21. Jahrhundert. Es ging bis zu einem gewissen Grad noch im Anfang des 20. Jahrhunderts, weil da noch alte Traditionen irgendwo waren und in dem was Denken, Erkenntnisstreben war, noch etwas vom Geistigem drinnen war, das ist heute weg. Wir leben im puren Materialismus vom Denken her. Wir können kaum mehr etwas anderes denken. Also wenn man nimmt zum Beispiel die moderne Naturwissenschaft, die Physik. Es ist alles, was da drinnen ist, im Grunde nicht wahr, im Großen und Ganzen. Es ist alles Illusion. Es ist die Illusion unserer Zeit. Sie ist nicht wirklich viel besser oder viel exakter als die Dinge der mittelalterlichen Zeit oder der Antike oder wo, wo man von den Elementen, von den vier Elementen und so weiter gesprochen hat. Im Gegenteil, das war näher an der Wirklichkeit der Welt als das was wir heute haben. Wir verstehen nämlich nur einen ganz winzigen Teil der Welt durch die Physik oder durch die modernen Naturwissenschaften, durch die Biologie, durch die Chemie und so weiter. Wir verstehen nur das Tote. Das verstehen wir, das ist das Einzige.
Und daraus hat sich jetzt nicht nur der feste Glaube entwickelt bei einem großen Teil der Menschen, das ist eigentlich im Grunde ja nichts anderes gibt. Was nicht eine materielle Grundlage hat, das gibt es eigentlich im Grunde gar nicht für die meisten Menschen. Also was ich nicht greifen kann mit Händen oder zumindest mit sinnlichen Augen sehen kann, das existiert im Grunde nicht. Das ist heute mittlerweile bei einem großen Teil der Menschheit feste Überzeugung. Es gibt natürlich noch einzelne Gemeinschaften, die aus dem Alten heraus schöpfen. Namentlich im Osten gibt es da noch sehr viele Menschen, in denen das alte Geistige noch lebt. Das alte Geistige oder der alte Weg zum Geistigen zu kommen. Nämlich durch Eingebungen, durch Visionen vielleicht, durch hellsichtige Erfahrungen, die irgendwo aus der Natur herauskommen. Aber das ist immer mehr im Verdämmern und es ist auch gut, dass es verschwindet, weil wir sollen heute ganz selbstbewusst sein und über die Wahrheit des Geistigen können wir uns nur stützen auf das eigene Urteil. Nur auf das eigene Urteil, in dem wir ganz bewusst in das Wahrnehmen des Geistigen eintauchen.
Das lebendige Denken, das Vertrocknen des Gefühls und die Natur als Kunstwerk 00:09:57
Und der erste Punkt ist ja schon, dass wir ja selber ein geistiges Wesen sind, geistigtätig sind und wir könnten unserer eigenen geistigen Tätigkeit und unserer seelischen Tätigkeit einmal beobachtend zuschauen. Dann ist es das erste Feld, wo wir Seelisches und Geistiges erfahren und erleben können. Einmal bei uns selber und namentlich zu sehen, wie schaut denn das aus, wie schaut es mit unserem Willensleben aus, wie schaut es mit unserem Gefühlsleben aus, wie schaut es mit unserem Denken aus. Und wie kann ich das Denken lebendig genug machen, dass es nicht nur das Tote verstehen kann, das Tote begreifen kann, sondern dass es auch in das Lebendige eintauchen kann, ja sogar in das Seelische eintauchen kann. Und zum Schluss in das Geistige. Also das heißt, das Denken aufzuschließen für die höheren Welten, wenn man so will, das ist das große Thema. Das war eigentlich schon das Anliegen, das Rudolf Steiner mit seiner Philosophie der Freiheit hatte, bevor noch von Anthroposophie irgendwie die Rede war in Wahrheit. Da ging es darum, also wirklich die geistige Dimension des Denkens anzusehen und der ganze Entwicklungsweg, den Rudolf Steiner geschrieben hat, also wie man eben in der Anthroposophie auch fortschreiten kann oder eben wie die ganze Menschheit auf ihrem Entwicklungsweg fortschreitet, geht es dahin, dass heute das, was früher altes Hellsehen war, dass das heute durch ein lebendiges Denken, ein ganz bewusstes, lebendiges Denken ersetzt wird.
Wenn man nämlich anfängt, also imaginativ zu schauen, imaginative Bilder zu entwickeln, zu erfahren, dann erfährt man sie dadurch, dass man ein lebendiges, imaginatives Denken entwickelt. Ein imaginatives Denken, nicht ein logisch ableitendes Denken. Das logisch ableitende Denken brauchen wir durchaus. Wir brauchen es heute, um die Technik, die moderne Technik zu bewältigen, um unser Wirtschaftsleben bis zu einem gewissen Grad zu bewältigen. Dazu brauchen wir das durchaus, keine Frage. Aber was dazukommen muss, ist das lebendig gestaltende Denken. Also das heißt, man muss sich ganz klar werden, alles was Offenbarung ist, letztlich das muss auch im Neuen Testament oder im Alten Testament drinnen stehen. Alle diese Dinge sind, wenn ich sie nur lese und durch unseren heutigen Totenintellekt ergreife, sind sie nichts wert. Nicht weil die Quelle nicht stimmt, aber weil wir es einfach nicht verstehen können. Weil wir es nicht verstehen können mit dem, was heute unser Erkenntnisleben ist, unser modernes. Man kann es als Glaube nehmen, als Tradition oder als etwas, was gut für das soziale Leben ist, dass man bestimmte Gebote einhält, der Nächstenliebe und so weiter, aber es ist keine Erfahrung, keine wirkliche geistige Erfahrung. Und die braucht man. Die braucht man.
Umso mehr ist auch das, was auf der Gefühlsebene sich abspielt, heute immer mehr im Vertrocknen ist. Und zwar rapide im Vertrocknen ist. Nicht, weil die Menschen sind jetzt im Zeitalter der Intellektualität, sie waren vorher in einem Zeitalter, das geht noch durchaus weit ins 19. Jahrhundert hinein, wo man zumindest noch so etwas hatte, wie ein Wahrheitsgefühl. Ein Empfinden dafür, was wahr ist, was moralisch richtig ist, was vernünftig ist und was einfach ein Blödsinn ist. Das war eine gefühlsmäßige Erfahrung, noch keine ganz wache Erfahrung, aber immerhin eine gewisse Erfahrung. Das ist heute weg im Großen und Ganzen. Namentlich, also in Mitteleuropa ist es fast schon verschwunden, es ist in Osteuropa noch ein bisschen deutlicher als in Ungarn, in Slowenien, in der Slowakei und so weiter. Da ist noch etwas mehr davon da. In Russland ist sehr viel davon da. Da ist eine gewisse Gemütstiefe drinnen und etwas, eine Erfahrung, die aus diesem Bereich herauskommt.
Aber für unsere heutige Zeit gesund, wirklich gesund kann es nur dann werden, wenn es sich verbindet mit einem ganz klaren, wachen Bewusstsein, dass wir wirklich auch dem abstrakten Denken gerade zu verdanken haben. Das hat uns die Wachheit gebracht. Also das heißt, weil wir müssen nämlich lernen, wenn wir ins Geistige kommen, im Geistigen ist das Minderste, was wir erleben, dass alles lebendig ist. In ständiger Bewegung. Das heißt, es gibt keine festen Begriffe, sondern die Begriffe leben. Sie sind in Bewegung. Bei den toten Gegenständen kann ich festumrissene Begriffe haben und sage, so ist es, ein Glas ist ein Glas, das schaut so und so aus, also ein Trinkglas, das kann ich genau beschreiben, das ändert sich nicht. Im Lebendigen schon fängt es an, dass sich alles immer wieder ändert, in Bewegung ist. Wo zwar bestimmte typische Formen immer wieder kommen, sich regenerieren sozusagen, wieder neu kommen, im Laufe der Jahrhunderte und Jahrtausende sich verändern auch irgendwie, aber doch in einer sehr lebendigen Form eben verändern.
Also ganz anders als unser technisches Denken, wo wir etwas konstruieren, wo wir einen Plan entwerfen, nachdem dann das Werk ausgeführt wird. In der Natur gibt es diesen Plan auf diese Art, wie wir es heute im technischen Denken haben, überhaupt nicht. Also das Leben in der Natur ist eher zu verstehen vom künstlerischen Standpunkt, wie ein Künstler ein Werk gestaltet. Da kann er sich natürlich ein gewisses Thema vornehmen, einen gewissen Plan hat er vielleicht, eine Statue von diesem oder jenem Menschen schaffen zu wollen, aber wie es dann wirklich in die Praxis sich umsetzt, da versagt jeder Plan. Das eigentlich Wichtige ist eben dieses schöpferische Gestalten und das passiert jetzt hier in dem Moment, wo ich es tue. Wenn ich etwas aus Ton modelliere zum Beispiel oder wenn ich etwas in Farben male und wenn ich es nicht so mache, dass ich nur ein 1 zu 1 Abglanz der sinnlichen Welt mache, also es mehr oder minder wie eine Fotografie mache, das ist ja im Großen und Ganzen verschwunden aus der Malerei heute. Gott sei Dank gibt es Bilder, wo man davor steht und sagt, was soll denn das überhaupt sein? Wo ich nicht auf den ersten Blick erkenne, aha, ja das ist ein Haus, das ist ein Mensch, das ist ein Hund, das ist eine Pflanze, sehe ich wunderbar, alles schön, wunderbar gemalt bis ins kleinste Detail. Ja, wir haben viel gelernt, weil das gehört auch dazu, zu unserer Kultur-Epoche gerade, dass wir ganz wach im Sinnlichen sind und wir sind erst so in den letzten Jahrhunderten eigentlich wirklich ganz wach im Sinnlichen geworden und die ganze Malerei ist eine Geschichte dieses ganz Bewusstwerdens im sinnlichen Wahrnehmen. Da sollen wir so sein, aber die geistige Seite der Welt, die fängt ja mit dem Leben an, das Seelische kommt dazu und dann das eigentlich schöpferisch Geistige, das ja im Grunde überhaupt nicht zu umfassen ist. Das schöpferisch Geistige muss ich tun im Grunde, sonst ist es gar nicht da, irgendwer muss es tun, das kann ich nicht anschauen wie ein Gegenstand. Und auch das Seelische ist in ständiger Bewegung, das Leben, die Lebenskräfte sind in ständiger Bewegung. Also mit dem, wir müssen lernen halt sozusagen zu gehen auf einen Boden, der dauernd in Bewegung ist.
Das Astralmeer: Christus auf dem See Genezareth und das Eintauchen in die eigenen Tiefen 00:18:42
In der geistigen Welt müssen wir das lernen. Das ist ja so eines dieser Bilder im Neuen Testament, wo die Jünger hinausfahren auf den See Genezareth und dann kommt der Christus über das Wasserwand und jetzt denkt man sich, wie sollte das funktionieren, der muss ja untergehen oder was, da nimmt man das ganz äußerlich. Aber es ist ein Bild für die bewegte Seelenwelt im Grunde. Und das heißt, die Begegnung mit dem Christus auf dem Meer bzw. auf dem kleinen Meer sozusagen, auf dem See Genezareth, war eine rein geistig erlebte Sache. Das hat mit dem Äußeren nichts zu tun. Ja, wahrscheinlich sind die Jünger wirklich mit dem Schiff hinausgefahren, das mag schon sein. Und dann kam dieses Erlebnis, das aber ein rein seelisch-geistiges Erlebnis war. Also da ist nicht der Christus marschiert auf dem Wasser, äußerlich gesehen, als physischer Mensch, sondern es ist ein geistiges Erlebnis. Und es ist ein sehr wichtiges geistiges Erlebnis, er lädt ja dann den Petrus, komm zu mir, trau dich sozusagen, komm zu mir, du kannst das. Und dann tut er es auch und das funktioniert. Das funktioniert natürlich nicht im physischen, sondern in der Seelenwelt.
Sich einzulassen auf dieses wogende, ja man könnte sagen, Astralmeer. Das heißt, diese wogende, diese ewig bewegende Seelenkraft, in die sich wirklich ganz bewusst einzulassen. Auch wir, wenn wir uns wirklich mit unserem eigenen Seelenleben, und zwar mit den tieferen Bereichen unseres Seelenlebens einlassen, bewusst einlassen darauf, dann kommen wir genau in diesen Meeressturm sozusagen hinein. Das ist das Bild. Da gehen die, ja wenn man so will, die Gefühle, die seelischen, auch die Willensimpulse, das alles, das geht hin und her. Das schleudert uns herum in gewisser Weise. Da nicht unterzugehen, ist eine große, große Herausforderung. Also wir dürfen nicht so bieder denken, auch wir sind eh brave Menschen, ja mein Seelenleben ist eh geordnet und das ist es. Ja, aber dann wissen wir von unserem Seelenleben noch gar nichts. Das ist die allerfeinste, beruhigte Oberfläche, aber wenn wir wirklich eintauchen, dann geht es gewaltig zu. Dann geht es gewaltig zu. Das sind Stürme, die uns bewegen. Im positiven und im negativen Sinn, Stürme sind ja gar nichts Schlechtes da drinnen, aber wir müssen ihnen Stand halten können. Wir dürfen nicht untergehen und uns fortspülen lassen. Weil wir sind sofort in einem Bereich, wo die Widersacherkräfte, namentlich also die luziferischen, aber auch die ahrimanischen Kräfte ja mit Teil sind, dieser ganzen Geschichte.
Und dort kommen wir hin, wenn wir an die Wirklichkeit herankommen. Wenn wir denken, also Seelenleben, ja, wir haben halt Gefühle füreinander und wir erfreuen uns am Schönen oder wir ärgern uns vielleicht ein bisschen über irgendetwas. Das ist ja nur die alleroberste Schicht, die wir da wahrnehmen. Und wenn wir wirklich ein bisschen tiefer gehen, dann kommt eben diese heftige Bewegung. Also das Seelische ist eine gewaltige Kraft, die da ist. Keine zerstörerische Kraft, durchaus nicht, aber eine gewaltige Kraft, mit der wir umgehen müssen. Und das lebt in jedem von uns so etwas. Und da rede ich noch gar nicht von der geistigen Ebene, die dann noch dahinter steckt. Aber selbst dort, wo wir in den Bereich unserer eigenen Lebenskräfte eintauchen, was wir normalerweise bewusst ja überhaupt kaum tun. Also da muss schon sehr, wie soll ich sagen, unsere Lebenstätigkeit gestört sein irgendwo. Dann fangen wir an, was zu spüren, dann spüren wir, aha, da schmerzt irgendwas vielleicht. Wenn wir wirklich bewusst eintauchen würden, das hat Rudolf Steiner öfters beschrieben, wenn wir bewusst eintauchen müssten, nur in unsere Lebenstätigkeit und dort wohlsätzlich mit dem Seelischen berührt, weil ohne den Seelischen können wir es ja gar nicht wahrnehmen, dann würden wir brüllen vor Schmerz.
So dramatisch ist das, was sich in jeder Sekunde in unserem Körper eigentlich abspült, was da in Lebensprozessen drinnen ist. Und wir sind geschützt davor, das wahrzunehmen. Da ist es eine extreme Barriere davor, dass wir da ja nicht hineinkommen, weil wir es gar nicht aushalten würden. Das war ja das ganz starke Erlebnis, also ist einer der wesentlichen Aspekte des Mysteriums von Golgatha, dass der Christus auf dem Kreuz jetzt bis in die tiefsten Fasern seiner Leiblichkeit und natürlich auch der Lebenstätigkeit, die da drinnen ist, aber dem schwindenden Leben auch und alles, was da drinnen ist, voll bewusst sich vertieft in das. Voll bewusst eins wird mit dem. Ja, es ist natürlich der Christus, diese gewaltige geistige Kraft, mit der wir uns ja nicht einmal irgendwie entfernt vergleichen können, aber ein Stückchen auf dem Weg ist angesagt, also wenn wir in die Zukunft uns wirklich entwickeln wollen. Das ist der Schritt, dass wir in allem immer bewusster werden. Auch was die eigene Lebenstätigkeit betrifft. Später einmal, also brauchen wir uns jetzt noch nicht so viel Sorgen machen darüber, aber es wird kommen. Und das erfordert also sehr, sehr starke Bewusstseinskraft, das auszuhalten. Wenn man die Kraft entwickelt hat, ist es kein Problem. Es ist nicht so, dass das an sich nicht auszuhalten wäre. Wir halten es deswegen nicht aus, weil wir zu schwach sind einfach noch dazu. Und Geistesschulung bedeutet vor allem da, in diesem Punkt stärker zu werden. Dieses Bewusstsein zu ertragen.
Karma, Verfehlung und die Freiheit als Geschenk 00:25:29
Vor allem auch das Bewusstsein eben all der Dinge, die wir durch unser Karma mit uns tragen. Und mit diesen Dingen bewusst arbeiten können. Jede karmische Verfehlung ist die Chance, einen großen Schritt vorwärts zu machen. Wenn wir uns der karmischen Verfehlung stellen. Im Grunde passiert eben der Entwicklungsweg der Menschheit durch all die Fehler, durch all die Verfehlungen, die wir begehen. Aber es ist nicht einfach schleifen lassen, sondern irgendwann aufgreifen. Nur wir stehen halt auch jetzt in der Zeit drinnen, wo das immer mehr abhängt davon, ob wir das auch wollen oder nicht. Die Entwicklung hat uns so weit gebracht, dass es dieses in der Vergangenheit sehr bewährte Prinzip funktioniert hat. Wir haben einfach, wir bekommen das Schicksal präsentiert und wir müssen uns ihm stellen. Heute gibt es immer mehr Möglichkeiten, dem auszukommen. Die Widersacher helfen uns dabei sozusagen. Und dadurch wird es natürlich nicht besser, weil jedes Mal, wenn wir versäumen, etwas auszugleichen, einen Fehler, den wir gemacht haben, den Schaden, den wir, es geht nämlich ja interessanterweise vor allem um den Schaden, den wir uns selber dadurch zugefügt haben.
Der Christus hat die Sünden der Welt auf sich genommen. Das heißt die Zerstörungen, die wir in der Welt oder auch bei den Mitmenschen erzeugt haben dadurch, die trägt er. Aber unsere eigenen Verfehlungen bessert er nicht aus. Die müssen wir selber, an denen müssen wir selber arbeiten, um daran zu erreifen. Und darum ist es aber so weise in der Weltentwicklung eingerichtet, aber dass nicht die ganze Welt gleich vollkommen mit zugrunde geht damit, ist der Christus da, der das auffängt in einer gewissen Weise. Also wir können aber ihn unterstützen, gerade dadurch, dass wir die Fehler, die wir gemacht haben, aufarbeiten. Das hat natürlich auch eine Wirkung auf die Welt draußen. Aber selbst wenn wir es komplett versäumen, der Christus trägt das Ganze. Aber wir müssen halt heute sehr, sehr bewusst werden, sehr wach werden und wir müssen lernen, uns selber zu ertragen. Viele sagen, ich bin mit mir eh ganz zufrieden, geht eh gut. Dann ist man wahrscheinlich noch nicht so ganz in die tiefsten Tiefen hineingekommen. Weil wir haben alle ausnahmslos, selbst die höchsten Eingeweihten, haben in der Vergangenheit große Fehler gemacht. Große Fehler gemacht, aus denen wir lernen können. Nur dann kann man in der Entwicklung weiterkommen, weil es geht ja in der Zukunft immer mehr darum, dass wir nicht Werkzeug einer höheren Macht sind, sondern dass wir selber aus der Freiheit heraus Mitarbeiter sind an der Entwicklung. Das ist das Thema, was wir die ganze Zeit besprechen.
Das ist auch der Grund, warum wir in der Apokalypse so dramatische Bilder haben. Weil halt immer wieder die Fehler passieren. Damit wir daraus lernen. Also es ist auch nicht wirklich grundsätzlich vermeidbar, wenn man jetzt sagt, hätten wir uns da nicht viel ersparen können. Was müsste man denn tun, dass wir uns das zumindest in der Zukunft ersparen. Wir werden es uns, solange wir inkarniert sind auf Erden, sicher nicht ersparen können. Selbst danach ist ja auch immer noch das Karma entsteht. Karma, Schicksal in dem Sinn, dass Verfehlungen passieren und man die Möglichkeit hat, aus den Fehlern zu lernen, das hört nicht auf, auch wenn wir nicht mehr auf Erden inkarniert sind. Es ist halt dann auf andere Art, alle Wesenheiten unterliegen dem Karma. Selbst die höchsten Engelhierarchien unterliegen dem Karma. Muss man ja auch sehen deutlich, dass es auch dort ist. Das wussten schon die alten Inder ganz deutlich. Das heißt, wir werden da noch eine ganze Menge zu tun haben, aber jedes Mal ist die Überwindung der Fehler eine Möglichkeit, eine Stufe, eine kleine oder größere Stufe höher zu kommen und es weiterzuentwickeln. Aber es passiert also nur durch unsere gewollte, ganz bewusst gewollte Aktivität, durch sonst nichts. Und das ist das besonders Schwierige in unserer Zeit, weil, wenn man schaut, jetzt die Entwicklung des Christentums, also seit dem Mysterium von Golgatha, was die Kirche getan hat, was die Mönche, die großen Gelehrten getan haben, sie haben uns sehr, sehr viel Hilfe gegeben in Wahrheit. Ich meine, neben allem, was auch schiefgegangen ist, aber sie haben sehr viel Hilfe gegeben, die Menschen zu stützen, die selber noch zu schwach waren, den Weg zu finden. Oft waren die, die die Stütze geben sollten, auch zu schwach. Aber wir stehen jetzt in der Zeit darin, wo wirklich jeder es begreifen sollte, es liegt an mir. Ich muss tun. Also wenn man in die Welt schauen und vom Frieden und allen möglichen der Rede ist, wenn ich nicht selber anfange, wird es nicht funktionieren. Im Kleinen nicht und im Großen schon gar nicht.
Und man sieht ja, dass schon auch eine Strömung in die Zukunft geht, die ja letztlich auch führt zum Krieg aller gegen alle, wie es genannt wird, wobei wir jetzt natürlich nicht an das denken müssen, so wie heute die Kriege laufen, das wird noch ganz andere Dimensionen haben und die werden in gewisser Weise noch schlimmer sein und sie werden uns vor allem seelisch noch mehr belasten, die Menschen, die halt dann in das verwickelt werden. Um das geht es halt. Das heißt Apokalypsis, die Augen aufzumachen und sich dem zu stellen irgendwo. Und zu sehen, da muss was tun. Müssen wir etwas tun. Und wenn wir ins Tun kommen, haben wir alle Unterstützung. Wenn wir nichts tun, dann kann der Christus und die mit ihm verbundenen geistigen Wesenheiten, der Rat Michael und so weiter, nichts tun. Sie dürfen nicht eingreifen. Wenn wir den Willensimpuls wenigstens ansatzweise entwickeln, dann passiert nichts. Dann können sie nicht eingreifen. Das ist die andere Seite dieses großen Geschenks, das uns gegeben wurde, die Möglichkeit zur Freiheit. Das heißt aus uns selbst. Also sozusagen als geistiges Wesen wirklich erwachsen zu werden. Und zwar mehr vielleicht, ja mehr als alle anderen, die über uns stehen. Die ganzen Hierarchien, weil sie haben alle die Möglichkeit zur Freiheit nicht. Sie handeln alle im göttlichen Auftrag von oben. Und sie führen ihn besser oder schlechter aus, aber sie folgen diesem Auftrag. Wir stehen davor, das Wesentlichste, was wir tun müssen, einfach neue Impulse hineinzubringen, die ich mir nirgendwo abschauen kann, sondern die ich aus mir selber schöpfen muss.
Das unzerstörbare Ich und seine Arbeit bis in die Leiblichkeit 00:34:22
Und dieses aus mir selber schöpfen heißt einmal, vor allem sich selber zu dem zu machen, der man ist oder sein will, wie soll man das sagen, eigentlich der man ist, nur der sich noch nicht wirklich manifestiert hat in der Welt. Unser Ich existiert, ist unzerstörbar, ist eine schöpferische Quelle, ist gerade so, wie es als Menschen-Ich veranlagt ist, unterliegt nicht der Auflöslichkeit, unterliegt nicht der Sterblichkeit, existiert eigentlich immer schon und wird immer existieren, nur die Frage ist halt, in welcher Form. Und nämlich in welcher Form heißt, welche Tätigkeit schließt sich daran an, weil das Ich als geistiger Kern des Menschen oder jedes geistigen Wesens allein kann ja nur tätig werden, wenn es entsprechend auch die Hüllen, die dieses Ich umgibt. Und das heißt, sei es jetzt in der irdischen Leiblichkeit bis hinein oder auch in der Geistleiblichkeit, in der wir dann später uns bewegen werden, wenn wir nicht mehr inkarniert sind, aber dafür müssen wir sorgen, dass dieser geistige Impuls eben in dieser Hülle, in welcher Form auch immer wir sie haben werden dann in der Zukunft, sei es im Auferstehungsleib, darum ist er so wichtig, wir brauchen einen Geistleib dann. Es ist kein physischer Leib, den wir dann haben. Es ist ein Auferstehungsleib. Es ist ein Leib, den man nur aus heutiger Perspektive übersinnlich wahrnehmen könnte. Aber er ist eine Gestalt, eine Geistgestalt, die eben unserer Individualität entspricht. Und wir haben aber immer wieder zu arbeiten daran, eben an unseren ganzen Wesensgliedern auch, und dadurch können wir auch an der Welt arbeiten.
Aber das an der Welt arbeiten fängt immer an, bei dem an sich selbst arbeiten. Ganz bewusst. Und das gibt uns aber auch die Möglichkeit, wirklich als erkennende Wesen in diese geistige Welt, in die Seelenwelt, in die Lebenswelt, in die Ätherwelt und so weiter einzutauchen. Und mit bewusstem Verständnis einzutauchen, weil wir selber tätig sind und wir verfolgen können, was jede unserer Erregungen eigentlich bewirkt in diesen höheren Welten letztlich. Darum geht es. Das ist die Zielvorstellung. Wir sind noch weit davon entfernt, dass wir das wirklich haben. Es müsste irgendwann einmal ganz was Selbstverständliches werden. Und es wird natürlich in einer höheren Form schon dann da sein, wenn wir nicht mehr in einem physischen Leib verkörpert sind auf Erden, sondern eine Stufe höher gestiegen sind schon, dann werden wir einiges davon bereits verwirklicht haben. Dann sind wir zumindest so weit gekommen, dass wir unsere Erdenaufgabe, insofern sie die physische Inkarnation betrifft, bewältigt haben. Aber das geht natürlich dann auf höheren Ebenen weiter. Wir kommen als Menschen eigentlich nicht mehr so ohne weiteres in die Situation, dass uns die geistige Welt führt, sondern wir müssen lernen, uns selbst zu führen. Das ist das Entscheidende. Und namentlich der Christus führt uns nicht. Unser begleitender Engel, der uns begleitet und so lang begleiten muss, bis wir selber wach genug geworden sind, dass wir unser ganzes Erdenleben zum Beispiel überschauen. Das macht nämlich er für uns. Und er führt uns hin zu den Schicksalssituationen, wo wir wieder eine Chance haben, aus den vergangenen Fehlern zu lernen. Aber eigentlich sollte man schon sehr knapp dran sein, wenn nicht überhaupt wirklich dran sein, das selber zu erkennen, selber den Rückblick auf unsere Inkarnationen zu haben.
Und damit meine ich letztlich, oder das spricht Rudolf Steiner deutlich aus, alle Inkarnationen. Dass ich drei, vier erkenne, hilft mir noch. Ja, hilft schon natürlich, da ist der Anfang da und das ist schon sehr viel. Aber letztlich Klarheit, wirkliche Klarheit, das wird in den Mysteriendramen so deutlich ausgesprochen. Da wird ausgesprochen, im zweiten Mysteriendrama ist das, wenn ich mich jetzt nicht irre, wo die Maria erkennt, sie muss sich von Johannes trennen. Und sie hat dieses ganz starke Empfinden in sich, sie muss sich trennen zu seinem Heil, sonst kommt er nicht weiter, sonst sagt er immer noch, jetzt nicht. Er sagt es in Wahrheit, bis zum vierten Drama immer wieder sträubt er sich, sich auf sich selbst zu stellen. Aber sie muss sich trennen von ihm. Und da kommt eben auch die Rede darauf, im Gespräch mit Benediktus und der Maria, auf wie viele Inkarnationen, schaust du denn wirklich schon auf alle deine Inkarnationen zurück? Nur wenn du auf alle, alle, bis zur ersten bewusst zurückschauen kannst, dann hast du eine Sicherheit darin, deinen Weg zu gehen, ansonsten stolperst im Grunde noch herum und kannst karmische Situationen vielleicht gar nicht richtig bewerten irgendwo. Also das heißt, das nähere Ziel wäre es schon, alle Inkarnationen zu überschauen. Nur da sind wir, wage ich zu behaupten, im Wesentlichen fast alle noch weit entfernt davon. Man muss schon froh sein, wenn man wenigstens so zwei, drei ein bisschen eine Ahnung davon hat, wie, wo, was die Schlüsselaufgaben davon sind. Aber so bis in die atlantische Zeit zurückzugehen, ja bis in die lemurische Zeit zurückzugehen, wo wir noch lange nicht in der Gestalt, wie wir heute sind, auf Erden waren, wo ich gesagt habe, das Erste, was wir zurückgelassen haben, waren die Kristalle. Das ist das, was wir als Leichnam unserer ersten Inkarnationen zurückgelassen haben, im Grunde. Das heißt, wir haben gelebt in den Elementen irgendwie, die letztlich diese Kristalle hervorgebracht haben. Und da hat mir schon Karma auf uns geholfen. Natürlich völlig unbewusst nach dessen, was wir tun. Da haben wir noch nicht sehr klar gesehen, was wir da tun. Und trotzdem waren es die notwendigen Schritte, dass wir irgendwann einmal so weit kommen, dass wir unser eigenes Tun verantworten können. Und dass wir es nicht irgendwo hinschieben und sagen, das habe ich alles nicht gewusst, das habe ich auch nicht geahnt.
Ja, ist ja wichtig, heute noch vielfach, dass die Menschen Dinge tun, die andere Menschen schwer verletzen, die dramatische Folgen haben und die wir gar nicht mitkriegen. Ja, da wird schwer geraunt, man weiß gar nicht warum, wieso passiert denn das? Nichts in dieser Hinsicht passiert zufällig. Von selber. Und das sind am allerwenigsten äußere Gründe. Das sagt ja auch Rudolf Steiner ganz deutlich, alles was organische Erkrankungen sind, körperliche Erkrankungen sind, hat was mit dem Seelischen zu tun. Und da wirkt mitzerstörerisches Seelisches, das da ist. Und das ist meistens nicht nur von einem selbst, sondern da hängen andere Menschen dran. Also das heißt gerade körperliche Erkrankungen sind daher auch sehr stark in Wahrheit ein soziales Problem. Und das heißt man könnte sehr sehr viel heilend wirken, wenn man das durchschauen würde und sich eben in Selbsterziehung bei der Hand nimmt und so merkt, was tue ich denn da überhaupt? Wie wirke ich denn auf andere Menschen vielleicht auch nicht nur positiv, sondern ganz ganz stark negativ. Auch etwas, was Rudolf Steiner in den Mysterientramen ganz deutlich zeigt. Schon im ersten Drama kommt es vor, das erste wo der Johannes jetzt in ein geistiges Erlebnis kommt, ist das erste, dass er aufmerksam wird darauf, dass da eine Jugendfreundin war, die war sehr verliebt in ihn oder sonst etwas, also hat ihm sehr vertraut. Jedenfalls hat er sie zurückgelassen im Grunde, weil er halt in den anderen Weg gegangen ist, seine Malerei und dann ist er der Maria begegnet und dem Benediktus und er ist halt geradezu geflüchtet aus seinem Heimatort wieder, wo er nach Jahren wieder war, weil seine Mutter verstorben war. Und da ist ihm diese Jugendfreundin halt wieder begegnet und die hat ihre Lebenskraft sozusagen verloren im Grunde. Er hat sie ihr genommen in Wahrheit. Er hat sie ihr genommen. Nicht bewusst, nicht, dass er irgendwas Böses getan hat, er ist einfach nur abgehauen wieder und hat sie da gelassen, sie hätte ihn gebraucht. Und es war eine Situation, eine karmische Situation da, wo er eine Aufgabe gehabt hätte, gehabt hat eigentlich, aber er hat es komplett verschlafen. Und das merkt er dann aber sehr bald jetzt dann im ersten Drama, als er dann in das geistige Erleben kommt, merkt er welcher Sturm da losgeht auf einmal. Und da wird ihm das bewusst auf einmal erst. Aber da erst wird es ihm bewusst, wie er sozusagen das erste Mal wirklich in der Seelenwelt aufwacht. In der Seelenwelt aufwachen, nicht in ein paar Gefühlen leben, die er so oder so erlebt. Das ist der müde Abglanz der Seelenwelt. Wirklich aufwachen in der Seelenwelt, da kann es sehr stürmisch werden.
Darum sind diese Mysteriendramen von Steiner sicher schwierig, aber da ist die Quintessenz dessen drinnen, was heute im Grunde jeden angeht. Weil das, was da beschrieben wird, eben auch mit diesen dramatischen Situationen, dass jemand stirbt, weil ich meine karmische Beziehung mit ihm verschlafe komplett und ihm Schaden zufüge. Ohne, dass ich das bewusst will irgendwo. Ich versäume einfach nur etwas. Etwas, was ich ihm aus der Vergangenheit schuldig bin. Und wo ich etwas hätte tun müssen. Dadurch erzeuge ich im Umfeld einfach oftmals Verwüstung im Grunde. Und das ist nicht etwas Seltenes, was ab und zu irgendwo passiert ist, das ist der Regelfall. Ich wage zu behaupten, dass alle Krankheiten zum Beispiel oder auch Unfälle, die passieren, die passieren ja auch nicht zufällig. Da ist man einen Moment weggetreten, verpasst irgendwas und bumm erwischt mein Auto und führt mich nieder und vorbei ist es. Warum habe ich nicht aufgepasst? Sonst passe ich immer auf. Einmal war ich für einen Moment weggetreten. Das passiert nicht so zufällig, diese Dinge. Das hängt vielfach eben auch mit anderen Menschen zusammen. Auch mit anderen Menschen. Wo eben dieser karmische Ausgleich, dieses Bewusstsein dafür einfach fehlt. Und wo heute immer weniger die Engelwesenheit, die uns begleitet, die im Wesentlichen unsere ganzen Inkarnationen überschaut und immer so kann, doch jetzt wäre Gelegenheit. Jetzt bitte du sozusagen. Also wir kriegen so einen leichten Schubser. Aber es darf eh nur ein leichter Schubser sein, weil sie dürfen uns ja nicht mehr jetzt hintreten dazu, weil wir ja unsere Freiheit entwickeln sollen. Das heißt, es sind leise Andeutungen, sagen wir es einmal so. Und sie sind immer so freilassend, dass wir nicht folgen müssen. Und dann kommen noch dazu die Widersacher, die sagen, na fein, das geht ja jetzt relativ leicht, ich lenke dich ab davon. Dann habe ich dich ja schon. Und wir sagen freudig, ja gut, dann erspare ich mir irgendwas. Natürlich sagen wir uns das nicht so ganz bewusst. Das ist eben in einer tieferen Schichte unseres Unterbewusstseins. Also dort, wo wir noch nicht wach sind. Dort, wo dann die ganzen Traumata stecken, von denen heute die Rede ist. Steckt ja wirklich viel drinnen. Steckt ja wirklich viel drinnen. Aber das sind Dinge, wo wir lernen müssen, mit dem umzugehen. Mit dem umzugehen. Mit unseren eigenen Verletzungen, mit den Verletzungen, die wir anderen zugefügt haben. Und wir haben nicht Jahrhunderte Zeit dafür, in Wahrheit. Wenn wir uns jetzt noch ein paar Jahrhunderte Zeit lassen, dann wird es halt sehr viel schlimmer werden. Dann kann sehr vieles ins Kippen kommen. Die Widersacher sind im Moment sehr aktiv, brauchen wir uns aber gar nicht ärgern drüber oder fürchten oder sonst was. Sie sind da, damit wir aufwachen daran.
Die Widersacher, die Wissenschaft des Toten und der materialistische Glaube 00:49:32
Das heißt, es wird uns das alles irgendwo präsentiert und wir werden konfrontiert mit den Dingen. Und wir werden mehr lernen, diese Impulse der Widersacher auch zu spüren. Gerade das ist aber auch ein Aufwachprozess. Und dass wir die Impulse aber in der richtigen Weise erkennen. Dass wir den Luzifer erkennen mit seinem Verführerischen, der sagt, nein, brauchst ja nicht. Komm, geh ins Licht und geh vorbei an dem Dunkel. Obwohl das deine Aufgabe wäre. Ist ja viel schöner. Dann ist schon wieder die Chance vorbei. Aber auch umgekehrt die ahrimanischen Kräfte. Wir müssen uns mit denen auch auseinandersetzen. Wir müssen mit dem Todesprinzip in der Welt umgehen lernen. Das fängt dann beim abstrakten Verstand mit dem Umgehen an. Da leben wir total im Toten drinnen. Das heißt, alles was die heutige moderne Technik betrifft, die moderne sogenannte Naturwissenschaft, die keine Naturwissenschaft ist, trotzdem brauchen wir sie. Es ist eine Notwendigkeit, dass wir das haben. Aber es ist eine reine Technikwissenschaft, eine reine Wissenschaft des Toten. Und sie versucht das Leben zu erklären aus dem Tod heraus. Weiter geht es ja eh nicht. Da versuchen sie wenigstens. Da spielen die Gene eine Rolle, die Erbanlage und die Evolution mit ihrem Zufallsprinzip, dass Zufallsmutationen sind und dann auch irgendwie zufällig ist irgendwann der Mensch entstanden aus dem ersten Einzeller. Durch hunderttausend Zufälle. Das ist der hilflose Versuch irgendwie zu erklären, wie kommt es, dass der Mensch da auf einmal steht in der Welt. Wie kommt es, dass es Bäume gibt, dass es Tiere gibt und letztlich uns. Wie soll der bloße tote Stoff zu dem kommen? Das ist ja eigentlich rätselhaft für die meisten. Von einer Schöpfung kann man ja heute kaum mehr reden. Es ist ja verpönt fast. Also in den Wissenschaften spielt das jedenfalls keine Rolle mehr. Das kann man so privat haben, dann sagt man halt, aha am Sonntag bin ich vom lieben Gott geschaffen, aber während der Arbeitswoche bin ich halt irgendwie aus einem Wurm entstanden oder wie auch immer.
Das sitzt aber heute tief bei den Menschen. Wir müssen uns eben auch mit dieser Empfindung, mit diesem Glauben, das ist nämlich ein Glaube, die Menschen sind halt wahnsinnig gläubig, aber sie glauben halt teilweise ganz falsche Dinge. Eben zu glauben, dass das alles nur aus materiellen Prozessen hervorgeht. Wo dann die Materie selber herkommt, das ist eh schon wieder ein rätselhafter Urknall. Also das Nichts ist explodiert und dann war halt irgendwann einmal der Stoff da. Das ist aber alles in Wahrheit mehr Fantasiegebilde als sonst was, auch wenn man es berechnen kann alles. Es sagt gar nichts darüber, über die Wahrheit dieser Dinge aus. Die wirklichen, wahren Aspekte davon kommen da gar nicht einmal vor in dem ganzen Bild. In den ganzen Dingen sehen wir immer nur das Sterbende oder schon Gestorbene in Wahrheit. Und ja, diese Leichname sind da. Man kann den ganzen Kosmos jetzt auch auffassen als den großen Leichnam dieser ganzen Entwicklungen. Ja sicher, auch unsere Erde ist in gewisser Weise fast ein Leichnam und wird einmal ganz einer sein. Alles geht den Weg. Und indem wir nur das Stoffliche der Erde erfassen, dann sehen wir eh nur mehr den Leichnam. Also naturwissenschaftlich sehen wir nur den Leichnam der Erde in Wahrheit. Und da müssen wir halt lernen. Also das Leben zu erkennen als erstes, das Beseelte, was ist das? Bewusstsein, erste Ebene, Beseeltes, ja schon im tierischen Leben fängt es an, schon beim Einfachsten fängt es an, dass was Seelisches da ist. Und das sind eben nicht nur Nervenreaktionen. Wenn ich die Nervenreaktionen mal anschaue, ja die gibt es auch, keine Frage, aber das ist schon wieder das Tote drinnen. Es gibt immer auch was Totes. Und mit jedem Nervenprozess stirbt etwas in dem Nerv und wird wieder regeneriert, dass wieder Neues kommt. Das ist halt so wie in der Natur, wie bei den Pflanzen fast, wenn ein Ast abgeschnitten wird, es wächst wieder was nach, aber es wird eben auch zerstört. Und das ist drinnen. Aber das eigentliche Leben darin erkennen wir nicht.
Der Tod als Bedingung des Bewusstseins und der Christus, der durch ihn hindurchging 00:55:08
Und wie das Bewusstsein entsteht. Das Bewusstsein braucht den Sterbeprozess. Das ist wichtig. Darum ist auch eine der wichtigsten Botschaften unserer Zeit, der Tod ist ein wesentlicher Faktor in unserem Leben und gehört dazu. Wenn wir den Tod in uns nicht hätten, die Möglichkeit zu sterben, das haben die Engelwesenheiten nicht auf die Art. Es gibt Verwandlung, sie können sich verwandeln, zu etwas Höherem umgestalten, aber ein Engel stirbt nicht einfach. Das geht nicht. Der Christus hat das Kunststück zusammengebracht, sich als Mensch zu inkarnieren. Und dadurch konnte er sterblich werden. Dadurch konnte er den Tod erleben. In einer Bewusstheit, wie es sonst noch niemand erlebt hat. Davon hat man auch wenig Vorstellung. Das habe ich eh schon oft aufgesprochen. Viele sagen mit einem gewissen Regen, ja gut, es sind viele andere ja auch gekreuzigt worden, was ist denn jetzt schon so? Natürlich ist das dramatisch und fürchterlich und hätte nicht passieren sollen, aber er war ja nicht der Einzige. Also was ist denn jetzt so Dramatisches daran, dass einer gekreuzigt wird? Aber wie das abgelaufen ist, mit der ganzen Bewusstheit, die da drinnen ist, bis in die kleinste Faser hinein, das zu durchleben, nur um den Menschen die Freiheit zu geben, das ist ein wesentlicher Schritt. Das hat den Impuls gegeben, dass der Mensch überhaupt wirklich die Freiheit entwickeln kann. Aus sich selbst heraus. Dazu musste das höchste Göttliche, der Christus, als Vertreter eigentlich der ganzen Trinität Mensch werden und das durchleiden. Durchgehen durch das Ganze. Damit ist erst die Möglichkeit wirklich eine Realität geworden, dass die Freiheit des Menschen sich entwickeln kann. Bis dahin war alles Vorbereitung dazu. Ja, es gibt schon so Vorläufer, wo das aufblitzt irgendwo, aber das Wichtige ist also wirklich, dass der Christus durch dieses Opfer durchgegangen ist, durch dieses Erlebnis durchgegangen ist. Und damit die Voraussetzung geschaffen hat, dass der Mensch ihm, wie soll ich sagen, seinen Spuren folgen kann, das auch in einer vielgemäßigteren und langsameren Weise durchzumachen. Dasselbe, was der Christus durchmacht mit dem Kreuzestod in dieser einen und einzigen Inkarnation auf Erden, das machen wir halt, wie soll ich sagen, zitzelweise, also Schritt für Schritt durch in unseren vielen Inkarnationen, die wir auf Erden haben.
Immer wieder ist die Möglichkeit dieses Durchgehens durch den Tod. Da sind wir auch genug gewaltsame Tote gestorben, mit Sicherheit alle, weil die Menschheit war halt durch die Einwirkung der Widersacher, aber natürlich auch, weil wir zu schwach waren uns gegen sie zu wehren noch, haben wir uns verführen lassen und haben viel Schuld auf uns geladen. In dem Sinne, dass wir halt andere Menschen getötet haben und kriegerisch waren, das geht weit zurück in die Vergangenheit. Dass Menschen einander bekriegen in irgendeiner Form ist nichts Neues. Es ist Teil des Lernprozesses, nur jetzt sind wir schon dringend im Zugzwang, dass wir einmal wirklich lernen und sagen, bitte, wir haben es verstanden und wir brauchen diese Lektion jetzt nicht mehr. Solange wir es nicht verstanden haben, dass wir uns auf uns selber bewusst stellen müssen, dass wir in uns unsere schöpferische geistige Kraft Rege machen müssen, aus dieser schöpferischen Kraft eintauchen, uns selber verwandeln in einer gewissen Weise, nämlich primär einmal, dass wir Lebenskräfte verschenken können, Liebeskräfte. Liebeskräfte sind Lebenskräfte. Kräfte, die wirklich die Welt beleben, die andere Menschen beleben. Bis jetzt sind wir im Großen und Ganzen noch so weit, dass wir Todeskräfte ausstrahlen. Das was ich vorher auch erzählt habe, als Ursache von Krankheiten, potenziell geht das von jedem Menschen aus, so eine Kraft. Außer er hat dementsprechend an sich gearbeitet, dass er das verwandelt hat in eine heilende Kraft, in eine belebende Kraft. Das ist das, was der Christus in so großer Masse vorgelebt hat uns, dass er das kann. Darum stehen die Geschichten mit den Heilungen drinnen. Wir lesen das ja heute auch so sehr naiv, ach so, das sind nette Wundererzählungen, netter Hokuspokus im Grunde. Wir glauben eh daran, aber eigentlich verstehen wir es nicht wirklich. Wir verstehen es erst dann, wenn es heißt, das ist die Aufforderung, werdet ihr so heiltätig. Da brauchst du jetzt gar nicht viel Hand auflegen oder was. Einfach nur durch die Art, wie wir sind.
Wenn wir an uns arbeiten und diese Aussendung der lebensvernichtenden Kräfte, und wir haben gewaltige lebensvernichtende Kräfte, wie das Rudolf Steiner öfter bemerkt, ein sehr unangenehmes Thema, wir haben einen Zerstörungsherd in uns. Und Wehe, wenn der freigesetzt wird. Das sind Kräfte, die das Potential haben, die ganze Welt zu zerstören. Und die sind in uns. Die haben wir. Wenn wir sie nicht hätten, könnten wir nicht freier Mensch werden. Nur die Frage ist, wie gehen wir damit um. Namentlich die ahrimanischen Mächte locken uns halt dazu, in unserer Unwissenheit diese Kräfte in die Welt zu schicken. Aus diesen Kräften heraus sind die ganzen Erfindungen, die dem Krieg dienen, natürlich auch. Und die im sozialen Zusammenleben krank sind eigentlich. Krankmachend sind. Das erzähle ich jetzt nicht, um euch jetzt zu schrecken alle und zu sagen, um Gottes Willen, als wenn wir nicht eh schon genug hätten. Wir können das bewältigen. Aber nur, wenn wir den Mut aufbringen, die Hintergründe anzuschauen. Es wird eben nicht gehen anders, als dass wir bis in unsere tiefsten Tiefen hinein uns umkrempeln und erst dadurch überhaupt der werden, der wir sind. Wir sind letztlich noch ein Abzübüdel von dem, was wir sein könnten, was wir wirklich sind, was in unserem Ich drinnen steckt. Nur unser Ich, das muss sich verwirklichen hier, indem wir das in Taten umsetzen, tätig werden. Dann fängt es zu wirken an, sonst schläft es eigentlich.
Wir tun es wahnsinnig viel und sehr bewusst im Leben zwischen Tod und neuer Geburt, wenn wir uns die nächste Inkarnation vorbereiten. Da ist unser Ich ganz wach dabei, das weiß genau, bis in die kleinste Zelle hinein, wie die zu gestalten ist, damit wir jetzt in der nächsten Inkarnation das Erdenleben so gestalten können, dass wir unserer Aufgabe gerecht werden könnten. Dass die Basis dafür gelegt ist, dass der Impuls, wegen dem ich in die Welt hineinkomme, mich wieder inkarniere, wir inkarnieren uns ja nicht, weil uns irgendwer zwingt dazu, sondern weil wir es wollen. Wir selber zwingen uns dazu. Wir wollen es. Wir wollen diese Aufgabe angehen und mit großem Enthusiasmus eingehen. Nur in dem Moment, wo wir dann, ja ein bisschen Nachwirkung haben wir natürlich noch im Kleinkindalter, aber bis dann das Ich aufwacht so richtig und wir uns aufgerichtet haben, schon ein bisschen sprechen und Ding und dann, aha, sehen ich, ich bin anders als alles, was um mich ist und dann munter werden, für die äußere Welt, dann vergesst man das alles. Spätestens dann ist es weg. Vorher kriegen wir noch was mit, haben noch eine Ahnung. Die kleinen Kinder haben vorher noch viele Elementarwesen, sie sehen etwas noch, das sind die letzten Reste, auch wenn wir uns dann später nicht mehr erinnern können daran oder viele sich nicht mehr erinnern können daran. Aber das Paradoxe ist, wir kommen auf die Erde um bewusste Menschen zu werden und wir wissen von unserem Ich im Grunde gar nichts. Das müssen wir erst lernen. Da wissen wir drüben viel mehr und das Ich ist unheimlich aktiv in uns. Es arbeitet zum Beispiel daran, schon lange vor der Geburt, dass die ganz spezifische Leiblichkeit zubereitet wird, die wir halt brauchen für die nächste Inkarnation, wo wir unsere Aufgabe erfüllen können. Dazu sind wir angewiesen auf die Vererbungsströmung auch, also wir können nicht eine Leibeshülle aus dem Nichts heraus gestalten.
Das wird dann einmal sein, wenn wir unsere Auferstehungsgestalt haben, dann wird es aber keine physisch äußere Gestalt sein. Aber dann haben wir sozusagen unsere Geistgestalt, unsere Gestalt, die unsere Individualität auszeichnet, dann sind wir in der ganz bewusst immer drinnen. Aber jetzt sind wir es am stärksten auf dem Weg, wenn wir zur neuen Inkarnation sind, uns dadurch den neuen Leib bauen für die neue Inkarnation mit den Voraussetzungen, die wir finden und die wir mühsam suchen auch. Also wo finde ich die Vererbungsströmung, weil tatsächlich ja auch das Irdische eine Rolle spielt. Wir werden in die irdische Welt geboren und die Vererbungsströmung spielt eine Rolle, zumindest noch. Es wird in der Zukunft weniger Rolle spielen. Es wird sich auch vieles ändern noch. Das ist auch wieder ein eigenes Thema. Aber wir bereiten da sehr viel vor und da sind wir ganz bewusst, da ist unser Ich ganz bewusst dabei, da sind wir nicht weggetöst sozusagen. Aber kaum geht es durch die Empfängnis und Richtung Geburt, verdämmert es schon immer mehr. Aber es ist immer noch unser Ich, das an der Ausgestaltung der Leibeshülle, an allen Wesensgliedern arbeitet. Es ist halt dann nicht mehr ganz so bewusst, wenn wir schon auf dem Weg zur Geburt sind, aber es hört im Grunde das ganze Leben lang nicht auf. Wir arbeiten ja bis in unsere Leiblichkeit, bis zum letzten Atemzug. Wir arbeiten daran. Wir arbeiten daran und auch indem wir Dinge überwinden, vielleicht auch Krankheiten überwinden, Unfälle, die Folgen von Unfällen überwinden, das kann was ganz große Aufgaben, das kann aus höherer Ebene gesehen eine Gnade sein, dass man durch das durchgehen musste. Und etwas sich erarbeiten musste, jetzt mühsame erarbeiten musste und auch mit irdischem Bewusstsein, was man vorher halt nur aus geistigen Höhen konnte. Ein Aufwachprozess. Das sind gewaltige Perspektiven.
Ich meine schon, wenn wir nur blöd aufstehen, wir das Kreuz verreißen und jetzt schauen wir, wie bringe ich das in Ordnung wieder irgendwie und eigentlich vom Wachbewusstsein können wir es eh gar nicht. Wir versuchen halt irgendwie das wieder hinzukriegen, aber da ist das Ich dabei und baut etwas um im Organismus, im ganzen Muskelsystem. Jede Bewegung, die mit den Muskeln zu tun hat, da lebt unser Ich drinnen. Und das Ich ist nicht da irgendwo drin, nicht im Kopf, nicht in der Zehe, nicht im Knie, es ist draußen in der Welt und es bewegt uns. Eigentlich führen wir uns ja in Wahrheit wie eine Marionette. Unser Ich steht in gewisser Weise immer über uns, es ist nicht da drinnen. Wir haben Punkte, die besonders helfen uns, unseres Ichs bewusst zu werden, zum Beispiel der Ich-Punkt da, also das Stirnchakra, die zweiblättrige Lotusblume, die hilft uns stark dazu, unseres Ichs bewusst zu werden. Aber eigentlich ist es da draußen in der geistigen Welt. Und die geistige Welt ist keine räumliche Welt. Es ist nicht da, es ist nicht dort, es ist überall. Überall. Dort drinnen. Also da passiert etwas. Und langsam sollte man dorthin kommen, ein bisschen von dem etwas ins Wachbewusstsein zu bekommen. Das ist offensichtlich das ganz Schwierige dabei, etwas mitzukriegen. Aber das sind Dinge, wo wir im Leben immer wieder lernen können. Wenn man geht, dann haut man sich an wieder. Was ist da? Wieso ist das passiert? Ja äußere Unachtsamkeit schon, aber was ist der Sinn der Sache? Die hat einen Sinn. Das ist nicht zufällig, das ist nicht etwas, was einfach nur so von außen kommt. Und das in den meisten Fällen nicht. Natürlich, es kann auch im äußeren, auf dem irdischen Leben, kann es auch etwas geben, dass zwei Dinge zusammenstoßen, die karmisch eigentlich nichts miteinander zu tun haben. Also ich kann jetzt einen Unfall haben oder was, auch aus nicht-karmischen Gründen. Dann wird es in der Zukunft irgendeinen Ausgleich dafür geben. Aber viele Dinge, und das sind die bedeutenden Dinge im Leben, kleinere oder größere, die passieren aus unserem Schicksalsgeschehen heraus. Und da arbeitet immer das Ich bewusst mit. Ganz bewusst mit, nur in unserem Erdenbewusstsein, in unserem seelischen Abbild. Oder was wir uns halt zusammenräumen in unserem seelischen, was unser Ich, wer wir eigentlich sind, da wissen wir sehr wenig davon. Also nur Bewusstsein, Seelen, Zeitalter heißt eigentlich dafür bewusst werden. Und dann kommen wir so weit, dass wir sozusagen am Ende dieser Kulturepoche, im Übergang zur nächsten Kulturepoche, dass dann wirklich unser Geist selbst erwacht. Das heißt, dass wir unsere geistige Seite wirklich ganz bewusst auch hier und jetzt mitkriegen. Das muss nicht verschlafen. Noch verschlafen wir sie im Großen und Ganzen. Und wir meckern dann und jammern über Dinge, die eigentlich gut sind für uns, nur sie sind halt unangenehm. Aber sie bringen uns vielleicht einen großen Schritt weiter. Und die Widersacher sagen sofort, nein, du musst ja nicht, du musst ja nicht, geh herum. Musst nicht, jetzt unbedingt Gesundheit.
Ja, also da sind große Aufgaben drinnen. Und wir brauchen eigentlich mittlerweile eben schon eine ganz andere Wissenschaft von mir aus oder Weisheit, die wir noch nicht haben. Wir setzen, die wirklich nichts Böses über die äußeren Wissenschaften sagen, weil sie sind notwendig dafür, dass wir aufwachen. Weil wir am Toten aufwachen. Und das heißt, da müssen wir durch. Aber das soll uns nicht daran hindern, auch ins Geistige aufzuwachen. Und beides zusammenzuschauen. Dann sind wir an der Wirklichkeit. Weil letztlich auch die äußere Wissenschaft ist so genial, sie ist im Hervorbringen von Technik im Grunde und mit einem technischen Verständnis der Welt umzugehen. Aber das ist halt für die Natur draußen eher unpassend in Wahrheit. Das heißt, wir verstehen nur die Dinge, die wirklich so wie in der Technik ablaufen, sprich das Tote. Mehr nicht. Mehr wirklich nicht. Man mag jetzt schimpfen über die alten Mittelalterlichen oder Antikenanschauungen, kann sich lustig machen darüber, aber die haben mehr von der Seite des Lebens und des Seelischen und des Geistigen der Welt verstanden, als wir es heute verstehen. Heute versteht man nichts. Die Naturforscher rätseln, ja das Gehirn, natürlich braucht man das zum Denken und zum Bewusstsein, aber wie Bewusstsein, wie kommt das zustande, wie kommt es, dass Materie sich ihrer selbst bewusst wird? Keine Ahnung. Schaut, was es gibt an Gehirnforscher oder Psychologen oder Ärzten, die sich mit dem Thema beschäftigen. Keine Ahnung. Keine Ahnung. Ich meine, die Hilflosen davon sagen dann, das Bewusstsein gibt es eigentlich gar nicht. Ja, es ist ein Verzweiflungsdatum, weil sie einfach nicht einmal einen Ansatz, eine Erklärung dafür haben. Ja schon, natürlich, ja, da mit den Nervenbahnen, da tut sich alles mögliche, aber wieso das da, wenn Nervenimpulse sind, wieso daraus Bewusstsein entsteht und ich dadurch sogar Farben erkenne oder sonst was, keine Ahnung. Keine Ahnung. Ja, man braucht die Augen dazu, ja alles, aber das kann man alles erklären. Aber wie daraus Bewusstsein entsteht, keine Ahnung. Null. Große Rätselfrage heute und wird mittlerweile also von den meisten Forschern in die Richtung einfach ausgeklammert, weil sie nicht herankommen daran. Das kann ich natürlich auch nicht mit äußeren Methoden, mit Messungen oder sonstigen oder mit Sezieren oder dergleichen lösen das Problem, sondern da muss ich halt selber einmal mich in mein Seelisches vertiefen und da schauen, was passiert denn da. Weil dann muss ich erleben eben das Ganze, dass so eine Unfähigkeit da ist, heute mit dem umzugehen, dass man da diese Brücke nicht findet vom Stofflichen zum Seelischen. Ja, eigentlich schafft man den Sprung zum Lebendigen schon gar nicht. Also man ist gefangen in dem Toten drinnen. Das ist das, was unsere Welt heute groß gemacht hat, was uns die Technisierung bringt, das gehört dazu, wir müssen lernen an dem, aber das ist von der Welt ein winziger Teil im Grunde. Also wir verstehen nichts von dem. Und darum ist die Geisteswissenschaft in die Welt getreten. Wirklich mit dem Anspruch, diese Seite, diese riesige Seite, die völlig unbeobachtet heute ist, im Großen und Ganzen, die mit ganz bewusster wissenschaftlicher Gesinnung zu untersuchen, wissenschaftlich in dem Sinn, dass man mit wachem Bewusstsein dabei ist und nicht einfach irgendeinen Glauben entfaltet. Glauben im Sinne von, ja, die Kirche hat es gesagt oder derweise hat es irgendwo gesagt. Nein, ich überzeuge mich selber davon.
Der hygienische Okkultismus: Lebenskräfte schenken und heilend wirken 01:17:03
Dann muss ich aber lernen, mit meinem Seelischen bewusst umzugehen. Dann muss ich als nächstes Ding sogar vielleicht mit meinen Lebenskräften lernen, umzugehen. Vor allem, indem ich Lebenskräfte produziere, das können wir nämlich. Wenn wir uns im Seelischen entsprechende Kräfte aufbauen, also das heißt, wenn wir das, was in einem gewissen hohen Grade sogar ja jede Nacht passiert, wenn wir schlafen. Wir halten es ja nicht aus, länger als drei, vier Tage ohne Schlaf auszukommen. Also die behaupten, sie bleiben länger wach, merken nicht, dass zwischendurch einfach doch weggenickt sind. Und wenn es oft nur Sekundenbruchteile sind, wenn man einfach weg ist. Und schon in dem Moment, wo sich ein bisschen das Astralische, das Seelische heraushebt dadurch. Also nur, wenn wir einen kleinen Aussetzer haben irgendwo. Ich habe bei mir schon bemerkt, jetzt bei der Hitze habe ich hier und da immer wieder so einen kleinen Aussetzer, da denke ich, warte, wo war ich jetzt? Wird jetzt deutlich in der Sommerzeit aus sich herausgehoben. Also es ist schwerer, dieses Bewusstsein zu halten, wenn man nicht aufpasst, ist man im Moment schon wieder draußen. Ja, ist auch wieder eine Gelegenheit bewusst einzutauchen. Also sich zusammenreißen und sagen, muss wieder rein. Aber das sind Kräfte, da holen wir uns aber auch immer wieder Kräfte, die den Ätherleib erfrischen, die die Lebenskräfte erfrischen. Weil die Lebenskräfte verbrauchen sich ja so, nämlich wirklich die Kräfte, die Bilder, die da drinnen leben, die Bildekräfte, die da drin wirken. Im Grunde ist unser Lebensleib, wenn wir dann endlich einschlafen, also wenn wir den ganzen Tag wach waren und dann einschlafen, dann ist er ganz, ja wie soll ich das sagen, wie ein nasser Fetzen hängt er da. Also wie ein nasses, wie ein feuchtes Tuch, so irgendwie hängt das Windschiff da. Also er ist völlig kraftlos im Grunde. Weil all die Bildekräfte, die in ihm sind, sind verwischt, verdampft in gewisser Weise. Also ein großer Teil zumindest davon. Jedenfalls würde es nicht ausreichen, um den Organismus mehr als 3, von mir aus 3,5, 4 Tage im Extremfall zu erhalten. Aber dann braucht er die Erfrischung aus der kosmischen Weisheit, aus der Astralwelt. Also aus der kosmischen Sternenwelt, die kosmische Kraft, dort kommt das Leben her, dort kommen die Vorbilder dafür her, nach denen die Ätherkräfte sich richten und nach denen sie unsere Körperlichkeit immer wieder regenerieren, erneuern, heilen.
Ja, wo sogar Lebenskräfte geschaffen werden können, da müssen wir aber auch im wachen Leben sehr bewusst arbeiten, dass das funktioniert, dass wir so einen Überschuss bekommen, dann jetzt an Lebenskräften, an Vorbildern für die Lebenskräfte, dass wir die sogar frei verschenken können. Dann wirken wir heilend. Im Zusammenhang mit den anderen Menschen, im Zusammenhang mit der Natur, dann geht eine heilsame Wirkung von uns aus. Das wäre ein Ziel für die nächste Zeit. Steiner spricht sehr deutlich davon, er nennt das den sogenannten hygienischen Okkultismus. Und er sagt, gerade Europa ist prädestiniert dazu, diese Kraft in näherer Zukunft zu entwickeln. Das heißt, dass wir einfach wirklich so starke Lebenskräfte entwickeln, dass wir sie an die Umwelt verschenken können. An unsere Mitmenschen, an die Natur draußen, ohne dass jetzt größere äußere Manipulationen da sind. Sondern dass eben eine stärkende Kraft von uns ausgeht, die die Ätherkräfte der Mitmenschen oder auch der Natur speisen kann, bis zu einem gewissen Grad. Da müssen aber immer weiche, astralische Bilder in uns sein, die sich eben in den Bildekräften des Ätherischen dann abbilden und das verschenken. Jetzt fragt man sich, wie verschenke ich das? Muss ich das irgendwo aufmachen und etwas rausschütten? Nein. Es ist einfach in der Art, wie wir durch die Welt gehen, wie wir sprechen in der Welt, wie wir schauen in die Welt, mit welchem Bewusstsein wir da drin leben. Dann geht es. Durch jeden Blick geht etwas durch. Und Blick ist jetzt nur ein Symbol für alle Sinne. Indem wir mit den Sinnen wahrnehmen, die Welt dabei sind, uns verbinden damit. Dann strömt da etwas Ätherisches drüber. Mit jedem Ton kann das sein. Mit jedem Lichtstrahl kann das sein. Da verbindet sich etwas. Wir fangen dann an, nicht nur zu konsumieren von der Welt draußen, von der großen kosmischen Welt, sondern wir fangen an, wirklich selber auch produktiv zu werden. Wir können eine kleine, aber doch für unsere Welt sehr wichtige Lebensquelle werden. Dazu müssen wir aber natürlich auch unser Seelisches, unser Astralisches reinigen. Aus einem verunreinigten Astralischen können keine guten Ätherischen Vorbilder entstehen. Ein praktischer Nebeneffekt ist, dass wir auch unserer eigenen Gesundheit förderlich sind, weil wir eben dann nicht Ätherkräfte unnötig zerstören, sondern im Gegenteil unser Astralisches versorgt sich sogar wieder mit neuen Vorbildern, die der Ätherleib eben braucht, der Bildekräfteleib. Er braucht diese seelischen Vorbilder, die natürlich ihren letzten Ursprung im Geistigen haben, aber so geht das halt stufenweise herunter.
Und das ist ein Ziel und wird mit Sicherheit auch kommen, wenn man es sich heute noch nicht vorstellen kann, wo heute nur vielleicht ein leiser Vorgriff dessen ist, dass heute schon manche Mediziner davon sprechen, naja, aber nur mit der physischen Behandlung allein ist es nicht getan. Es spielt das Seelische auch eine Rolle. Auch wenn wir nicht wissen, was die Seele ist, aber da gehört noch etwas dazu. Das spielt schon eine Rolle. Das muss man auch irgendwo berücksichtigen. Einzelne sprechen schon davon, dass das, was früher noch selbstverständlich war, weil es jetzt in unserer technisierten Zeit, also namentlich im 20. Jahrhundert, es hat schon im 19. Jahrhundert begonnen, aber im 20. Jahrhundert war es dann schon sehr stark und jetzt ist es praktisch allgegenwärtig. Ich meine, Medizin heißt heute im Grunde, ohne dass ich wem was ans Zeug fliegen will, aber es heißt, er repariere, wenn was kaputt ist im Organismus. Er repariere es in irgendeiner Form. Ja, es werden interessante Dinge gemacht und keine Frage, das will ich ja nicht jetzt verteufeln oder was, nur das alleine ist zu wenig. Es gehört mehr dazu. Und wir könnten einfach als Menschen gesünder sein, wenn wir diese Kräfte wecken können. Gesünder selber und sogar einen Überschuss erzeugen, indem wir dann heilend wirken auf andere. Stellt euch eine Gesellschaft vor, wo jeder für den anderen heilend wirkt. Ohne dass er jetzt großes Prämporium macht und große Beschwerungen oder so, überhaupt nicht. Einfach durch die Art, wie man ist. Man strahlt etwas von dieser Lebenskraft, von dieser Liebeskraft aus. Es ist dasselbe. Oft erwähnt, Liebe, wirkliche Liebe ist nicht nur ein Gefühl oder was, sondern es ist Verschenken von Lebenskraft. Das ist die eigentliche Essenz sogar. Und das astralische Mitschwingen, die Wölfe dabei, das ist noch so ein bisschen die Hilfe, dass wir überhaupt eine Sympathie entwickeln und eine Verbindung mit anderen Menschen. Aber das wird in der Zukunft etwas sein müssen, was wir ganz bewusst entwickeln. Es wird nicht einfach so uns überfallen, sondern wir werden sehr viel wacher und bewusster dabei sein in der Zukunft. Wir werden viele jetzt fürchten, da wird aber das Leben nicht mehr so schön sein wie heute, weil es ja gerade so, wenn so die Gefühle einen überkommen und es uns überrollt und die alles zusammenführen, es wird bewusster werden. Auch wie die Menschen zusammenfinden. Ganz bewusst. Das heißt, es wird bewusst da sein, auch welche karmischen Verbindungen sind da, auch wenn sich Eltern verbinden und dann ein Kind hereinkommt. Das wird ganz bewusst sein. Das heißt, das sind dann seelisch-geistige Wahrnehmungen, die ganz konkret mit dem Leben, in dem man drinnen steht, etwas zu tun haben. Es wird anders werden. Es wird wacher, es wird bewusster werden.
Der Krieg aller gegen alle, die Scheidung der Geister und die soratischen Mächte 01:27:35
Und damit ist verbunden eben auch diese wirkliche Veränderung des sozialen Zusammenlebens. Aber das gehört alles in unsere Kulturepoche hinein, das vorzubereiten. Dann wird die nächste Kulturepoche startend damit können, dass wir wirklich eine soziale Gemeinschaft der Menschen bilden, die auf dem Prinzip, ja wie soll ich es jetzt nennen, Brüderlichkeit wird es oft genannt, aber wo wirklich von Mensch zu Mensch, ohne Anschauung des anderen Menschen, ohne zu sagen, du bist mir sympathisch, die mag ich gar nicht mit dir, will ich nichts zu tun haben, sondern wo man die Kraft jedem Menschen gibt, egal, auch muss nicht eine karmische Verbindung aus der Vergangenheit sein, aber wir können eine neue Verbindung anknüpfen, indem ich nur anderen Menschen vielleicht vorbeigehe und ihnen anlächle. Wie auch immer, ein Moment ist vielleicht nicht für dieses Leben wichtig, ist aber ein Antrieb zum Beispiel, wo man etwas schafft für eine nächste Inkarnation, wo man einander begegnet und wo schon drinnen liegt ein Impuls für die Zukunft drinnen. Also es ist nicht nur ein Lächeln, das ist halt die äußerliche Seite, aber da ist ein Wissen dahinter, ein Wissen, wir könnten gemeinsam eine Aufgabe lösen in der nächsten, in der übernächsten Inkarnation, obwohl wir einander vorher noch nicht karmisch begegnet sind. Es gibt ja immer wieder Neubegegnungen auch noch. Es wird natürlich seltener, weil wir schon so oft auf Erden waren und wir haben sehr viele karmische Verknüpfungen, aber fertig sind wir dann, wenn wir mit allen Menschen diese Verknüpfung haben und wenn wir sie aufgelöst haben, die vielleicht damit verbundene karmische Schuld. Eine Riesenaufgabe. Das wird die nächste Kulturepoche sein. Da wird es dann ganz besonders darum gehen und jetzt als Idealbild genommen, natürlich wird durch die Wirkung der Widersacher manches auch nicht so gut gelingen, wie man es uns vielleicht wünschen würde, aber eine Perspektive ist damit gezeichnet auf jeden Fall.
Also das heißt, wir werden als Menschen noch ganz anders sein in unserem Verhalten, in unserer Wahrnehmung der anderen Menschen. Wir sind gerade jetzt in unserem materialistischen Zeitalter, im Grunde ist es eine Katastrophe, wir haben im Grunde so im Schnitt genommen wenig Ahnung von uns selbst und noch weniger Ahnung von den anderen, denen wir begegnen und warum wir ihnen begegnen. Es ist aber jetzt die Zeit, mit dem Ende des Kali Yuga, das heißt mit Ende des 19. Jahrhunderts, Anfang des 20. Jahrhunderts, geht es dorthin, dass wir diese Fähigkeit entwickeln können, wenn wir wollen. Zwingen tut uns niemand dazu. Also wir müssen es selber wollen und selber wollen heißt halt immer, sich selber dazu zu zwingen, weil das eigene Wollen, das freie Wollen ist doch vor die Eisenbahn drüber, das ist ein Muss eigentlich. Wenn ich diesem Muss, das ich mir selber setze, nicht folge, dann führe ich mich selber eigentlich ad absurdum. Also das macht mich nicht unfrei, aber wenn ich sage, aha, jetzt wird es aber anstrengend, na eigentlich lasse ich es lieber doch, dann widerlege ich mich selber im Grunde. Ja, wird immer wieder passieren, keine Frage, es ist oft passiert in der Menschheitsentwicklung, aber es muss klar sein, dass wir uns dann halt selber verleugnen, in Wahrheit, dass wir unser eigenes Ich verleugnen. So wie der Petrus halt den Christus verleugnet hat. So neigen wir dazu, unser eigenes Ich zu verleugnen auch, immer wieder. Vor allem dort, wo es dann scheinbar anstrengend wird oder wir sagen, nein, das kann ich nicht, jetzt nicht, die Zeit ist noch nicht reif. Und das sagen wir dann halt x Inkarnationen lang, also wir sagen es schon lang genug durch viele Inkarnationen. Und Gott sei Dank hat uns die Engelwesenheit, die uns begleitet, hingeschubst zu den karmisch notwendigen Situationen, die ja nur zu unserem Heil sind, auch wenn sie unangenehm sind. Aber das ist praktisch vorbei. Wir müssen jetzt die Erfüllung unseres Karmas, unseres Schicksals wollen. Und wir können sogar darüber hinaus gehen, wir können neues Karma anspinnen, indem wir einem Menschen etwas schenken, ohne dass wir ihm was schuldig sind. Nämlich Liebe schenken, Lebenskraft schenken. Und das sind die Kräfte, die eigentlich die nächste Kulturepoche bauen, vorbereiten. Und dann haben wir halt wieder eine ganze Kulturepoche Zeit, aus dem etwas zu machen. Aber wenn wir es nicht jetzt vorbereiten, dann wird es nicht sein. Und wenn das in genügendem Maß passiert, dann kann das eine sehr fruchtbare Epoche werden. Ich meine, es ist auch unsere im Grunde sehr, sehr fruchtbar, weil wir eigentlich sehr viel Fähigkeiten lernen können und sehr bewusst lernen können. Aber wir werden noch nicht alle Früchte ernten, sozusagen, davon. Es ist jetzt diese Kulturepoche, in der wir jetzt drinnen stehen, ist halt auch ein bisschen eine mühsame Epoche, in der wir einfach arbeiten müssen und die Früchte nicht gleich sehen, sondern sagen, ja, da muss ich jetzt vielleicht noch zwei, drei Inkarnationen durch, um diese Kraft auszubilden. Und dann ist sie da. Sie wird ihre Frucht tragen. Sie wird sie tragen, vor allem in der nächsten Kulturepoche. Und da kommen wir halt vielleicht noch zwei, drei Mal herunter und sind noch auf dem Weg und können die Früchte noch nicht, zumindest nicht zur Gänze ernten. Aber wir können schon etwas bewirken. Wir können schon eine gewisse Heilsamkeit im sozialen Zusammensein entwickeln jetzt. Aber das muss jeder Einzelne wollen.
Es ist doch jetzt in unserer Zeit immer wieder und mit Recht das große Thema, wie kommen wir aus den Kriegen heraus, wie können wir es schaffen, dass nicht ununterbrochen Kriege sind. Ich meine, das 20. Jahrhundert war die Katastrophe schlechthin schon. Und was haben wir gelernt daraus? Nichts. Oder wenig. Es gibt immer noch schreckliche Kriege, die völlig unnötig sind. Und es ist noch immer im Grunde das erste Mittel, zu dem gegriffen wird, wenn Uneinigkeit irgendwo herrscht. Und es wird verstärkt in den Wirkungen dadurch, dass wir diese todbringende Technik entwickeln. Die ist eben das Tote. Und wir haben eine raffinierteste Technik, um noch mehr Tod, Tod, Tod in die Welt zu bringen. Und das kann man nicht durch einen Entschluss von Politikern beenden alleine und nicht durch den sogenannten guten Willen der oder jener Leute. Der gute Wille muss ganz praktisch darin bestehen, dass jeder an sich arbeitet. Jeder oder möglichst viele. Anders wird es nicht in den Griff bekommen sein. Es geht nicht darum, dass wir jetzt endlich mal den richtigen Politiker finden, der sich nicht wieder in den nächsten Krieg stürzt, als er vorhin bei den Großmächten oder so. Das allein wird nicht genügen. Die Gewalt ist im Kleinen genauso da. Und die führt dann zur Gewalt im Großen. Das sieht man ja. Wir sind jetzt wirklich in einer entscheidenden Phase diesbezüglich. Weil doch natürlich Kriege hat es immer gegeben. Das ist schon klar. Es hat aber auch viele seelische Verbindung gegeben zwischen den Menschen, innerhalb einer Gemeinschaft zumindest. Heute wird es immer schwächer und immer schwieriger. Es ist also bei weitem noch nicht der Zustand, der dann der Krieg aller gegen alle ist, aber es wird schon etwas spürbar. Jeder rauft darum, irgendwie nicht unterzugehen und tritt den anderen hinunter. Das ist vielfach heute schon da. Nicht bei allen Menschen, das ist schon klar, aber wir dürfen uns nicht in Sicherheit wiegen, es sind nur ein paar Außenseiter, es werden mehr. Es werden mit Sicherheit mehr. Man sieht ja auch wie heute in der Welt, in den Schulen, selbst bei uns irgendwo in den Schulen, in Europa oder in Amerika überhaupt, wo dann so viel Gewalt herrscht, wo Waffen eingeschmuggelt werden und alles mögliche. Und wo man sich fragt, um was geht es eigentlich? Was ist die Ursache dafür, dass dann die Gewalt ausbricht? Weil sie mit sich selber nicht fertig werden. Mit sich selber nicht. Sie kämpfen gegen sich selbst, aber zugleich laden sie es auf die anderen ab. Aber eigentlich kämpfen sie gegen sich selber. Also so viele Terroristen oder Selbstmordattentäter oder dergleichen, eigentlich arbeiten sie gegen sich selbst im Grunde. Und nur sie erweisen dann die anderen mit. Und das ist so viel da. Wenn ich schon untergehen muss, dann müssen die anderen mit untergehen. Das wird immer mehr kommen als Gesinnung im Untergrund, wenn wir nicht etwas dagegen setzen. Wenn wir nicht etwas entwickeln. Und da ist wirklich jeder Einzelne gefragt. Da ist es nicht mehr getan, dass eine Kirche da ist, die stark genug ist, den Impuls den Menschen so hinzugeben, dass sie dem brav folgen.
Wobei wir ja wissen, dass es in der Vergangenheit auch nicht immer funktioniert hat. Selbst die Kirchen, die Religionen selber gegeneinander gekämpft haben oder was. Ich meine, bitte, schaut euch an vom Neuen Testament beginnend, vom Alten Testament beginnend, gerade im Neuen Testament ist es anders interessanterweise. Das ist aber das Einzige. Nur die christliche Kirche hat sich nicht immer daran gehalten, sondern die war auch ein großer Kriegsherr in vielen Zeiten. Mit mehr oder weniger edlen Motiven, wie auch immer, aber jedenfalls mit keinem Verständnis dafür. Wo es trotzdem um die Macht ging, wie auch immer, sicher, weil man das Christentum retten wollte gegenüber anderen Dingen, das mag ja alles sein, aber verstanden hat man nicht, wie es ist, das Umgehen mit dem fremden Menschen. Nicht einmal mit sich selbst. Man ist nicht einmal mit sich selbst im Frieden. Wie viele Menschen heute sind mit sich selbst nicht im Frieden, sondern hadern mit sich selbst. Und aus dem heraus, ich meine, da sieht man ja ganz deutlich, viele solcher Selbstmordattentäter, die hadern in Wahrheit mit sich selbst. Sie sind mit ihrem ganzen Leben unzufrieden. Und sie sagen dann, ja, irgendwer ist schuld, nur nicht ich. Aber bis zu einem gewissen Grad stimmt es ja sogar, weil sie einfach in eine Umgebung kommen, die seine Probleme nicht versteht. Und da bräuchte es viel, da bräuchte es viel an Lebenskraft, an Liebeskraft, um solchen Menschen zu zeigen, du bist als Mensch angenommen hier. Das hat jetzt gar nichts mit der Flüchtlingsgeschichte zu tun. Das ist nur ein Teilaspekt davon. Es ist ja kein Wunder, warum heute alles durcheinandergewürfelt wird, weil wir das als Menschheit lernen sollen in der Kulturepoche. Wenn wir es in der Kulturepoche nicht lernen, über das hinwegzukommen, dann wird die nächste Kulturepoche armselig werden. Dann wird es nicht funktionieren, dann wird es keine Kultur der Brüderlichkeit sein, sondern dann wird das schon frühzeitig hervorbrechen, eben dieser Krieg aller gegen alle, der unvermeidlich kommen wird sowieso, weil ein Teil der Menschheit eben bereits so stark den Widersachern verfallen ist, dass sie keine Chance mehr haben, anzukommen dagegen. Wir müssen natürlich alles tun, um jedem zu helfen, da herauszukommen. Aber es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mit allen gelingen. Daher ist das, was Rudolf Steiner ja nicht ohne Grund gesagt hat, die Zeit der Kulturepochen, also unsere sogenannte Wurzelrasse oder wie man es nennen will, unser großer Kulturzeitraum, also das Zeitalter der Kulturepochen, es wird zugrunde gehen am Krieg aller gegen alle. Und dann wird ein kleiner Teil der Menschheit noch in irgendeiner Form existieren. Es werden alle sozialen Strukturen zusammengebrochen sein. Es wird die Erde ganz anders ausschauen als jetzt. Ihr wisst ja, was Rudolf Steiner nicht umsonst sagt, die Erde wird ein selbsttätig funktionierender elektrischer Apparat werden bis zu einem gewissen Grad. Das wird also den Sterbeprozess der Erde natürlich beschleunigen, das ist ganz klar. Aber es wird einfach Realität werden. Das sagt Rudolf Steiner ja auch recht deutlich, dass das also praktisch nicht zu umgehen ist.
Das heißt trotzdem nicht, dass die gesamte Entwicklung scheitern muss, aber es hängt wesentlich von uns ab. Und das ist jetzt die Epoche, in der wir jetzt drinnen stehen, ist insofern ein entscheidendes Zeitalter. Da werden Weichen gestellt. Sicher, jedes Zeitalter hat große Entscheidungen gebracht, aber jetzt gerade unser Zeitalter, wo das Charakteristische ist, eigentlich erst jetzt seit unserem gegenwärtigen Zeitalter, seit dem Bewusstseinsseelen-Zeitalter ist wirkliche Freiheit möglich. Wirkliche Eigenverantwortung des Menschen. Jedes Menschen. Jetzt ist es möglich. In der Vergangenheit war das in dem Maße nicht möglich. Da konnte diese Kraft natürlich auch in den Menschen leben, aber indem es getragen war durch die soziale Gemeinschaft. Jetzt müssen wir es durch uns selber tragen. Und wenn die ganzen herunter rum alle nichts davon halten, ich kann es trotzdem. Und ich ziehe es durch. Und wenn ich es nicht aus eigener Kraft durchziehe, sondern nur mich mitschleppen lasse von den anderen, dann wird es nicht funktionieren. Dann kann ich zumindest nicht wirklich was beitragen dazu. Da ist ein riesiges Aufgabengebiet. Es ist wirklich zu entwickeln. Diese soziale Kunst, diese soziale Technik sogar, wie die Welt zu gestalten ist, dass die Menschen miteinander leben können, miteinander umgehen können. Also das heißt, die nächste Kulturepoche, und das ist ja etwas schon, was in Richtung Aufbau des neuen Jerusalem hinweist. Die nächste Kulturepoche ist ein wesentlicher Schritt dazu, dass das wirklich passieren kann. Und das wird dann halt dazu führen, natürlich zu einer gewissen Scheidung der Geister. Das haben wir ja oft gesprochen. Das heißt, ein Teil der Menschheit wird zunächst einmal diesen Weg nicht mitgehen können. Hoffentlich sind es nur wenige, aber die Gefahr ist, dass es doch ein nicht so geringer Teil der Menschheit zunächst einmal ist, der also ganz in diese soratische Reichen rübergeht. Das ist die Gefahr. Dass gar niemand dort rübergeht, das wird es mit ziemlicher Sicherheit nicht spielen. Ich will nicht unken, aber es ist halt schwierig. Es wird sehr schwierig und gerade die soratischen Mächte sind sehr stark. Wir haben keine Möglichkeit, sie zu erlösen oder von ihrem Weg abzubringen. Die Möglichkeit haben wir nicht. Aber wir müssen lernen, ihnen zu widerstehen. Und das ist wesentlich schwieriger als der Umgang mit den luziferischen, mit den ahrimanischen und sogar mit den asurischen Kräften. Bei all diesen Kräften haben wir eine gewisse Chance zumindest, wenn wir wirklich energisch arbeiten, eine große Chance zumindest ihnen nicht zu verfallen, uns nicht hineinziehen zu lassen. Aber die Menschen, die sagen, ja ich bin wie ich bin, schauen wir, wo uns das Leben hinführt, die nicht also ganz bewusst für ihre eigene Entwicklung Verantwortung übernehmen und sich bewusst sind, ich arbeite nicht nur für mich, sondern ich arbeite, indem ich an mir arbeite für die ganze Menschheit. Das ist der Punkt. Also es geht nicht nur darum, dass ich besser, fähiger und sonstiges werde, sondern das ist ein Mittel dazu, durch das ich aber für die ganze Menschheit arbeite. Weil nur die Menschen, die so an sich arbeiten können, dann diese neue große Menschheitsgemeinschaft bilden. Das gilt schon für die nächste Kulturepoche. Nur die, die so an sich gearbeitet haben. Die anderen, die noch voll dem Einfluss der Widersacher unterliegen und dem deshalb unterliegen, weil sie sich gar nicht aufgewacht haben, dagegen aufzustehen und an sich zu arbeiten, die, davon wird ein gewisser Teil eben in dieses soratische Reich hinübergehen. Das ist der Punkt.
Und dann wird es, wenn wir nicht jetzt schon anfangen, dann wird es schon in der nächsten Kulturepoche schwierig. Dann wird die Kulturepoche der sogenannten Brüderlichkeit oder wie immer man es nennen will, halt nur sehr flau ausfallen. Und das heißt, es wird aber dadurch dann für die Menschheit insgesamt noch, noch viel schwieriger. Weil sicher diese Menschen, darüber haben wir ja auch oft gesprochen, bis zu dem Zeitpunkt des neuen Jupiter, können sich die Menschen noch retten von dort oder können gerettet werden, aber dann wird es auf jeden Fall sehr viel schwieriger. Also wir machen jetzt schon entscheidende Stufen, damit das dann möglich ist, auch überhaupt. Das heißt, wir können jetzt nicht mehr staflos sagen, da ist ja noch so viel Zeit, natürlich. Stellt euch vor, eine ganz neue Weltentwicklung im Grunde. Die Erde ist Geschichte geworden, geht ja jetzt noch, wenn sie als physische Erde verschwindet. Ja, wenn sie als physische Erde zerfällt und unser ganzes Planetensystem zerfällt, dann hat trotzdem die Erde noch eine lange Entwicklung, bis überhaupt der nächste Zustand, nämlich dieser neue Jupiter da ist. Da haben wir gesprochen, wenn das Physische zerfällt, dann geht das Ganze in einen astralischen Zustand über, also in einen seelischen Zustand. Da ist aber immer noch die Erde da. Sie ist zwar äußerlich, physisch nicht vorhanden, aber sie ist als ein seelisches Gebilde vorhanden. Unser ganzes Planetensystem ist als das vorhanden. Und weil viel von der kosmischen Weisheit zum Beispiel, die wir jede Nacht aufnehmen, damit unser Astralleib wieder von der Sternenwelt aufnehmen kann und dann damit den Ätherleib versorgen kann, so wird dann der Zustand der ganzen Erde oder unseres ganzen Sonnensystems sein. So wie das jetzt im Hintergrund ist. Aber das Physische wird weg sein. Und dann geht die Erdentwicklung dann noch weiter, dann geht sie noch weiter, dann geht sie in den sogenannten Rupa-Zustand über, das ist also ein reingeistiger Zustand, das heißt nicht einmal das Astralische ist mehr da, sondern da sind jetzt, wenn man es in menschlichen Worten fassen will, die gestaltenden Ideen da, die die Erde ausmachen. Also eben auch das, was schon ein bisschen dann angedeutet wird im neuen Jerusalem, also das Ziel der Erdentwicklung, was da dann durch die Würfelgestalt im Grunde beschrieben wird, das ist ein Bild, man darf sich nicht denken, dass jetzt irgendein äußerer Würfel irgendwo da sein will, aber sozusagen die Idee der Erde, die ausgeformte, gestaltete, gereifte Idee, aber die geht dann noch in den A-Rupa-Zustand über. Und da verschwinden die ganzen Formen wieder, aber es bleibt die schaffende Kraft, die das hervorgebracht hat. Die bleibt als Essenz über.
Also das heißt, unsere ganze Welt, selbst wenn ich jetzt betrachte das vom alten Saturn bis zum Vulkanzustand, jede dieser Welten, die bis ins Physische zunächst einmal sich verdichtet hat, in der Vergangenheit auf jeden Fall, und in der Zukunft wird es ein bisschen teilweise anders werden, aber alle diese Zustände gehen ja jeder für sich durch sieben Zustände durch. Sieben große Dinge. Und unsere Erde ist entstanden aus einem A-Rupa-Zustand. Also rein geistig. Das heißt, da ist nicht einmal noch die Idee geformt, sondern nur die Schöpferkraft pulsiert sozusagen, aus der diese Idee geboren wird, aber sie ist noch nicht geboren. Es ist noch alles geistig in Bewegung, wie das werden könnte und werden sollte. Es gibt sozusagen noch kein fertiges Konzept, kein Plan, wie das laufen sollte, wie man es umsetzt. Ihr wisst, der eigentliche Schöpfungsplan für überhaupt die ganze Kette ist sehr einfach. Es geht darum, das erste geistig freie Wesen zu schaffen. Außerhalb des göttlichen. Das göttliche hat es sowieso in sich. Das heißt sogar, dass das neugeborenste geistige Wesen, nämlich wir, dass die die Freiheit bekommen. Sie sollen mitarbeiten am Schöpfungswerk, weil in der Zukunft alle geistigen Wesen aus eigenem Schöpferischen mitarbeiten sollen. Nicht nur empfangen und umsetzen, sondern mitbeitragen. Das, was von oben kommt, verbinden mit dem, was von unten kommt. Sogar vom Kleinsten. Und wir sind im Moment die Kleinsten sozusagen. Ja, Elementarwesen ist wieder ein anderes Kapitel, aber von den geistigen Wesen sind wir das Jüngste, das Kleinste und wir sind die Wegbereiter der Freiheit. Für alle anderen Hierarchien. Das ist das, was man ja auch im Hintergrund sehen muss, dass die anderen, die viel älter sind als wir, viel weiser eigentlich sind, viel mehr Fähigkeiten haben als wir, die man sich gar nicht vorstellen kann. Ich meine, Seraphim, die Verbindung halten im ganzen Kosmos, zwischen allen Sternensystemen, die es gibt. Wir brauchen ja nicht glauben, dass wir das Einzige da sind. Das war schon die Erschütterung, dass man sagt, vielleicht sind wir gar nicht die Einzigen da und nur alles dreht sich um uns. Wo symbolisch die Tat des Kopernikus ist, also nicht mehr die Erde im Mittelpunkt, sondern die Sonne, eh nur die Sonne. Aber wir sind nicht mehr das Zentrum der Welt, um das sich alles dreht. Aber solche Welten gibt es, ich weiß nicht wie viele, es gibt Trillionen von Sternen und die meisten von ihnen sind Systeme, wo sich etwas entwickelt. Mit ziemlicher Sicherheit. Also dass viele Sterne auch Planeten haben, das kann man heute schon äußerlich zeigen. Und das ist wieder etwas, was uns die äußere technische Naturwissenschaft näherbringt irgendwo. Wir könnten es natürlich auf geistigem Weg auch erfahren, weil wir haben ja schon öfter davon gesprochen, jeder Mensch hat seinen Stern oder seine Sterne in der Region. Das heißt, wir sind sehr eng geistig verbunden mit einer ganz anderen Welt irgendwo auch, wo Geiste gewesen sind, wo wir natürlich nicht in physischer Form irgendwo auf diesen Welten spazieren, wo der Stern, nämlich vor allem mit den Sternen sind wir verbunden, gar nicht mit den Planeten. Man braucht nicht glauben, dass wir dann dort irgendwo spazieren werden, so wie man jetzt die Träume hat, dass man am Mars vielleicht spazieren geht, das wäre eh nur lächerlich. Aber auch dort werden wir nicht so spazieren, um das geht es gar nicht. Aber wir sind mit den geistigen Wesen dort verbunden. Und zwar mit ganz bestimmten, und das ist Ausdruck unserer Individualität bei jedem Menschen anders. Keiner mit den genau gleichen. Es gibt Überschneidungen, aber wir sind mit ganz bestimmten, hohen, höchsten geistigen Wesen verbunden. Weil die den Zusammenhang überhaupt zwischen den ganzen Systemen leiten, dirigieren irgendwo, überwachen, ich weiß nicht, wie man das ausdrücken soll, die also ein Bewusstsein dafür haben, wie das zusammenwirkt. Wir können es nur ahnen im Moment einmal irgendwie. Aber das sind die Seraphim, die sind die oberste Hierarchie eigentlich unter der Trinität, und die schauen den ganzen Zusammenhang. Die Weltschöpfung ist viel größer als das kleine Ding, was wir jetzt überschauen. Die Seraphim überschauen das Ganze, aber sie sind trotzdem nicht schöpferisch frei. Wir, die kleinen Menschlein, die da jetzt auf der Erde herumgrabeln und im Umfeld davon sich dann bewegen, im Leben zwischen Tod und neuer Geburt, da steigen wir dann tatsächlich bis in die höchsten Sphären auf, aber da wissen wir dann meistens wieder nichts, wenn wir zurückkommen. Wir gehen ja hinaus, wir gehen in die Sternerregion, mit der wir besonders verbunden sind, und die ist dann das Tor, durch den wir sogar jenseits des fassbaren Sternenhimmels noch sind, wie das der Dante auch so schön beschreibt. In Wahrheit sind auch die ganzen geistigen Wesenheiten, die Hierarchien, die leben nicht jetzt äußerlich auf den Sternen, die sind jenseits dessen noch. Beschreibt er ganz richtig. Also dort, wo wir über die Grenze des, astronomisch müsste man sagen, über die Grenze des sichtbaren Universums hinaus sind, über die Grenze des irgendwo physisch in Erscheinung tretenden Universums hinaus. Dort erleben wir die Welten mit der Nacht, das ist der Bereich. Dort steigen wir in die höchsten Bereiche des Devachans aus, des Geisterlandes, oder wie es Rudolf Steiner auch nennt. Dort sind die höchsten Bereiche. Es fängt an, wir treten über, wenn wir über die Saturnsphäre, also über unser Planetensystem hinauskommen, fängt es an einmal. Aber das ist der Anfang, und der Weg ist weit. Wir durcheilen ihn nicht räumlich, wir durcheilen ihn als seelisch-geistiges Wesen. Und dann nehmen wir aber alles mit, wir sind lange Zeit mit einer bestimmten Kolonie geistiger Wesenheiten verbunden, die wieder auch zunächst einmal äußerlich noch mit einer bestimmten Sternerregion zu tun haben, und dann geht es aber weiter. Dann erst, dann erst taucht man ein, irgendwann in die Welten mit der Nacht. Da sind wir über die Grenze hinaus, wo irgendetwas äußerliches, physisches, sinnlich erfahrbares Merkzeichen da ist. Sagen wir besser sinnlich erfahrbares Merkzeichen. Es ist ja auch nicht wieder gesagt, dass alles was da draußen ist, so physisch ist, wie wir es da auf der Erde haben. Das ist auch nur der Glaube der Wissenschaft heute, oder es ist eine Hypothese. Es ist noch gefragt, ob das wirklich genau so ist. Da können wir uns jetzt nicht darauf einlassen, ich habe auch keine Antwort darauf, aber man muss nicht alles so für die bare Münze nehmen. Auch wenn die Errechnungen stimmen und die Ergebnisse reproduzierbar sind, wie man so schön sagt, das sagt noch immer nicht, ob das mit der Wirklichkeit auch noch irgendwas zu tun hat. Das hat mit der Erscheinung der Wirklichkeit zu tun. Das ist alles Erscheinung. Das ist alles Bild nur. Einer zugrunde liegenden seelischen geistigen Wirklichkeit, die eigentliche Wirklichkeit. Im wahrsten Sinne des Wortes, nämlich von dort kommen die Kräfte, die wirken, die gestaltenden Kräfte. Die Naturkräfte, wie wir sie heute haben, das ist nur der abgestorbene Ausklang. Das ist sozusagen das Abfallprodukt, wenn ich das jetzt ein bisschen bösartig sage. Nein, so ist es nicht. Aber es ist nicht das schöpferisch geistige Selbst. Es ist nicht das astralische Selbst, nicht einmal das. Es ist nicht einmal die Ätherkräfte selbst. Es ist halt der physische Abglanz davon. Und das ist das Unwirklichste. Wir halten es aber heute so als Menschheit für das Allerwirklichste. Na klar, was ich angreifen kann, das ist ja sicher wirklich. Ja, aber es ist die schwächste Form der Wirklichkeit. Und von sich aus wirkt es nicht. Wenn die Physiker von Naturkräften sprechen und weiß ich nicht, welche Kräfte, alle Gravitation und elektromagnetische Kräfte und Kernkräfte und so weiter, dann ist das alles ein müder Abglanz von den geistigen Quellen, aus denen das eigentlich gespeist wird. Und diese Kräfte sind nicht die eigentliche Wirklichkeit. Sie sind eine Erscheinungsform. Für sich genommen, wenn das Geistige nicht dahinter wäre, eine unwirkliche Erscheinung, ein Spiegelbild eben. Das fällt unserem Denken heute komplett schwer, das ist auch ganz klar. Aber das ist halt die Anforderung, wenn man sich wirklich ernsthaft mit Geisteswissenschaft oder mit dem Geistigen beschäftigt, den man sich einmal stellen muss, zu sagen, also alles das, was ich glaube, dass die Wirklichkeit ist heute, was das Reale sozusagen ist, das ist eigentlich das Unwirklichste. Das heißt nicht, dass es unwichtig ist. Also die Auseinandersetzung mit diesen materiellen Erscheinungen, die aber eigentlich letztlich etwas Unwirkliches sind, sind ganz wichtig.
Wolfgang Pauli, der Geist der Materie und der Weg von der Imagination zur Intuition 02:02:44
In Wahrheit, wem begegnen wir in der Materie? Dem Herrn Ahriman, dem Geist der Materie. Das ist ja so toll, dass dieser Physiker Wolfgang Pauli, dass der das erleben konnte. Er konnte den Geist der Materie erleben und hat gehadert mit ihm. Er ist einer der Physiker, die genau erklärt hat, was Materie eigentlich ist und wie das funktioniert alles. Der den Atomaufbau geklärt hat und wie die Elektronenkonfigurationen sind und so weiter. Das heißt, der hat ganz klar im Intellekt das beschrieben hat. Aber auf der anderen Seite ist er gerade dadurch auch, nicht nur dadurch, das liegt natürlich in seinem ganzen Schicksal drinnen, aber eben auch wirklich zu der Begegnung mit den ahrimanischen Wesenheiten gekommen, mit dem Geist der Materie, wie er ihn genannt hat. Als Erlebnis, als Bild im Übergang vom Traum in den Wachzustand hat er das besonders stark erlebt und hat sich dann in Zusammenarbeit mit dem C. G. Jung geschult, diese Bilder noch genau erfassen zu können, sie irgendwie festhalten zu können, erinnern zu können. Weil gerade wenn es so aus der Traumphase kommt und nicht eine bewusste Imagination ist, eine vollbewusste, er war sich bewusst, dass er selber die Imagination macht, das ist schon interessant. Er hat gesprochen davon, vom malenden Schauen innerer Bilder, vom malenden Schauen innerer Bilder. Das heißt, er hat wirklich eine Ahnung davon gehabt, was Imaginationen sind. Da glotze ich nicht irgendwas an und das nehmen jetzt meine höheren Sinne natürlich auf, aber das steht halt da irgendwo in der geistigen Welt herunter, da steht nichts. Das Bild muss ich mir selber schaffen. Und indem ich mir bewusst werde dieses Schaffensprozesses, lerne ich dieses Wesen kennen. Sonst kann ich das Bild nicht aufbauen, das Wesen ist schon da, aber das ist bildlos.
Wie ich oft gesagt habe, wie schaut ein Engel aus? Gar nicht. Deswegen machen die Engelabbildungen trotzdem Sinn, aber sie sind ein Sinnbild. Der Engel ist nicht ein Mensch mit Flügeln, das ist er nicht. Das ist ein Bild, das wir uns machen. Das man im alten Hellsehen unmittelbar aus dem visionären Schauen heraus erlebt hat. Und wo man deutlich sieht, dass er die gewisse Abhängigkeit vom Kulturkreis, in dem diese Menschen gelebt haben, dann gibt es bestimmte Färbungen irgendwo, das ist ganz deutlich, das geht in die Schauung ein. Da sieht man auch, er macht ein wahrheitliches Bild, nur macht es nicht bewusst, sondern fast wie in einem Trancezustand entsteht es einfach. Das heutige imaginative Schauen macht Sinn, wenn wir es bewusst machen, wenn wir bewusst dieses Bild aufbauen. Man kann anfangen mit einem Engelbild und sich einmal das vorzustellen, aber das kann man als Ausgangspunkt nehmen, weil man hat ja keinen Anhaltspunkt, wie stelle ich mir etwas vor, was man sich eigentlich gar nicht vorstellen kann. Weil ich kann von einem Engel mir nur ein Sinnbild machen, also ein Bild, das die seelisch-geistige Konfiguration des Engels, sein Wesen zum Ausdruck bringt. Aber sinnlich kann ich mir das eigentlich nicht vorstellen, aber indem ich mir dieses Sinnbild, diese Imagination aufbaue, habe ich sozusagen einen Kontaktpunkt mit ihm gefunden. Sonst müsste ich da sitzen, eigentlich ist nichts da, und jetzt soll ich mit dem Nichts in Berührung kommen. Eine Stufe auf dem Weg ist, dass ich die Imagination aufbaue, die Imagination muss ich dann aber sogar wieder wegschaffen, und gerade wenn ich mir sie selber so bewusst aufgebaut habe, ist es schwer sie wegzuschaffen. Aber das Bild, das ich mir selber aufgebaut habe, zu verstehen, wieso ist das jetzt so, das kann nämlich eben nicht so sein, dass ich sage, aha, naja, gut, ich weiß eh, was ich tue, ich gehe von einem Engelbild aus mit den Flügeln und so, aha, ja, und das Eigentliche, dass ich zum eigentlichen Bild komme in der Imagination, das wird nicht einfach bei dem stehen bleiben. Das ist vielleicht eine Vorbereitung, aber das muss ich schon umgestalten, und dann entsteht ein Bild, von dem ich vorher keine Ahnung habe, wie das werden wird, aber wo ich bei jedem Schritt dabei bin, auch wenn das vielleicht in Sekunden passiert, aber wo ich das mitverfolge, wie das entsteht und spüre, ja, das stimmt.
Also dieses ganz starke Erlebnis, das Bild ist richtig. Das ist eine Steigerung dessen, was man nennen kann, Wahrheitsgefühl irgendwo. Es entsteht ein Bild durch meine geistige Wesenheit selber, ich entwerfe das Bild, niemand anderer, es ist nicht vor mir, hinter mir, sonst wo, es ist das Wesen da, aber es ist außerhalb des Raumes, in gewisser Weise sogar außerhalb der Zeit. Wenn man so will, weil das Geistige eigentlich des Wesens ist immer außerhalb von Raum und Zeit, aber ich spüre es sozusagen, ich nehme es wahr, aber noch nicht wie eine sinnliche Wahrnehmung, es ist kein Bild da, es ist kein Geschmack da, es ist noch gar nichts. Man spürt die Anwesenheit, das ist so, wie man manchmal erleben kann, hinter mir steht jemand. Man schaut gar nicht hin, irgendwie spürt man, da ist wer. Ah ja, wirklich, dann dreht man sich um, nur bei dem imaginativen Schauen kann ich mich nicht unterreden. Ich spüre nur die Anwesenheit eines geistigen Wesens, irgendwie spüre ich sie, es ist ein seelisches Erlebnis zunächst, es berührt werden durch eine geistige Wesenheit. Ich kann nicht sagen, ich betaste es, das kann ich nicht sagen, ich sehe es, ich höre es oder rieche es, ich fühle mich eigentlich wahrgenommen durch dieses geistige Wesen. Das ist es eigentlich. Und das spüre ich irgendwie. Das kann beim Geist der Elemente, also beim Geist der Materie, kann das sehr unangenehm sein. Also zu spüren, der Ahriman berührt mich jetzt, ich bin berührt von Ahriman, ist nicht unbedingt ein angenehmes Gefühl. Wenn man es jetzt wirklich zur Imagination erhebt, als Bild formt, dann hat es eben dieses Finstere, dann hat es die Kälte, die damit verbunden ist, diese schmerzende, eisige Kälte, die damit verbunden ist, der Schmerz, der Ahriman ist gebündelter Schmerz auch, er leidet ja auch unter dem. Das sind so ein bisschen die Empfindungen, die dabei auftreten können.
Und dann schaffe ich mir mein relativ individuelles Bild dessen. Heute ist es durchaus individueller. In alten Zeiten, wo es mehr noch aus einem halbbewussten Zustand entstanden ist, war es halt mehr einheitlich durch den Kulturkreis bedingt, in dem man gelebt hat. Heute wird jeder Mensch, der diese Imagination erlebt, sie anders schildern. Und derselbe Mensch, wenn er wieder an die Wesenheit herankommt, schildert es schon wieder beim nächsten Mal anders, weil er es anders in ein Bild umsetzt. Mit irgendwelchen festen Schablonen darf man da nicht kommen. Und was für uns so schwer ist, und da sind wir auch wieder komplett im Gegensatz zur materialistischen Wissenschaft, da geht es immer um Reproduzierbarkeit. Also bitte, wenn schon, du siehst einen Engel gut, jetzt schildern wir ihn jetzt gut und nächste Woche probieren wir es wieder. Dann wird es erstens einmal so sein, dass man wahrscheinlich nichts sieht, weil man das nicht erzwingen kann, sondern eine geistige Wahrnehmung ist da, wenn auch die geistige Welt es für notwendig hält, dass du jetzt den Einblick bekommst. Du musst dich bemühen darum, aber nur so als Spaß, weil du es jetzt ausprobieren willst, damit man es vielleicht wissenschaftlich erforschen kann, aus Jux und Tollerei passiert es nicht. Es besteht eine geistige Notwendigkeit darin. Und mit Sicherheit ist die Imagination beim nächsten Mal schon etwas anders. Sie ist nicht wiederholbar. Sie ist nicht wiederholbar. Sie kann im Extremfall sogar ganz anders sein. Und trotzdem erkennt man sich selber als dieselbe Wesenheit wieder, die jetzt einfach sich in ein anderes Bild formt, oder ich ein anderes Bild forme. Aber es ist ein Weg aus dem noch sehr dumpfen Spüren, da ist ein geistiges Wesen, das etwas konkreter zu fassen. Aber dann muss ich das Bild loswerden, weil das ist noch keine Wirklichkeit. Das ist ein Bild. Bilder sind keine Wirklichkeit. Bilder sind eine Wirklichkeit, aber das ist sogar bei der Imagination schon schwer zu sagen, weil der Engel schaut eigentlich nicht aus. Das ist ein Hilfsmittel, das ich überspringen muss. Die nächste Stufe ist dann, dass ich in die Inspiration komme. Dann kann man sagen, es ist wie ein geistiges Hören, wie ein Verstehen. Es ist das, was ich zuerst durch dieses Bild aufgebaut habe, jetzt die Bedeutung dieses Bildes wirklich bewusst erfasse. Das ist im Grunde nur ein Entwicklungsschritt, den ich selber mache in dem Prozess. Zuerst muss ich das Bild schaffen, jetzt sage ich, das stimmt, das Bild. Aber was ist das eigentlich, was ich da gemalt habe? Das heißt, ich habe noch selber keine ganz klare Vorstellung. Ich habe etwas gemalt und jetzt muss ich schauen, was bedeutet das eigentlich? Was ist das? Was sagt mir dieses Bild? Das ist nur ein Anhaltspunkt, dadurch, dass dieses geistige Wesen selber jetzt nämlich zu mir sprechen kann, durch dieses Bild. Das heißt, das Bild wird sprechen für mich, es beginnt mir etwas zu sagen. Das heißt nicht, ich habe es vorher schon und mal nachdem, aha, das will ich jetzt dastehen, so ist es eigentlich umgekehrt. Ich spüre die Berührung, ich schaffe ein Bild, in dem ich mich auf die Berührung einlasse, die führt mich in gewisser Weise, aber trotzdem ich gestalte. Dann habe ich ein Bild, jetzt ist die Imagination da, und jetzt weiß ich aber noch nicht, wer bist du eigentlich? Das kann ein luziferisches Wesen sein, wenn es ein sehr schönes ist, dann ist es ein luziferisches mit Sicherheit. Wenn es so prächtig ist und strahlend ist und hell und Licht und alles ist gut und Friede strahlt aus davon, dann ist es mit Sicherheit ein luziferisches Wesen. Nein, dann muss ich mal schauen, wer bist du wirklich? Dann muss ich das Bild wegschaffen. Das ist schwierig, weil das ist ein sehr starker Prozess, in dem man sehr stark engagiert ist darin, das Bild loszuwerden. Das ist so, wie man oft einen fixen Gedanken nicht loskriegt. Der Nachbar hat so blöd geschaut, was will der von mir? Was heckt der schon wieder aus? Der heckt gar nichts aus, der hat nur einfach über den Zaun geschaut. Aber ich fantasiere in ihn was hinein, was er tut, weil ich mag ihm halt irgendwie nicht. Oder wenn der schon schaut, das ist verdächtig. Und dann theatert man sich hinein, dass da ein Konflikt oder irgendwas wäre. Also wir hängen sehr an unseren Einbildungen. In gewisser Weise ist die Imagination auch eine Einbildung, aber nicht eine, die so aus dem Nichts kommt, sondern die halt wirklich im Zusammenhang steht mit der Begegnung, mit dem geistigen Wesen. Dass ich es aber auf erster Stufe nur fassen kann dadurch, dass ich mir dieses Bild schaffe, das für mich jetzt Ausdruck ist, dieses Wesens. Und ja, da werden sicher im gleichen Kulturkreis, wenn andere Menschen es sind, werden es wahrscheinlich ähnliche Bilder entwerfen davon. Aber es wird auch heute immer individueller werden. Also dass man sagen kann, wenn der Nächste die Imagination dieses Wesens hat, ist es durchaus vielleicht ganz anders. Kann durchaus sein. Also es geht eben so wie es heute in der Malerei nicht mehr darum geht, die Außenseite, die sinnliche Außenseite abzubilden, sondern eigentlich die geistige Seite dahinter abzubilden. Das ist das Großartige der modernen Malerei. Du erkennst äußerlich keinen Gegenstand mehr wieder, du weißt nicht mehr, was soll denn das eigentlich sein. Das sind nur Linien und Fortputzen oder Sonstiges und es ist ein präzises Abbild dessen, was dahintersteckt, nämlich in Wahrheit irgendein geistiges Wesen oder so. Ob der Maler das bewusst weiß oder nicht, ist eine andere Frage noch. Es gibt welche das wissen und andere wissen es nicht. Aber es ist irgendwas. Es ist eine seelische Kraft. Hinter der seelischen Kraft steckt aber immer irgendein seelisches Wesen natürlich, ein geistiges Wesen letztlich dahinter. Und das kommt da zum Ausdruck.
Das sind im Übrigen Schritte, dass man wirklich dorthin kommt, dass mehr und mehr Menschen auch den Mut aufbringen, ein Bild zu machen, sozusagen eine Imagination zu schaffen, die sonst noch niemand gemacht hat. Wo ich wirklich aus dem Erleben des geistigen Wesens, aus dem von ihm wahrgenommen werden, heraus dieses Bild vor mir auf meine Weise und dadurch Schritt für Schritt den Zugang zu dem Wesen kriege. Aber was das überhaupt ist, verstehe ich erst, wenn ich das Bild jetzt weg schaffe, auslösche, mich frei mache davon und das ist wahnsinnig schwer, weil jetzt habe ich mich so geplagt, das hinzukriegen. Auch wenn das vielleicht in Sekundenbruchteilen passiert in der Meditation, kann durchaus sein. Aber die Kraft, die da hineinfließt, ist gewaltig. Das darf man gar nicht unterschätzen. Das ist gewaltig. Das merkt man nämlich dann, wenn man das Bild wegschaffen will. Man sagt, bitte jetzt sterbe ich nicht mehr. Nein, es taucht auf, es ist hartnäckig, es verfolgt mich geradezu. Und wie wir immer dazu verführen, na jetzt schau dir die Linien genau an, die müssten dir doch was sagen. Nein. Die Inspiration, das Erkennen, das Sprechen des Bildes kommt, wenn ich das Bild ausgelöscht habe und vergessen habe eigentlich. Vergessen habe. Das heißt, ich hänge gar nicht mehr an dem, das war ein Hilfsmittel, eine Zwischenstation. Dann kommt als nächstes, dass es wie ein gedankliches Erfassen des Ganzen ist, aber ein lebendigen Gedankenerfassen. Also wirklich, wo man dem Wesen begegnet. Und dann sind wir aber immer noch nicht in der Wirklichkeit ganz drinnen, das ist immer noch Schein bis zu einem gewissen Grad. Dann kommt der nächste Schritt, Intuition eins werden mit dem Wesen. Es wirklich sozusagen von innen her kennen zu lernen, dass dieses Wesen für einen Moment zu sein, das ist ganz interessant.
Es ist interessant, dass das schon Scotus Eriugena beschrieben hat, wie das ist die Wahrnehmung des Engels. Ganz deutlich. Da schildert er genau das eigentlich, schon damals. Und das ist etwas, was überhaupt erst seit dem Mysterium von Golgatha möglich ist in der Form. Das ist aber eben keine alte hellsichtige Wahrnehmung mehr, sondern das ist eine, die aus der bewussten Geistesschulung hervorgeht. Und dort in die Richtung geht der Weg hin. Und das ist kein Hokuspokus oder sonst was das Interessante ist, dass man ja bei jedem Schritt da wachbewusst dabei sein muss. Das heißt nicht, dass ich es aus einem Plan heraus mache, aber selbst wach dabei bin, was ich da aufbaue. Vielleicht staune ich darüber, was ich da aufbaue. Ich weiß es eben vorher gar nicht. Staune, was da herauskommt. Dann bin ich fasziniert, welches Bild da herausgekommen ist. Und dann geht schon der nächste Schritt, jetzt lösche ich es wieder aus. Und auf einmal kommt die Idee, die Erkenntnis, wie soll man es nennen, so fast wie gehört, welches Wesen das eigentlich ist. Ich tauche ein in gewisser Weise. Das Wesen spricht unter Anführungszeichen zu mir. Nicht in Deutsch oder Englisch oder sonst wo, sondern in dem Sinn, dass es unmittelbar so spricht zu mir, dass ich es verstehen kann. Erkennen kann. Es ist, wenn man will, in Gedanken gesprochen, aber natürlich auch nicht in unseren abstrakten Gedanken. Sondern so wie vorher die Imagination ja eigentlich eine Weiterführung des Denkens ist, ein lebendiges imaginatives Denken geworden ist, das ist dieses Bildgestalten im Grunde. Das hat was mit dem Denken zu tun. So geht es jetzt weiter, dass ich ganz klar verstehe, was es ist. Und der nächste Schritt ist, ich werde eins mit ihm für einen Moment. Für einen praktisch zeitlosen Moment werde ich eins, aber dann weiß ich, was das Wesen ist. Dann habe ich es wahrgenommen. Und da gibt es keinen Zweifel mehr. Da ist jeder Zweifel weg. Wenn das funktioniert und ich mich nicht in Fantastereien verliere. Das ist halt noch die Schwierigkeit am Weg, dass man sich nicht in Fantasien verliert oder so. Die Gefahr ist natürlich groß, wenn ich das Bild selber schaffe, dass die Fantasie eine Rolle spielt. Die darf keine Rolle spielen. Sondern ich muss aus der Berührung mit dem Wesen, aus dem heraus, wie mich dieses Wesen berührt, spontan anfangen, das Bild zu formen. Und dann Weg zu schaffen, dann die Inspiration zu erleben, aha, es spricht zu mir, ich verstehe irgendwie, wo in welchem Zusammenhang dieses Wesen steht, ich kriege das irgendwie mit. Aber dann voll weiß ich es, erst wenn ich in die Intuition komme. Und dann bin ich eins geworden mit ihm. Und dann weiß ich es in gewisser Weise, weil ich das Wesen eigentlich für einen Moment geworden bin, mit der großen Hürde, was auch das Schwierige ist, was man bewältigen muss und warum man sich vorbereiten muss. In dem Moment bin ich weg. Wenn ich eins bin mit ihm, bin ich weg. Ich bin ganz dieses Wesen geworden. Und im Wieder-zu-mir-Kommen nehme ich etwas davon mit, eh nicht alles. Aber ich muss mich ganz in dem Wesen verlieren können, das heißt Intuition. Und beim sozusagen Wieder-zu-mir-Kommen, aber trotzdem etwas mitnehmen davon, das ist eh noch ein Bruchteil von dem Ganzen. Mehr geht halt nicht. Im geistigen Schulungsweg ist es auch immer ein großes Thema, zwischen dem von sich loslassen können, weil sonst kann ich nicht eintauchen in die anderen Wesen. Das heißt wirklich eintauchen in ein geistiges Wesen ist wirklich erfassend, kann ich sonst gar nicht. Fängt im Kleinen an, im sozialen Umgehen mit den Mitmenschen. Wenn ich mich auf einen anderen Menschen einlasse, vergesse ich mich selbst ganz eigentlich für einen Moment. Und ich muss dann aufpassen natürlich auch, dass das jetzt nicht so fortgeht, dass ich eigentlich mich selber verliere irgendwo. Die Gefahr ist durchaus da, dass ich mich verliere und eigentlich, ja wie soll ich sagen, nur mit dem anderen Menschen voll gehörig wäre geradezu. Und ja, der ist viel gescheiter, der weiß alles und da hänge ich dran und auf mich schaue ich gar nicht mehr. Nein, es ist gut, dass du das so machst, ich mache es anders, komplett anders. Sich trennen können auch davon. Also nicht drinnen bleiben, wir können nicht in der Intuition verweilen drinnen, dann löschen wir uns selber aus fast. Also da sind etliche Hürden, die es zu beachten gibt.
Es ist halt alles nicht so einfach, wie ich habe eine Vision. Ja, ich meine auch die Menschen, für die das in den alten Zeiten oder wie es im Alten Testament geschildert ist, dass die diese Erlebnisse haben konnten, wo sie allerdings bewusst gar nichts getan haben, sondern einfach es wie ein Traum fast erlebt haben. Aber sie haben eine große Vorbereitung gehabt. Und nur dadurch konnten sie auch bestehen gegenüber dem. Trotzdem immer das Wort richtig war, fürchte dich nicht. Also wo sie sich eigentlich ausgelöscht quasi fast gefühlt haben. Und trotzdem wieder sich aufraffen und sich nicht zu verlieren. Das ist die große Kunst der alten Propheten oder so, dass sie trotzdem immer wieder zu sich gefunden haben. Und es gab aber durchaus auch immer wieder welche, die ja im Grunde in den Wahnsinn oder sonst was verfallen sind. Das war auch nicht so selten. Das steht halt jetzt in der Bibel nicht so drinnen. Aber die sich verlieren drinnen, in den Schauungen selber gar nichts mehr sind. Und dann wird es sehr, sehr ungesund. Und heute, wenn es diese alte Art des Schauens, wenn die noch da und dort funktioniert, ist die Gefahr immer sehr groß, dass es wirklich in ein anderes Fern führt. Jetzt sagen wir es einmal vorsichtig so. Also wo halt die Widersacher dann viel mitspielen oder was. Weil heute ist es gesund, nur wenn ich mit dem ganz wachen Ich dabei bin. Und da darf mich niemand führen. Niemand. Der Einzige, der mich führen darf, ist ich selber. Sonst niemand. Das ist das Um und Auf beim heutigen geistigen Erleben. Also das heißt, man muss sehr wach, sehr bewusst sein drinnen. Und das ist die Chance unseres Zeitalters, die Aufgabe unseres Zeitalters. Das ist die Apokalypse, die Offenbarung. Dann offenbart sich uns die geistige Welt. Aber nicht alles so, ich mache das Fenster auf sozusagen und schaue hin. Sondern indem wir tätig werden. Wir uns das Bild aufbauen. Wir verstehen lernen, was hat mich da berührt, welches Wesen ist das. Und dann sogar wirklich eins werde mit ihm. Für einen Augenblick. Aber damit nehme ich auch eine Kraft mit.
Ja, ich glaube, damit lassen wir es für heute gut sein. Die Zeit ist schon wieder etwas fortgeschritten. Wir werden das fortführen. Es gibt noch etliches dazu zu sagen. Aber die Zeit ist immer noch nicht reif mit dem Neuen Jerusalem näher beschäftigen. Also die letzten zwei, drei Kapiteln in der Apokalypse, die haben wir ja noch bis jetzt brach liegen. Und wir sind also noch nicht ganz fertig damit. Und ich habe euch eh schon gesagt, ich möchte es gerne dann auch mit anderen Übersetzungen anschauen. Wobei Übersetzung eben heißt, und das merkt man bei manchen Dingen, dass es dann eigentlich nicht übersetzt wird in dem jetzt das griechische oder lateinische Original übersetzt wird in die deutsche oder sonstige Sprache. Ja, schon auch irgendwie. Aber dass es wirklich funktioniert, dass es wirklich der Sache entspricht, geht nur, wenn ich es eigentlich dort lese, wo der Text wirklich steht in der Akasha-Chronik, im Geistigen. Die Akasha-Chronik ist das, was über die Saturnsphäre hinaus geht, an der Grenze sozusagen. Das heißt, es ist das Gedächtnis, könnte man sagen, unseres kosmischen Systems, unseres Planetensystems. Da ist das Gedächtnis alles gespeichertes, ein blödes Wort, verzeichnet darin. Aber wie verzeichnet? So, dass ich eigentlich den Text zum Beispiel schöpfe daraus, indem ich ihn schaffe, aber er ist aus dem dort geschöpft. Aber dass es jetzt in Deutsch oder in Englisch oder in Französisch oder in Chinesisch Übersätze sozusagen, dass da muss ich dann tätig werden. Das, was in der Akasha-Chronik steht, ist nicht in irgendeiner menschlichen Sprache oder Schrift geschrieben, sondern es ist geistig dort verankert. Und an dem darf nichts geändert werden, wenn ich es exakt übertragen will. Aber ich kann es in jeder Sprache auf x verschiedene Varianten hineintragen, hineingestalten und jede hat was für sich, wenn sie gut ist. Wenn etwas im Hintergrund war, was geschöpft hat aus dieser Akasha-Chronik. Auch wenn es noch nicht ganz voll bewusst war. Auch Luther weiß ich dessen zum Beispiel nicht voll bewusst, wo er die Quelle her hat. Aber es ist ganz gut gelungen in vielen Abschnitten. Und so auch bei anderen Übersetzungen. Je moderner sie sind, desto kritischer wird es irgendwo, weil da spielt dann sehr viel schon das theologische Wissen und der Verstand mit und der Intellekt mit und die Interpretation, wie man es hinbiegen müsste, was denn eigentlich gemeint ist, weil man es ja gar nicht wirklich versteht. Da sind große Gefahren drinnen. Eigentlich kann man es nur lesen in der Akasha-Chronik. Dort steht es sozusagen bildlich gesprochen jetzt in seiner Urgestalt, als lebendiges Bild, als lebendiges Wort, wie immer man es nennen will. Als lebendiges, geistig lebendiges steht es dort. Aus dem muss man schöpfen. Und wir Menschen sind aber auf dem Weg an das heranzukommen. Und wenn wir nicht herankommen, dann werden wir das Ganze verlieren. Dann gehen wir halt den Weg in die tote Welt, die heute die Naturwissenschaft beschreibt. Und das ist dann das Einzige. Und sollte aber eigentlich nur ein Erziehungsmittel zur Bewusstheit sein. Als das ist es gut und bitter notwendig. Aber inhaltlich für die eigentlich wesentlichen Dinge, wie wir die Welt verstehen, hilft es uns sehr wenig.
In diesem Sinne, meine Lieben, schnell noch einmal zum Abschluss der Wochenspruch. Es ist der 19. Wochenspruch:
Geheimnisvoll das Neuempfangne mit der Erinnerung zu umschließen, sei meines Strebens weiterer Sinn. Es soll erstarkend Eigenkräfte in meinem Innern wecken und werdend mich mir selber geben.
Also wir haben riesig viel bekommen, so wie jetzt zum Beispiel in der Intuition wir sehr sehr viel bekommen, weil sich das Wesen eigentlich mit uns vereinigt, sich für einen Moment verschenkt ganz an uns. Wir werden dieses Wesen, aber wir müssen dann wieder zu uns selber kommen. Also es sollen auch die Eigenkräfte dann erstarkt werden. Niemals geht es darum, in die Passivität zu kommen. Gebt mir, zeigt mir, sagt mir, wo es lang geht. Das ist eigentlich, in unserer Zeit führt das nicht mehr auf einen guten Weg. In diesem Sinne, meine Lieben, ich danke euch fürs Dabeisein.
Zuhörer: Danke Wolfgang, für den schönen Vortrag.
Wolfgang: Gerne. Danke, dass ihr im Livestream dabei seid. Bis zum nächsten Mal.
Zuhörer: Vielen Dank und sehr passend zur Zeit, Wolfgang. Vielen Dank.
Wolfgang: Gerne, danke. Ich danke euch, dass wir das gemeinsam besprechen können, weil wenn es der Wand erzählt, kommt nichts daraus dabei. Wir müssen ins Gespräch kommen. Wir sind eigentlich im Gespräch, auch wenn ihr zuhört oder zuschaut dabei, aber es ist, wenn ihr nicht da wärt, könnte das nicht, nur ins Leere in die Kamera allein hineinzusprechen, das funktioniert nicht. Geht gar nicht.
Zuhörer: Nein, das geht nicht. In diesem Sinne, danke.
Wolfgang: Also pfüat euch, schönen Abend.
Zuhörer: Schönen Abend euch. Schöne Woche auch. Danke.
Wolfgang: Danke, danke. Bis zum nächsten Mal.
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Literaturangaben
Rudolf Steiner, Alexandra Riggins: Die sieben apokalyptischen Siegel, Triskel Verlag 2005, ISBN 978-3-905893-02-1;
Rudolf Steiner: Das Christentum als mystische Tatsache und die Mysterien des Altertums, GA 8 (1989), ISBN 3-7274-0080-3;
Rudolf Steiner: Die Apokalypse des Johannes, GA 104 (1985), ISBN 3-7274-1040-X;
Rudolf Steiner: Aus der Bilderschrift der Apokalypse des Johannes, GA 104a (1991), ISBN 3-7274-1045-0;
Rudolf Steiner: Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, V: Apokalypse und Priesterwirken, GA 346 (2001), ISBN 3-7274-3460-0;
Emil Bock, Das Neue Testament, Übersetzung in der Originalfassung, Urachhaus, Stuttgart 1998, ISBN 3-8251-7221-X



