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Die Apokalypse des Johannes - 323. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026
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«Ein interaktiver Vortragszyklus über den Zusammenhang mit dem Wirken Jesu Christi und dem eigenen Ich. Ausgangspunkt sind die Schriften von Rudolf Steiner, z.B. die GA 104, GA 104a und GA 346. Hier fließen sowohl Fragen und Anliegen von Zuschauern als auch eigene geisteswissenschaftliche Erkenntnisse mit ein. Und es gibt immer Bezüge zu aktuellen Themen der Zeit.»

Transkription des 323. Vortrags vom 14. Juli 2026
+++ dies ist eine automatisch generierte Rohtranskription (Opus 4.8 Extra). Es wird noch eine händische Nachbearbeitung nötig sein. Willst du MitTun? +++
Begrüßung und der 15. Wochenspruch 00:00:28
So, meine Lieben, ich begrüße euch ganz herzlich zum 323. Vortrag zur Apokalypse. Wir hatten jetzt ein bisschen technische Probleme, es hat nicht geklappt, den Livestream vor allem fürs YouTube zu verbinden, aber jetzt dürfte es laufen. Was ich machen wollte, ich wollte einblenden wieder diese Grafik mit den zwölf Sinnen, das funktioniert aber jetzt im Moment nicht. Ich will jetzt nicht mehr herumbasteln, sonst stürzt es wahrscheinlich dann ganz ab. Also, das heißt, ich werde versuchen, das ohne das irgendwie zu machen.
Steigen wir einmal ein, ich begrüße euch mit dem 15. Wochenspruch, der mit unserem Thema durchaus auch sehr korrespondiert.
Ich fühle wie verzaubert im Weltenschein des Geistes Weben. Es hat in Sinnesdumpfheit gehüllt mein Eigenwesen, zu schenken mir die Kraft, die ohnmächtig sich selbst zu geben, mein Ich in seinen Schranken ist.
Also, wir sind draußen in der Sinneswelt, wir sind ein bisschen herausgehoben aus uns, wobei wir ja auch immer gesagt haben, unser wirkliches Ich ist immer draußen in Wahrheit, aber was wir als Ich-Bewusstsein zunächst erleben, ist eben noch nicht das wirkliche Ich, in dem wir drinnen stehen, sondern zu dem müssen wir uns erst emporranken. Also, eigentlich ist es ja gut, sich selber draußen zu sehen in der Welt.
Ich bin die Welt, in meinem Pulsgetriebe sagt mir das laut und deutlich jeder Schlag, so dichtet Alfons Petzold ganz deutlich. Und das ist ja ein ganz wesentliches Bewusstsein, dass wir eigentlich unser Geistiges, unser Ich-Fühlen mit der ganzen Welt verbunden haben. Am allerwenigsten ist es eigentlich in uns drinnen, sondern das ist nur ein Brennpunkt, ein Spiegelbild, um uns unser Ich bewusst zu machen. Also, das heißt, indem es sich spiegelt, ja, an unserem ganzen Organismus, durchaus eben auch an unserem Nervensystem, am Gehirn und so weiter, dadurch erhalten wir das, was wir zunächst als Ich-Erlebnis vielleicht haben, was wir als Sinneswelt erleben, aber das sind alles Spiegelbilder. Das ist nicht die Wirklichkeit, sondern es sind die Spiegelbilder. Was anderes kennen wir im Durchschnitt nicht.
Das Ich als Spiegelbild 00:03:46
Also, um wirklich unser Ich zu erkennen, von dem hier steht, ohnmächtig sich selbst zu geben, ja, warum eben? Weil wir das wirkliche Ich, im wirklichen Ich noch gar nicht wirklich wach sind. In Wahrheit. Das, was wir haben, ist noch ein Spiegelbild, auch unserer selbst. Und daher auch hier im Wochenspruch drinnen, mein Ich in seinen Schranken. Also, wir müssen eigentlich diese Schranken überwinden, um wirklich zur eigenen geistigen Realität zu kommen. Um sozusagen, ja, wie soll ich das sagen, intuitiv mit uns selbst eins zu werden. Das ist der Punkt.
Also, das ist wahrscheinlich auch die große Schwierigkeit und der große schwierige Faktor immer, dass viele Menschen, die sich auch mit Anthroposophie beschäftigen und so, glauben, dass das, was wir im Spiegelbild erleben, dass das schon wir wirklich sind. Ich meine, das ist so, und den Vergleich gebraucht Herr Rudolf Steiner oft, also, eben, wenn wir uns im Spiegelbild sehen, nämlich jetzt wirklich äußerlich halt, was jetzt unsere körperliche Gestalt betrifft, unser Gesicht vor allem betrifft, wenn wir uns da in den Spiegel schauen, naja, gut, da fällt es uns relativ leicht zu sagen, naja, das Spiegelbild bin ich nicht selber. Ich sehe mich zwar dadurch, aber ich bin mir bewusst, das ist ein Spiegelbild, weil ich wirklich in den Spiegel hineinschaue, der von mir an der Wand hängt oder den ich in der Hand halte oder wie auch immer.
Aber wir denken, das, was ich jetzt erlebe, mich als Ich, der ich bin, ich der Mensch, der ich bin, mit meinen ganzen Erinnerungen, mit meinen Erfahrungen, auf die ich zurückschauen kann, das wäre schon mein wirkliches Ich. Und da täuschen wir uns eben. Da sind wir ganz weit weg von uns selbst, in Wahrheit, obwohl wir natürlich dieses Spiegelbild zunächst einmal brauchen und es in unserem alltäglichen Leben, wo wir uns in der Welt zurechtfinden und hoffentlich auch uns mit uns selbst zurechtfinden, was manchmal sogar das Schwierigere ist, noch mit sich selbst umgehen zu können, sozusagen, ja, was soll ich denn tun, wie soll ich denn tun, welchen Weg soll ich gehen und so weiter.
Manche Menschen glauben, sie haben es ganz klar gefunden, aber das ist meistens auch noch Spiegelbild. Also wieder einmal, zum wahrscheinlich 300. Mal oder schon wieder erwähnt: Wir kennen von unserem Ich nichts. Wir erkennen es eigentlich nur, und damit fängt die Erkenntnis schon an, dass wir darauf kommen, wir kennen es eigentlich nicht. Wir kennen es nicht.
Weil in dem Ich steckt drinnen, eben im wirklichen Ich steckt drinnen, das klare, ganz bewusste Wissen, wo meine Aufgaben hier im Leben sind. Und auch zu wissen, warum und wieso ich das angehe. Also sprich, die ganze Vergangenheit, auch die, die drinnen liegt, und die Zukunft, die vor mir liegt noch. Vergangenheit, aber nicht nur in diesem Leben, sondern eben durch alle Inkarnationen drinnen. Also eine Ahnung vom Ich bekomme ich, wenn ich wirklich zumindest eine Ahnung habe, eine deutliche Ahnung davon, dass ich nicht das erste Mal auf dieser Erde bin, sondern viele Male schon auf der Erde war, dass ich wesentlich mitgewirkt habe als einer von vielen Menschen an der ganzen Entwicklung der Erde, ganz von Anfang an schon. Also die Erde macht keinen Sinn ohne uns, auch wenn wir nicht in dieser äußerlichen Form, wie wir heute dastehen auf der Erde, natürlich von Anfang an da waren, aber wir haben sehr intensiv mitgearbeitet.
Das Ich als Mitgestalter der Schöpfung 00:08:03
Und was da mitgearbeitet hat, das ist unser wirkliches Ich, das einen schöpferischen Beitrag geleistet hat, die Welt zu gestalten. Weil die ganze Erdenschöpfung bedeutet ja, auch wenn wir das Sechstagewerk lesen in der Bibel oder so, und da kommt es aber noch gar nicht so deutlich heraus, dass wir ja mitbeteiligt sind. Wir sind ganz wesentliche Mitgestalter an dem Ganzen von Anfang an. Und das heißt, unser Ich hat ja diese Schöpferqualität, diese Schöpferqualität auf höchster Ebene. Und aus der heraus waren wir tätig bereits in der Vergangenheit. Und natürlich kann man nicht sagen, dass wir damals schon aus unserer Freiheit heraus gehandelt haben. Wir hatten und haben seitdem immer dieses schöpferische Ich in uns. Das ist uns verliehen worden. Eigentlich in Wahrheit hat es immer schon existiert, aber es ist einen getrennten Weg gegangen zu dem, was äußere Erscheinungswelten sind.
Also wo wir durchgegangen sind, durch den alten Saturn zum Beispiel. Natürlich, das Saturnwesen, dieses Wärmewesen, das wir damals hatten, hatte ein ganz, ganz schwaches Bewusstsein. Ein Bewusstsein, das ganz, ganz dumpf war. Und auch diese Leiblichkeit, die wir hatten, die eine Wärmeleiblichkeit war, durch die haben vor allem höhere Wesenheiten ihr Bewusstsein entwickelt, haben durch diese Leibeshülle, wenn man so will, die aber eben ein reiner Wärmeleib war, aber durch die haben die Urengel namentlich erlebt, die Welt. Und wir noch nicht, aber die Schöpferkraft, die dahintersteht, die diese Gestalt schon damals geformt hat und wo natürlich höhere Hierarchien mitgeformt haben, wo bereits, wie wir schon die letzten Male gesagt haben, der Christus mitgewirkt hat. Zwar noch sehr, sehr, sehr wenig eigentlich, aber doch, schon fängt er an, da gestaltet zu werden da drinnen.
Also wenn man nämlich das jetzt genau interpretiert, was in der Bibel steht, das Sechstagewerk, dann führt uns das eigentlich ja zurück, nicht nur auf unsere Erdentwicklung, so wie wir es jetzt haben, sondern wirklich auf den alten Saturn. Bis dorthin geht das zurück. Und da sieht man also, wie der Anstoß noch gegeben ist, wirklich durch die Vatergottheit zu dieser ganzen Entwicklung, wie mitarbeiten Geister der Form, natürlich auch Elohim, und wie mit ihnen mitarbeiten die Urengel, das sind nämlich die Schöpfungstage. Die Urengel sind zugleich die Zeitgeister, und das sind Wesenheiten, die, wie soll man sagen, neu geboren wurden auf dem alten Saturn.
Die Zeitgeister und die Wärmegestalt des alten Saturn 00:11:52
Und die arbeiten mit, die arbeiten ganz entscheidend mit. Und die formen das, was Leibeshülle ist, wenn man das so nennen darf überhaupt, weil es ja bloß ein Wärmeleib ist, eine Wärmegestalt ist, wo Rudolf Steiner öfters den Vergleich gebracht hat, ja wie kann man sich diese Wärmegestalt, diese Wärmeeier, wie er sie ja manchmal nennt, aus denen der ganze alte Saturn bestanden hat, wie kann man sich das vorstellen als heutiger Mensch? Naja, man denke sich vom Menschen alles weg, was nicht Wärme ist. Das heißt, wir nehmen das, was in uns die Blutwärme namentlich ist. Und diese Wärmegestalt, die durch unsere Blutwärme heute da ist, wenn wir aber alles andere weglassen, das Luftelement weglassen, das flüssige Element in uns weglassen, das feste Element in uns, sondern wenn wir uns denken, nur als eine Wärmegestalt, die kann so natürlich nicht existieren, heute jedenfalls nicht in dieser Form. Oder nur mehr als Abdruck, der irgendwo zurückbleibt.
Man kann ja heute bereits mit Wärmebildkameras nicht nur aufnehmen, die Wärme, die jetzt aktuell in der Gegend ist, sondern man kann bis zu einem gewissen Grad auch zurückgebliebene Wärmespuren noch aufnehmen, eine gewisse Zeit lang zumindest, nachdem sie da war. Also stellen wir uns vor, jetzt eine Wärmegestalt ist da durchgegangen, und man kann wahrnehmen, also diese Wärmestrahlung, die da durchgegangen ist. Wärmestrahlung, das ist halt sehr physikalisch ausgedrückt, was es nicht ist, weil diese Wärme eben in uns Menschen nicht so unmittelbar vergleichbar ist mit dem, was tote Wärme ist. Tote Wärme, wie sie in der mineralischen Welt lebt, wie sie in der Atmosphäre von mir aus heute lebt und so fort. Es ist lebendige Wärme, es ist ganz lebendige Wärme, und in dieser Wärmegestalt haben auf dem alten Saturn, die haben geformt, sehr wesentlich mitgeformt und mitgearbeitet, eben die Zeitgeister auch. Dort haben sie nämlich ihren Ursprung.
Die Zeitgeister sind die Urengel. Die haben auf dem alten Saturn ihre Ich-Entwicklung durchgemacht, insofern sie sich langsam begonnen haben, dieses Ichs bewusst zu werden. Allerdings, sie konnten es noch nicht in der Freiheit handhaben und können es bis heute nicht. Aber sie haben aus dem heraus ihre Aufgaben erfüllt, und sie haben sich auch nicht in dem Sinn verkörpert. Ja, zeitweise schon, aber sie haben eigentlich vorbereitet damit. In Wahrheit, das war die erste Stufe zu der physischen Leiblichkeit, die wir einmal haben werden jetzt auf der Erde. Dort ist die Vorbereitung, und die nächste Stufe ist dann auf der nächsten Verkörperung unserer Erde.
Also wenn es dann zur alten Sonne geht, dann entfaltet dort also ganz stark der Christus dann seine Tätigkeit, seine Schöpfertätigkeit besonders stark. Er wirkt aber auch schon mit, anfänglich auf dem alten Saturn in Wahrheit, aber dann ganz besonders auf der alten Sonne. Dort ist er der Herr geradezu dieser Entwicklung der alten Sonne. Aber er arbeitet vorher schon mit. Also wenn wir öfter gesprochen haben, ja, da gibt es die Elohim, die Geister der Form, die formen etwas, und sie formen ebenso, wie es in der Bibel steht, sie formen die ganze Erde, die ganze Welt, wie immer man es nennen will, mit Hilfe der Zeitgeister. Das sind nämlich die Schöpfungstage.
Der Zeitbegriff und die kosmische Entwicklungskette 00:16:31
Das sind die Schöpfungstage, und im Großen sind es die Schöpfungstage, die durchgehen durch die ganzen kosmisch-planetarischen Entwicklungsstufen. Das ist das Große. Also das heißt, wenn man jetzt fragt, worauf bezieht sich der Beginn, der in der Bibel steht, in der Genesis, wenn ich es im ganz großen Maßstab nehme, dann auf die Schöpfung bereits des alten Saturn. Und dort haben wir Geister der Form, die tätig sind, und wir haben als neue, gehilfen, wenn man so will, untergebene, ausführende Organe dieser Elohim die Geister, die Urengel, die dort wirken, die Zeitgeister, die dort wirken. Also die Geister der Zeit, das sind sie nämlich eigentlich, die Urengel.
Und im Übrigen erklärt das auch in gewisser Weise, wie wir so einen Zeitbegriff, wie wir ihn verstehen, zunächst einmal nur bis zum Anfang des alten Saturn zurückverfolgen können. Da können wir in gewisser Weise sagen, da ist eine zeitliche Entwicklung da, die dort ihren Ausgang genommen hat, wo wir jetzt natürlich viel weiter schon gekommen sind, wo wir jetzt in der Mitte stehen der Entwicklung, und es ist noch eine Zukunft vor uns, und die wird münden, die wird sich vollenden, die wird sich abrunden in der Entwicklung des Vulkanzustandes.
Also das heißt, wir gehen ja jetzt in die Zukunft hinein, in das Nächste, also den neuen Jupiter, in den es hineingeht, oder das neue Jerusalem, wie es Rudolf Steiner nennt, die Venusentwicklung, die als Nächstes kommt, und dann die letzte Stufe, die entsteht dieser Vulkanzustand, den Rudolf Steiner als Vulkan bezeichnet. Der Vulkanzustand, als höhere Metamorphose oder vollendete Metamorphose dieses Wärmezustandes vom alten Saturn. Dort ist dann diese Entwicklungskette geschlossen in einer gewissen Weise, und damit ist aber auch der Zeitbegriff, den wir jetzt haben oder der jetzt gültig ist innerhalb der Entwicklung, in der wir drinnen stehen, jetzt zunächst einmal abgeschlossen, und da gibt es einen inneren Zusammenhang in der Entwicklung drinnen.
Und dann passiert ein großer Neubeginn. Eine ganz neue Schöpfung beginnt dann, die also nicht mehr zu dieser Entwicklungskette dazugehört, wo ich dann auch nicht mehr sage, aha, auf diese Entwicklung folgt jetzt eine neue, sondern da fängt sozusagen von Null etwas ganz Neues an. Und nichts von dem, was in der Zeit, wenn man es so will, vom alten Saturn bis zum Ende des Vulkanzustandes sich entwickelt hat, hat noch irgendeine Gültigkeit. Es geht nichts, man könnte sagen, kausal, also das heißt als Ursache durch, was dann später noch seine Wirkung hätte. Alle Wirkungen, die uns jetzt betreffen in unserer Entwicklungskette, die haben mit dem alten Saturn begonnen. Es ist eigentlich überhaupt nicht sinnvoll, von einem Davor zu sprechen, und genauso ist es auf der anderen Seite, wenn dieser Vulkanzustand vollendet ist, gibt es eigentlich kein Danach. Das ist etwas, was in sich geschlossen ist.
Und trotzdem gibt es abseits dann davon etwas – ich verwende so oft den Ausdruck abseits davon – eine neue Schöpfung, eine ganz neue Schöpfung, wo wir, das heißt die Menschheit, die Menschheit in den drei Entwicklungsstufen des Menschlichen, wir sind also jetzt erst so richtig drinnen, einmal Mensch zu werden, und wir sind es so richtig, nämlich, dass wir sagen können, wir sind jetzt als Menschen wirklich in der Welt da, mit dem, was uns auszeichnet, nämlich die volle Freiheit zu haben und freischöpferisch aus dieser Kraft heraus zu agieren, das beginnt eigentlich erst dann auf dem neuen Jerusalem oder auf dem neuen Jupiter. Bis dahin ist alles Vorbereitung.
Die Erdentwicklung als Übungsfeld 00:21:43
Die Erdentwicklung, in der wir jetzt drinnen stehen, ein entscheidender Faktor, wo wir bereits, also aus eigenem Entschluss, aus eigenem Willen heraus, ja, eben entscheiden müssen in einer gewissen Weise, ob wir diesen Weg antreten wollen, diese Aufgabe annehmen wollen, diese Chance ergreifen wollen, nämlich wesentlich mitzuarbeiten bereits an dem neuen Jupiter, an der neuen Venus und an den Vulkanzustand, der kommen wird. Und da sind wir eben bereits so weit, dass wir wirklich im, zwar noch kleinen, aber immerhin doch im Weltenmaßstab schöpferisch tätig sind, also wo wir im Großen mitarbeiten an der Weltentwicklung, und zwar wirklich wir, und wir wirklich bewusst mitarbeiten daran, und für das ist unsere Erdentwicklung jetzt die Vorbereitung in Wahrheit.
Also das heißt, voll und ganz Mensch sind wir noch lange nicht, sondern wir sind es, wenn wir die Erdentwicklung, in der wir jetzt drinnen stehen, wirklich in allen ihren Stufen vollendet haben. Mit allen ihren Stufen meine ich also jetzt nicht die ganze kosmische Entwicklungskette vom alten Saturn bis zum Vulkan, sondern wirklich jetzt während unserer Erdentwicklung. Wir haben ja davon gesprochen, dass wir etwas über die Mitte sind, dass die Erde daher auch schon in einer absteigenden Entwicklung mittlerweile langsam ist, aber wie schnell dieser Abstieg passiert und mit welcher Qualität er passiert, da arbeiten wir bereits mit. Das ist ein ganz wichtiges Übungsfeld.
Also das heißt, es stehen uns jetzt während unserer Erdentwicklung noch ganz große Aufgaben bevor. Und ja, wie soll ich sagen, die Vorbereitung zu diesen Aufgaben oder das Übungsfeld dazu, das wir haben in unserem Leben, das ist, und zwar in einem sehr, sehr weit gefassten Sinne, die Arbeit an uns selbst. Wir sind also in gewisser Weise die mitschöpferischen Wesenheiten, aber was bearbeiten wir eigentlich? Wir bearbeiten primär mal uns selbst, und indem wir uns selbst bearbeiten. Und da meine ich nicht nur die Kleinigkeiten jetzt, dass wir unsere Emotionen in den Griff bekommen, dass wir unsere Gedanken in den Griff bekommen, dass nicht die Gedanken mit uns durchgehen und uns einfach irgendwo hinführen, sondern dass wir wirklich selber denken lernen, ganz individuell denken lernen, und zwar eben wirklich die Freiheit im Denken entwickeln.
Davon spricht ja Rudolf Steiner ganz deutlich. Die Freiheit fängt an im Denken, und er sagt, eigentlich ist es zunächst einmal ein Unsinn, von der Freiheit des Willens, von der Willensfreiheit zu sprechen. Die Freiheit fängt im Denken an. Und wenn ich im Denken etwas erfasst habe, dann kann ich einen Schritt weitergehen.
Die Arbeit an der Körperlichkeit 00:25:40
Aber, aber, aber, noch ohne, dass es uns wirklich bewusst wird, arbeiten wir noch in einer ganz anderen Weise sehr intensiv an uns selbst. Wir arbeiten nämlich ganz stark an unserer Körperlichkeit, an unseren ganzen Wesensgliedern, und zwar ohne, dass wir irgendwo durchs verstandesmäßige Denken durchgehen und uns überlegen, wie sollte man das jetzt tun. Aber unser ganzes Leben lang auf Erden, zum Beispiel, wenn wir in einer unserer vielen Inkarnationen drinnen stehen, wir arbeiten an unserer Körperlichkeit. Wir arbeiten schon vorbereitend im Leben zwischen Tod und neuer Geburt, bereiten wir ganz gezielt eine Leibesstruktur vor, die unserem Entwicklungsgrad angepasst ist. Aber dieses Arbeiten an uns selber, da geht es in Wahrheit auch nicht nur um uns selber, sondern das ist zugleich auch ein Beitrag an der Mitarbeit an der Gestaltung unserer Erde. Das sind die wesentlichsten Dinge.
Also das heißt, wenn ich spreche davon, wir sind aufgerufen mitzuarbeiten, vor allem in der Zukunft immer mehr an der Erde, und es wird an uns liegen, wie gut oder wie wenig gut sich die Erde und alle ihre Wesen auf ihr entwickeln können, dann geht diese Arbeit vor allem auch davon aus, wie wir bis ins Körperliche hinein an uns selbst arbeiten. Also man darf sich diese Arbeit nicht so vorstellen, dass wir jetzt vielleicht sogar äußerlich irgendein Werkzeug in die Hand nehmen und den Boden umgraben oder sonst etwas. Das ist sicher auch eine sehr gute Übung, aber die Wirkung auf die Natur für die Zukunft, nämlich, sicher, jetzt, wenn ich den Acker pflüge, ihn umarbeite, wenn ich etwas pflanze oder was, da tue ich konkret etwas für das Jetzt und Hier.
Aber die größte Wirkung, die wir erzielen für die Erde und die ganz entscheidend ist, sind die Kräfte, die wir entwickeln, jedes Mal, wenn wir uns inkarnieren auf Erden, wie wir uns eine Leibeshülle bauen. Und diese Leibeshülle, sozusagen die Kräfte, die wir da hineinstecken, die werden in der Zukunft immer mehr fruchtbar für das, was aus der Erde wird. Das ist ein ganz schwieriger Gedanke. Das spielt im Übrigen eine wichtige Rolle auch, wenn wir unser Erdenleben in einer Inkarnation beenden und dann unsere Leibeshülle der Erde übergeben, dass das, ja, wie ein fruchtbarer Keim, wie ein Dünger, ist aber in einem sehr weiten Maße für die Erde, für die Zukunft der Erde.
Aber da spielt nicht die Rolle das Stoffliche, was wir hinterlassen, das heißt, das Fleischliche, was zerfällt und übergeht in die Erdensphäre, oder sogar die Knochensubstanz, die übergeht, das sind alles die Äußerlichkeiten. Was wirklich übergeht in die Erde, ist das, wie wir an unserer eigenen Leiblichkeit gearbeitet haben. Und zwar rein geistig, nicht irgendwie äußerlich, also nicht indem wir uns irgendwelche Salben aufgetragen haben oder alles Mögliche an unserer Körperlichkeit herumgebastelt haben, oder vielleicht eine Schönheitschirurgie oder so was gemacht haben, das hat damit überhaupt nichts zu tun, sondern es geht darum, wie wir durch unsere Ich-Tätigkeit einwirken auf alle unsere Wesensglieder bis in den physischen Leib hinein. Bis in den physischen Leib hinein.
Und das hat aber im Zusammenwirken der ganzen Menschheit eben eine ganz große Bedeutung für die Erde. Indem wir das tun, dadurch schaffen wir die Zukunft der Erde, und je mehr wir daran arbeiten, je intensiver wir an unserer Leiblichkeit arbeiten, aus dem Geistigen heraus, umso reicher wird auch dieses neue Jerusalem, der neue Jupiter zunächst einmal, ausgestaltet werden, wo eben dann wirklich diese Zusammenwirkung ist, dessen, was durch den Christus kommt, und was geben wir dem entgegen. Das wird ausmachen, wie das neue Jerusalem, die nächste Stufe der Entwicklung, gestaltet sein wird, beziehungsweise eben dann der neue Jupiter.
Musik, Malerei und die Inkarnation im Werkzeug 00:31:13
Das sind also ganz riesige Dinge, und jetzt werde ich versuchen, das ein bisschen konkreter zu formulieren. Wie arbeiten wir denn an uns? Wie arbeiten wir? Müssen wir viel Sport machen, oder was müssen wir machen? Müssen wir den Körper trainieren, oder geht es darum, dass wir auf unsere Ernährung achten? Das können alles wesentliche Faktoren sein, aber das Wesentliche ist zum Beispiel, heute mit der Margarita haben wir ein bisschen darüber gesprochen, also wenn man zum Beispiel ein Musikinstrument spielt, Gitarre spielt, Klavier spielt, Harfe spielt, wie es bei der Margarita der Fall ist, wir arbeiten dadurch an uns selbst und wir inkarnieren uns dadurch auf Erden in einer Weise, wie wir es ohne diese Dinge nicht könnten.
Es gibt natürlich auch andere Möglichkeiten. Es kann ein Maler sein, der sich durch seine Malerei verkörpert auf der Erde. Und zwar mehr, als es der Fall wäre, wenn man sich nur auf das verlassen würde, was halt durch die Biologie passiert mit uns. Was durch den Zeugungsakt passiert, was man wirklich durch die Erbanlage, die da ist, hat, aber das sind ja alles noch nicht wir. Sondern wie bringe ich eigentlich etwas von meiner geistigen Formgestalt, geistig-physischen Formgestalt, Herr Rudolf Steiner nennt das den sogenannten Phantomleib, und in dem inkarnieren wir uns. Das ist das Eigentliche, in dem wir uns hier inkarnieren.
Das, was man äußerlich mit Händen greifen kann, was stofflich geworden ist, das ist natürlich notwendig, dass wir hier auf Erden, so wie sie jetzt ist, leben können. Vor allem ist es notwendig, dass wir hier die Freiheit entwickeln können. Vor allem ist es notwendig, dass wir hier immer wieder in die Auseinandersetzung kommen, eben auch mit den stofflichen Kräften, also namentlich mit den ahrimanischen Kräften.
Die Wissenschaft des Toten und die Lili-Kolisko-Steigbilder 00:33:44
Wir stehen ja jetzt in unserem Zeitalter am Anfang der Entwicklung, wo wir immer mehr mit diesen ahrimanischen Kräften konfrontiert werden und uns auseinandersetzen müssen. Und was wir das letzte Mal ja besprochen haben, das lebt heute im ganzen Bildungswesen drinnen, es lebt namentlich drinnen in den Naturwissenschaften, in den Wissenschaften überhaupt. Und bitte das aber jetzt nicht als vernichtende Kritik der Wissenschaft aufzufassen, sondern ganz im Gegenteil. Es ist auch etwas, mit dem wir uns auseinandersetzen müssen. Aber wie wir das letzte Mal davon gesprochen haben, es ist aber auch das, was den Tod in die Welt trägt. Es ist das, was nur den Tod verstehen kann. Unsere sämtliche heutige Wissenschaft versteht vom Leben, vom wirklichen Leben, nichts. Nichts. Also bis in den ätherischen Bereich dringen sie nicht vor in Wahrheit.
Da müsste eine imaginative Fähigkeit bereits entwickelt sein, und das also bis zu einer wissenschaftlichen Klarheit gebracht haben. Das hat ansatzweise Goethe gemacht, das konnte natürlich Rudolf Steiner ganz stark eindringen, und einzelne Menschen in seiner Umgebung, die Lili Kolisko zum Beispiel, die da Ideen entwickelt hat, auch so, dass man äußerlich dann Ergebnisse davon gewinnen kann, aber die man nur gewinnen kann, wenn man wirklich auch die geistige Seite davon, die ätherische Seite davon wirklich erleben kann. Also gerade diese wesentlichen Versuche, die Lili Kolisko gemacht hat, da besteht es ja nicht nur darin, dass man Steigbilder macht und sie jetzt irgendwie interpretiert, sondern diese wirkliche Interpretation, das Wirkliche, was dahintersteckt, obwohl interessanterweise also gerade die Steigbilder teilweise auch in der äußeren Wissenschaft durchaus anerkannt sind, teilweise zumindest, also wo man sagt, ja, damit kann man etwas tatsächlich über die Qualität, zum Beispiel von Nahrungsmitteln und dergleichen oder von Pflanzensäften und so weiter, ausmachen.
Also diese Bilder sagen etwas, sagen etwas aus über die Qualität. Aber das Eigentliche ist ja, dass man überhaupt auf die Idee gekommen ist, so was zu machen und lesen zu lernen, auch in diesen Steigbildern. Dazu, dass man es wirklich lesen kann, braucht man eigentlich die imaginative Fähigkeit. Ich meine, man kann es äußerlich, gerade diese Steigbilder oder so, werden teilweise heute auch schon maschinell ausgewertet. Und genau, also das machen sicher nicht die Demeter-Bauern so wirklich, aber gerade Wissenschaftler, die jetzt einmal einfach das widerlegen wollten, also das heißt, so ein Blödsinn, diese Steigbilder, das ist ein Hokuspokus, das muss ich zumindest untersuchen, ob das glaubwürdig ist. Und dann hat man zur Überraschung ja festgestellt: Aha, die hochqualitativen Nahrungsmittel, die Pflanzen, die wirklich gut ausgereift sind, das zeigt sich an den Pflanzensäften dann in der Komplexität der Formen, die gebildet werden in dem Steigbild, zeigt sich ein deutlich messbarer Unterschied.
Messbar, schon wieder einmal messbar, also Messung ist eigentlich immer wieder ein Abgetötetes, aber zumindest an dem Abgetöteten kann man heute, kann also eine Auswertung durchaus mit künstlicher Intelligenz heute, also mit maschineller Auswertung, den Komplexitätsgrad dieser Steigbilder feststellen. Und damit kann man zumindest also den Unterschied feststellen, ob der eine Pflanzensaft vielleicht eine sehr, sehr starke Potenzialität hat an Lebenskraft oder wie immer, sie wissen natürlich in der äußeren Wissenschaft nicht richtig, wie sie das nennen sollen, aber man sieht, es hat eine andere Qualität als ein Steigbild, das heute also sehr wenig entwickelt ist, das wenig Formenreichtum hat. Weil genau in dem spiegelt sich das wieder, also im Formenreichtum dieser Steigbilder hat man einen gewissen Abdruck, wenn wir es aus anthroposophischer Sicht sehen, der hat Lebenskräfte, die drinnen sind.
Und das kann bis zu einem gewissen Grad heute auch mit äußerer Wissenschaft nachvollzogen werden, und das war ja auch eine Pioniertat damals von der Lili Kolisko, dass sie das natürlich einerseits eben erkannt hat bis zu einem gewissen Grade aus der imaginativen Wahrnehmung heraus, aber dass es ihr ja ganz gelegen war, auch ein äußeres Dokument zu schaffen, dieser Wirkung, eine äußere Dokumentation, eben durch die Steigbilder, durch die Steigbilder selber. Man könnte es ja, ob jetzt zum Beispiel eine Pflanze starke Lebenskräfte hat, ob da wirklich etwas anders drinnen ist, eben nicht Stoffliches, sondern eben formenbildende Kräfte drinnen sind, das ist ja genau das, was sie dann im Steigbild zeigt. Ob diese Formen weicher ausgeprägt sind oder nicht, das kann man entweder imaginativ wahrnehmen, an der Pflanze selber, also indem ich wirklich mich jetzt beschäftige mit der Pflanze, eintauche, ja wie soll ich sagen, in die Wachstumsgeste dieser Pflanze, und aus dem heraus dann eine Imagination aufbaue, dann baue ich mir im Grunde so jetzt wirklich in der Imagination, das heißt also im seelischen Bild, etwas aus, ein Bild aus, das in gewisser Weise aber auch sichtbar wird, natürlich jetzt auf äußerliche Weise, also eben nicht mit diesem inneren seelisch-geistigen Engagement, aber eben äußerlich zeigt das Steigbild die Komplexität, innerlich, wenn ich es jetzt meditativ angehe und mich mit der Pflanze beschäftige, ihr Wachstum verfolge, also das heißt nicht nur eine Momentaufnahme habe, sondern mit der Pflanze jetzt lebe, über Tage, über Wochen und so weiter, und mir eine Imagination mache von den Lebenskräften, die in dieser Pflanze wirksam sind.
Und dann sind das zwei Wege eigentlich, die man begehen kann, um diese Kräfte, die da drinnen sind, erfahrbar zu machen, sagen wir es einmal so, erlebbar zu machen. Und das ist ja heute also die große Aufgabe der Menschen, sei es Biodynamik, anthroposophische Forschung und so weiter, gibt es ja genug, die sich gerade damit beschäftigen. Die zwei Wege sind eben, einmal es im äußeren Bild zu haben, zum Beispiel durch die Steigbildmethode oder etwas Vergleichbares, was es gibt, die andere Seite oder begleitend, am besten in beides, die imaginative Methode, also eine Imagination mir aufzubauen, indem ich die Pflanze studiere.
Die Samenkorn-Meditation 00:42:54
Ja, im Extremfall, das ist aber, wie wahrscheinlich die meisten von euch wissen werden oder erfahren haben vielleicht auch schon, was sehr schwierig ist, diese Samenkorn-Meditation, von der Rudolf Steiner spricht, wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten. Also man nehme ein Samenkorn, versenke sich eben mit dem Bewusstsein in dieses Samenkorn, also indem man es anschaut, indem man sich verbindet damit, indem man wirklich in gewisser Weise hineinschlüpft in dieses Samenkorn.
Es fängt dann natürlich mit einer Beschreibung der Form dieses Samenkorns an und so weiter, es über Tage verfolgen, ändert sich da etwas, vielleicht auch mehrere Samenkörner dieser Pflanzenart verfolgen, was tut sich da, aber dann wirklich so weit zu kommen, dass ich das Samenkorn vor mir habe und dass dann eine Imagination entsteht, die aber sehr deutlich etwas zu tun hat mit der Gestalt, die diese Pflanze, wenn das Samenkorn in die Erde gelegt wird und wenn die Pflanze sich entfaltet, wirklich mit dieser Pflanze zu tun hat. Wo ich also sozusagen in der Imagination dann eine Art Lichtgestalt sehe, die zwar nicht jetzt einfach ein äußeres Abbild der Pflanze ist, die später daraus entstehen wird, aber wo doch die ganzen Formprinzipien in einer lichtvollen Gestalt sichtbar werden.
Also das heißt, diese Lebenskräfte, diese Wachstumskräfte, diese gestaltenden Kräfte, die in diesem Samenkorn schlafen drinnen, wie davon in der Imagination etwas auftaucht. Aber dasselbe kann ich auch sehen, wenn die Pflanze gewachsen ist, ich nehme jetzt etwas von den Blättern, verreibe sie, mache einen Saft daraus und schaue dann mit der Steigbildmethode, wie viel Lebenskraft da drinnen ist. Das heißt, wie komplex, wie lebendig ist dieses Steigbild, das entsteht, wenn ich diesem Pflanzensaft, dieser Pflanze, eben dem Steigbildverfahren unterwerfe.
Und genauso, wenn es mir gelingt, sehe ich, oder würde ich sehen, an der Imagination, welche Qualität hat dieses Samenkorn. Das ist schwer. Ich muss gestehen, mir ist das noch nicht gelungen, das so wirklich zu einem aussagekräftigen Erlebnis zu führen, dass ich mir mit Sicherheit sagen kann, ja, dieses Samenkorn, da steckt viel Lebenskraft drin, in dem anderen Samenkorn von derselben Pflanzenart steckt weniger Kraft drinnen.
Aber bis dorthin kann man durchaus kommen, und das war durchaus etwas, worum sich Lili Kolisko damals bemüht hat, also beide Seiten zu erfahren. Also einerseits auf dem geistigen Weg, auf dem meditativen Weg, bis zur Imagination zu kommen, und auf der anderen Seite aber auch ein ganz äußeres Verfahren zu verwenden, wo man dann eigentlich nur braucht ein gewisses Gespür dafür, dieses Steigbild zu beurteilen. Also wie komplex ist es, wie lebendig ist es eigentlich.
Von der Naturwissenschaft zur Lebenswissenschaft 00:47:20
Aber wie gesagt, gerade die Komplexität darin kann man heute auch mit ganz technischen Instrumenten messen. Also das heißt, darum muss die äußere Wissenschaft gar nicht sagen, und sagt sie auch nicht mehr, oder manche zumindest nicht mehr, dass das einfach irgendein Hokuspokus ist, sondern es ist auch nach den Kriterien der heutigen Wissenschaft auch bis zu einem gewissen Grad fassbar, nachvollziehbar zumindest. Also das wären so Anschlusspunkte, wo man den Übergang finden könnte von unserer heutigen Wissenschaft zu einer wirklichen Lebenswissenschaft.
Dann wären wir also einen großen Schritt weiter. Es wird also hoffentlich so passieren, dass in unserer Kulturepoche wir uns in diese Richtung hin entwickeln. Das heißt, weggehen von den üblichen Messverfahren, die man hat. Ja, natürlich, wir können die Steigbilder auch mit maschinellen Verfahren beurteilen bis zu einem gewissen Grad, aber es geht für die Zukunft vor allem darum, und dann wird eine neue Wissenschaft entstehen, und dann werden neue Wissenschaftler in die Welt kommen, die einfach selber die Fähigkeit entwickeln, dieses Leben in dem Pflanzensaft oder überhaupt in der Pflanze selbst wahrzunehmen, imaginativ wahrzunehmen.
Dann werden wir den nächsten Schritt haben, das wird ein großer Schritt sein in der Überwindung, aber auch in der Erlösung der ahrimanischen Kräfte. Das heißt, der Michael-Kampf mit dem Drachen, oder von mir aus mit dem Ahriman, also mit dem schwarzen Drachen, mit dem finsteren Drachen, wird sich ganz anders abspielen. Es ist kein Kampf, den man dann in dieses Bild kleiden könnte, sondern es heißt eigentlich, den Ahriman zu schlagen mit seinen eigenen Waffen. Das heißt, so bewusst ins imaginative Erleben zu gehen, so stark hineinzugehen, dass man es dann auch beschreiben kann, erklären kann, mit unserem ganz wissenschaftlichen Verstand, dass wir es bis dorthin bringen, ganz präzise, aber als Beobachtungsbasis eben wirklich das imaginative Erleben drinnen haben.
Und der Anfang dazu, die Vorbereitung dazu, ist zum Beispiel das, was Goethe mit seiner Metamorphosenlehre gemacht hat, also das Wachstum der Pflanzen zu beobachten und wie sich die Formen dabei verwandeln, zu beobachten, wie sich eine Pflanzenart verwandelt, wenn ich sie aus der Ebene ins Gebirge hinauf versetze, wie sie sich ändert, je höher sie hinaufkommt. Manche Pflanzen können ja durchaus in der Ebene gedeihen und bis zu einer gewissen Bergeshöhe auch hinauf gedeihen, aber sie ändern sich. Ihre Gestalt ändert sich, ihre Ausprägung ändert sich. Das sind Dinge, die man verfolgen kann.
Da muss man nur wachsam genug sein, da muss ich nicht einmal noch wirkliche Imaginationen erleben dazu, aber im Hintergrund brauche ich doch die künstlerische Fähigkeit, diese Imaginationen zumindest halbbewusst zu erleben. Dann fängt überhaupt eine Beurteilungsmöglichkeit an. Also da ist ja das Paradoxon sogar, dass heute oft eine Maschine bei der Auswertung dieser Steigbilder präziser ist, sagen kann, ja, da ist mehr Komplexität drinnen, als es die beobachtenden Menschen können. Das ist eigentlich eine Schande, im Grunde. Das ist eine bankrotte Erklärung für die Lebenswissenschaft.
Die Schulung durch tägliches Leben mit der Pflanze 00:52:17
Also ohne, dass ich das jetzt wem vorhalte oder was, es ist halt nicht so leicht, und vor allem, man wird es sich nicht erwerben können ohne eine entsprechende Schulung. Schulung, nicht indem ich irgendeinem Programm folge, sondern indem ich mich selber verbinde mit der Pflanze, mit ihrem Wachstum. Ja, es muss ein Beispiel haben, wie es Goethe getan hat. Indem ich eben tagtäglich lebe mit dieser Pflanze, und zwar wach und bewusst lebe mit ihr. Und jede, auch sinnliche, jede Veränderung bemerke, und mit der Zeit aber dann auch weitergehe bis ins Imaginative hineingehe.
Also dann fange ich nämlich an, wirklich die Lebenskräfte, die darin wirken, die die Pflanze aber eben auch gestalten, sinnlich sichtbar gestalten, aber sie dann auch sehen zu können, ohne das Hauptaugenmerk auf die sinnliche Gestalt der Pflanze zu legen, sondern wirklich die Lebenskräfte selber zu schauen. Also die Imagination dazu zu haben. Weil die ist noch viel differenzierter in Wahrheit. Das ist nämlich der Punkt. Also man kann eben mit den Steigbildern etwas erreichen, die Bilder zeigen etwas, sie zeigen eine stärkere oder geringere Komplexität.
Wie gesagt, daher, eben weil es so ein äußeres, sinnliches Bild ist, kann ich es sogar maschinell auswerten. Aber, und zwar so genau zumindest, dass man unterscheiden kann, ob da mehr oder weniger Lebenskraft darin tätig war, so nennen es die äußeren Wissenschaftler natürlich nicht, aber die die Qualität beurteilen können zumindest daran. Aber das sollte uns nur die Vergleichsbasis sein. Das Eigentliche, worum es geht, ist, dass wir diese Fähigkeit entwickeln. Dass wir diese Fähigkeit entwickeln. Jedenfalls jetzt in der Kulturepoche, in der wir drinnen stehen. Muss nicht unbedingt in dieser Inkarnation sein.
Wir werden uns, die meisten von uns, in dieser Kulturepoche, in der wir jetzt stehen, sicher noch einmal und wahrscheinlich nicht nur einmal, sondern zweimal vielleicht sogar inkarnieren, weil so große Veränderungen in dieser Epoche stattfinden werden. Gerade unsere Kulturepoche ist eine Epoche, wenn alles gut läuft, auch wenn es schlecht läuft, dann ist es halt in eine andere Richtung, aber es ist eine Epoche des absoluten Umbruchs. Und da werden wir immer mehr hineingehen. Und das wird auch die große Schwierigkeit sein, für viele Menschen mit diesen Umbrüchen umzugehen.
Die rasende Aktivität der ahrimanischen Kräfte in der Technik 00:55:26
Wenn wir zurückschauen, wenn wir schon nur ins vorige Jahrhundert oder ins vorvorige Jahrhundert zurückblicken, im vorvorigen Jahrhundert, also 19. Jahrhundert, noch besonders stark, obwohl dort der große Aufbruch der Technik war, und das war schon eine große Umwälzung, die drinnen ist. Aber trotzdem, das ist alles so gemächlich im Vergleich zu dem, was eh jetzt schon im Äußeren, vor allem in der technischen Entwicklung drinnen ist. Aber da sehen wir eben die rasende Aktivität der ahrimanischen Kräfte, weil die sind die Inspiratoren dieser Technik.
Und ich sage das jetzt gar nicht einmal abfällig, ich sage es auch gar nicht in dem Sinne, dass man es total bekämpfen müsste. Wir müssen uns nur bewusst sein, und das haben ja durchaus manche Leute, wie zum Beispiel Jochen Kirchhoff, ganz deutlich erkannt, diese Wissenschaft, so wie sie heute betrieben wird, ist todbringend. Sie ist nicht nur fähig, das Tote zu erkennen, sondern sie ist todbringend. Und schauen wir uns unsere Entwicklung an, und eben zu dieser Wissenschaft des Toten, dieser Technikwissenschaft, die sie eigentlich ist, die keine Naturwissenschaft ist, sondern die eine Technikwissenschaft ist in Wahrheit, die dient eigentlich nur dazu, diese ahrimanischen Kräfte kennenzulernen.
Aber wir müssen eben verteufelt aufpassen, dass wir sie kennenlernen, wie sie wirklich kennenlernen, und uns nicht einlullen lassen, uns nicht ablenken lassen. Und der Ahriman lenkt uns ab, die ahrimanischen Kräfte lenken uns ab, das muss man halt auch deutlich sagen, indem sie uns den heutigen modernen Wissenschaftsgeist, also diese Art zu denken, wie heute in praktisch allen Wissenschaften gedacht wird, das ist zum größten Teil ahrimanisches Denken, das ist ein Denken, das nur das Tote verstehen kann, bis zu dem Punkt sogar, dass man an dem eigentlich aus dem Leben heraus entstandenen Steigbild sogar noch mit einer Maschine das auswerten kann, besser vielleicht als viele Menschen es können.
Aber trotzdem, das Leben erkennt man nicht wirklich daran. Man misst es schon wieder, oder man schafft sich ein Messinstrument, oder ein Auswertungsgerät, das das macht für uns heute. Die wenigsten Menschen, nämlich abseits der biologisch-dynamischen Menschen, oder auch in der anthroposophischen Forschung, Bildekräfteforschung und so, da gibt es ja einiges, da sind schon Menschen drinnen, die da Fähigkeiten entwickelt haben, aber draußen ist das noch nicht vorhanden.
Wolfgang Pauli und der Geist der Materie 00:59:14
Und es geht aber, da muss man ganz bewusst diese imaginative Fähigkeit entwickeln. Und man muss auch den Mut dazu haben, zu dieser imaginativen Fähigkeit. Das war eine Fähigkeit, ich habe euch das ja oft schon erzählt, die dieser Physiker Wolfgang Pauli hatte, der jetzt im quantenphysikalischen Bereich gearbeitet hat, also in der Wissenschaft, die eigentlich mit dem Totesten des Toten zu tun hat, in einer gewissen Weise. Also erforschen will, ja, in Wahrheit, die gestorbene Natur. Das ist das, was uns die Quantenmechanik erklärt, in Wahrheit. Die Quantenmechanik, das ist kein Werkzeug, um das Leben zu erkennen, in Wahrheit.
Sondern das ist eines der Werkzeuge, und die Menschen, die sich damit beschäftigt haben, viele davon sind dadurch halt sehr in enge Beziehung gekommen mit den ahrimanischen Wesenheiten. Pauli war eben einer der wenigen, der das sehr bewusst erlebt hat. Und zugleich aber durchaus auch ein sehr präzises ahrimanisches Denken entwickelt hat. Durchaus auch. Also er hatte jetzt aber trotzdem eine gewisse imaginative Fähigkeit, durch die er eben auch den Ahriman sehen, erleben konnte. Also den Herrn der Materie, wie er es genannt hat, oder den Geist der Materie.
Und ja, das hat er sich nicht ausgesucht, aber er hat halt Physik studiert und ist genau in die Phase hineingekommen, wo, ja, in den Beginn der Phase hineingekommen, wo diese ahrimanischen Mächte immer mehr Besitz ergriffen haben von der ganzen Kulturwelt. Und Wissenschaft jetzt, und auch Naturwissenschaft, einbezogen in die Kulturwelt. Gehört ja auch dazu.
Aber es hat auch dazu geführt, dass namentlich, also mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts, die Ahrimanisierung des Denkens immer weitergeschritten ist. Ich meine, ich weiß, es gibt jetzt heute viele, die sagen, ja, die Quantentheorie und die Quantengeschichten, ja, da steckt ja was Geistiges eigentlich dahinter. Ja, es steckt was Geistiges dahinter, natürlich. Aber es ist das Ahrimanische, was dahintersteckt. Also, weil manche sich dann durchaus auch in Spekulationen verloren haben, dass man da ins Geistige, ins wirklich höhere Geistige, in ein wirklich seelenhaftes hineinkommt auf diesem Weg. Da gibt es ja heute vieles. Und haben sich auch namhafte Wissenschaftler damit beschäftigt. Also, die ja aus der Quantenphysik irgendwo kommen, die aber dann das als Erklärungsversuch sogar nehmen, um das Bewusstsein des Menschen damit zu erklären. Das ist in Wahrheit die Vernebelung des Bewusstseins.
Der Erste Weltkrieg und die Steigerung der Vernichtungskraft 01:03:26
Aber es ist das, was uns jedenfalls mit Beginn des 20. Jahrhunderts, wirklich fast Schlag mit Beginn des 20. Jahrhunderts, hat das ganze begonnen. Es war schon vorher die Physik natürlich nicht sehr lebendig, weil man hatte die Mechanik, die Mechanik hat was mit dem Toten, absolut Toten, zu tun, mit dem Maschinellen eigentlich zu tun. Und die Quantenmechanik ist die Steigerung des Ganzen.
Also, ich habe meine ganze Berufslaufbahn im Wesentlichen auf dem Gebiet der Quantenmechanik gemacht und habe viel damit gearbeitet, bin heute nur mehr in beratender Funktion tätig. Aber wozu hat mir das geholfen? Es hat mir geholfen, eigentlich in Wahrheit, da bin ich aber natürlich erst viel später darauf gekommen, den Herrn Ahriman gründlich kennenzulernen und zu lernen, in gewisser Weise ahrimanisch zu denken. Darum ist die Wissenschaft heute in Wahrheit so, wie sie ist, und darum hat das auch eine gewisse Notwendigkeit, dass wir uns mit dieser Art des Denkens, mit dieser Art der Technik, die aus diesem Denken resultiert, auseinandersetzen.
Aber es ist etwas, was ein Tanz auf dem Vulkan zugleich auch ist, weil wir sind damit auf Du und Du mit dem Herrn Ahriman. Und die Frage ist, wer hier dann den Ton angeben wird. Das ist das Problem. Das ist das Dilemma unserer Zeit überhaupt, oder vielleicht auch von uns Anthroposophen, von geistig strebenden Menschen, aber auch von in der Technik, in der Wirtschaft von mir aus tätigen Menschen, die jetzt solche Maschinen, die auf diesen Erkenntnissen basieren, bauen sollen. Es ist nichts, um das wir ganz herumkommen werden.
Das hat sich ja schon gezeigt, das 20. Jahrhundert war ja schon einmal mit dem Ersten und Zweiten Weltkrieg. Wir nehmen das so zur Kenntnis, da sind große Kriege passiert und für uns ist das Vergangenheit halt jetzt. Aber man muss doch sehen, dass diese Kriegskatastrophe, die im 20. Jahrhundert passiert ist, dass es so etwas nicht einmal annähernd in der Zeit davor gegeben hat. Da ist etwas ganz, ganz Neues in die Welt hineingekommen damit. Also das hat natürlich die Vorbereitung schon gehabt im 19. Jahrhundert, früher sogar schon mit der Entwicklung der Mechanik, das ist auch schon etwas sehr Totes, aber noch etwas relativ Kraftloses, was aber eben eine gewaltige Steigerung erfahren hat, bereits im Zuge des 19. Jahrhunderts, und dann eben zur Auswirkung gekommen ist im 20. Jahrhundert, ganz deutlich eben dann geworden ist im Ersten Weltkrieg, wo erstmals im Grunde eine Vernichtungskraft in dem Kriegsgeschehen drinnen war, die um Größenordnungen größer war als in allem, was es vorher gegeben hat.
Das muss man sich bewusst sein, wo nicht nur da Hunderttausende von Soldaten gegen Hunderttausende Soldaten standen, sondern de facto die Kräfte von Milliarden von Soldaten gegeneinander gestanden sind. Also wenn ich das jetzt vergleiche mit dem Kampf Mann gegen Mann, wenn man so will, mit dem, was durch die Technik, durch die Kraft, durch die Energie, die da hineingeleitet wurde, mit eben auch diesem kalten, toten Verstand drinnen, und nehmen wir die Steigerung, die bis heute ist, in der Tötungsmaschinerie, die heute in der Welt läuft, und wo weltweit immer mehr Grundlagen dafür geschaffen werden. Also Massenvernichtung im Grunde zu betreiben. An Menschen, an Tieren, an der Natur und so weiter natürlich, was hineinkommt.
Der Dritte Weltkrieg um unser Denken 01:09:05
Und trotzdem, muss man sagen, es ist keine Alternative oder wäre keine gewesen, dass wir das ahrimanische Denken als solches umschifft hätten und sagen, Widersacher, böser Geist, mit dir beschäftige ich mich nicht. Das Problem ist, dass wir heute diesem ahrimanischen Geist großteils verfallen sind. Und dass das ganze Weltgeschehen eben in der Tragik des 20. Jahrhunderts, vorbereitend bereits im 19. Jahrhundert und jetzt wieder in unserem Jahrhundert, vielfach gesteigert wieder da ist.
Das ist ja auch das, was ich öfter schon gesagt habe, der Dritte Weltkrieg läuft. Der Zweite Weltkrieg ist eigentlich praktisch nahtlos in den Dritten Weltkrieg übergegangen, und der wird sich immer mehr entfalten, in verschiedensten Formen. Und es geht in Wahrheit dabei aber nicht primär um die äußere Vernichtung, um den äußeren Krieg, der da ist. Den ahrimanischen Kräften geht es darum, den Krieg zu gewinnen, ja, in Wahrheit, um unser Denken. Den Krieg zu gewinnen, zu verhindern, dass ein Denken entsteht, das das Leben denken könnte, so wie es ansatzweise zum Beispiel Goethe hatte in seiner Metamorphose der Pflanzen. Da ist ein sehr starker Ansatz dazu.
Er hat das halt nur sehr fragmentarisch in Wahrheit betreiben können, obwohl er sich sehr bewusst war, dass das etwas ganz Wesentliches ist, genauso wie seine Farbenlehre. Da hat er ja wirklich zwei Kernpunkte herausgefunden. Mit der Farbenlehre, mit dem Erleben der Farben, mit dem Erleben der sinnlich-sittlichen Wirkung der Farben, was ja nichts anderes heißt, als welche geistige Wirkung haben die Farben, welche seelisch-geistige Qualität haben die Farben. Damit hat er ja den Weg gebahnt in Wahrheit zu einem Verständnis dessen, was uns führen kann wirklich zur Imagination, was uns führen kann zu einem Verständnis, wie ist Sinneswahrnehmung auch wirklich möglich, nämlich Sinneswahrnehmung im Sinne dessen, dass ein Mensch bewusst mit den Sinnen etwas erleben kann. Das heißt, wo man sich auch nähern kann dem Rätsel des Bewusstseins.
Das Rätsel des Bewusstseins und der Sterbeprozess im Gehirn 01:12:08
Das ist ja heute, auch in unserem Jahrhundert, in dem wir drinnen stehen, ja immer noch die große Rätselfrage für die Hirnforscher, für die Psychologen und so weiter, für die Naturwissenschaftler überhaupt, wie kommt das Bewusstsein zustande. Und sie sind unendlich weit weg von einer Lösung im Grunde, weil sie immer auf der Suche sind, welche physisch-materiellen Prozesse denn das Bewusstsein ermöglichen könnten, oder besser gesagt, aus welchen stofflich-physikalischen Prozessen das Bewusstsein hervorgeht. Es geht eben nicht aus diesen Prozessen hervor. Aber, und darum ist auch diese Forschung wieder wertvoll, es hat etwas damit zu tun, dass gerade das Sterbende, das Tote in uns, dass das gerade der Spiegel ist, der uns unser Bewusstsein, wie wir es kennen, auf Erden einmal ermöglicht, aber es ist letztlich nicht gebunden daran.
Wir lernen es einfach daran. Wir lernen zum Beispiel unser Ich-Bewusstsein, wir lernen umzugehen mit unserem im Grunde sterbenden Nervensystem, unserem sterbenden Gehirnsystem. Es ist ja interessant, dass das schon ganz früh im Leben anfängt. Also, das Kind in seiner frühesten Phase, das fängt schon an, bevor das Kind geboren ist sogar. Dass das Gehirn ausgebildet wird, dass es überhaupt funktionstüchtig ist, dass der neugeborene Mensch und dann der heranwachsende Mensch überhaupt etwas damit anfangen kann, ist zu verdanken einem Sterbeprozess, einem gewaltigen Sterbeprozess. Ein nicht unbeträchtlicher Teil der ganzen Nervenzellen und Nervenverbindungen, die vorher da sind, müssen sterben, sonst kann ich das Bewusstsein gar nicht entwickeln.
Also gerade in der letzten Phase vor der Geburt und dann in den ersten drei Lebensjahren läuft durch unser Nervensystem, namentlich auch durch unser Gehirn, dass es geformt wird, dass es halt als das Instrument dient, um unser heutiges Bewusstsein uns zu ermöglichen. Das beruht darauf, dass ein gewaltiger Sterbeprozess da drin stattfindet. Ich hoffe, dass ich damit niemanden jetzt schockiere. Das heißt ja nicht, dass der Mensch als Ganzes stirbt. Aber es ist indirekt schon auch so, weil von da geht der Sterbeprozess aus in Wahrheit. Wir sterben eigentlich vom Kopf her. Der Fisch stinkt vom Kopf her. Von da geht der Tod aus.
Allerdings ist es auch, und darum hat es ja seine Berechtigung, wenn das nicht wäre, könnten wir nicht die Freiheit entwickeln. Wenn uns unsere Lebensprozesse alleine dieses Bewusstsein schenken könnten, dann hätten wir vielleicht ein sehr lebendiges Bewusstsein, das ist jetzt sehr hypothetisch, dann hätten wir ein imaginatives Bewusstsein, aber eine Freiheit könnten wir nicht darin entwickeln. Tatsächlich, das können wir heute mit der äußeren Forschung nicht so wirklich nachweisen, aber je weiter man zurückgeht, die Geisteswissenschaft, die Anthroposophie, zeigt das schon sehr deutlich, weil da kann man in der Akaschachronik zurückschauen in die Vergangenheit und kann sehen, dass das Bewusstsein der Menschen in der Vergangenheit ganz anders geartet war. Dass es nicht diesen Totencharakter hatte, wie wir ihn heute haben.
Die lemurische Zeit und das Zyklopenauge 01:17:10
Man hätte mit diesem Bewusstsein, und konnte man auch nicht, irgendwas Technisches in die Welt setzen, man konnte keine abstrakten Gedanken entwickeln, das alles nicht. Aber es hatte ein ganz starkes imaginatives Bewusstsein. Und namentlich, wenn man in die atlantische Zeit oder gar in die lemurische Zeit zurückgeht, ich meine, die lemurische Zeit, das ist eine Zeit der Erdentwicklung, wo wir natürlich noch nicht einmal annähernd in der Gestalt auf Erden waren, wie wir es jetzt sind, aber wo wir ein ganz reiches Bewusstsein hatten. Und von dem, was an Lebensprozessen in der Erde passiert. In der Erde und auf der Erde. Aber durchaus auch in der Erde, wo man das Mitleben miterleben konnte.
Wovon wir schon gesprochen haben, ich meine, ein Mit-Hineingehen, namentlich sogar ganz stark bis in das Kristallwesen hinein, wo die Kristalle noch insofern etwas Lebendiges waren, als die ganze Kristallwelt in einer lebendigen Entwicklung noch war. Nicht durch einen Ätherleib, den der einzelne Kristall hatte, aber wo die Kristallwelt dadurch entstanden ist, dass ein reiches, ätherisches, lebendiges da war, aus dem aber etwas Schritt für Schritt herausstirbt, um uns den Erdboden zu geben, auf dem wir dann später mal stehen können, wo wir aber eben schon selber mitbeteiligt waren in gewisser Weise, indem wir an den Kristallbildungen, die entstanden sind, mitgearbeitet haben. Sogar das, wie ich es in den letzten Vorträgen immer wieder mal eingesteuert habe, dass das eigentlich unsere erste Berührung, unsere erste Inkarnation auf der Erde war, die ihre Spuren hinterlassen hat in den Kristallen.
Wo wir dieses Prinzip in die Welt gesetzt haben. Das sind eigentlich die ersten zarten Leichname, die wir zurückgelassen haben. Und das sind Dinge, wo wir aber zwar noch nicht aus der Freiheit heraus, aber wo wir sehr intensiv an der Entwicklung der Erde mitgearbeitet haben, unter der Führung höherer geistiger Wesenheiten. Wir konnten es nicht selber noch, also wirklich aus unserem Ich-Bewusstsein heraus, entfalten. Aber wir konnten sozusagen die Aufgaben ausführen, die uns übergeben wurden von höheren geistigen Wesenheiten, die uns, wie soll man das sagen, angeleitet haben dazu, die uns den Weg gezeigt haben, wie das funktioniert. Allerdings bitte nicht so, dass uns ein Handbuch oder was gegeben hätte, sondern wir hatten einfach ein Erlebnis dabei, wir hatten Imaginationen, das war selbstverständlich, alle Menschen hatten das, namentlich in der atlantischen Zeit und noch viel stärker in der lemurischen Zeit, da war es ganz besonders stark, also da haben wir alles imaginativ erlebt, äußere Wahrnehmung in dem Sinn gab es zu dem Zeitpunkt noch nicht.
Das ist die Zeit, von der Rudolf Steiner spricht, oder wovon auch die Mythologien sprechen, also vom Zyklopenauge zum Beispiel, das ja im Grunde nichts anderes ist als das Hellseherorgan, ja wir haben alle das Zyklopenauge, wir haben es auch heute noch, wir können es halt nur die meisten noch nicht, oder nicht mehr bewusst betätigen, bewusst damit wahrnehmen, aber wir haben es, weil es ist ja nichts anderes, in Wahrheit, als das Stirnchakra, das wir haben, nichts anderes, also diese zweiblätterige Lotusblume, die da sitzt, die eben sehr viel zu tun hat mit der imaginativen Wahrnehmung, einerseits, aber andererseits auch sehr viel zu tun hat mit der äußeren Sinneswahrnehmung.
Die zweiblätterige Lotusblume und die Bildung der Sinnesorgane 01:22:22
Je weiter wir in die Vergangenheit zurückgehen, desto mehr haben wir die imaginative Seite erlebt, also auch in der Zeit, in der lemurischen Zeit, wo wir in irgendeiner Form schon anwesend waren auf Erden, wo unsere Spuren auch zurückgeblieben sind auf Erden, wo wir aber nicht in der Gestalt natürlich da waren, wie wir da sind, aber wir hatten diese Kräfte bereits, natürlich hatten wir sie, das war eigentlich eines der ganz zentralen geistigen Wahrnehmungsorgane. Und es ist ja so, dass auch das System überhaupt der Chakren, die wir haben, also dieser Lotusblumen, dass aus dem heraus ja eigentlich die Kräfte stammen, in Wahrheit, die seelischen Kräfte auch stammen, und aus den seelischen Kräften, die impulsieren die Lebenskräfte, dass wir nämlich die Gestalt geworden sind, die wir sind.
Das heißt, wenn ich dieses mythologische Bild des Zyklopen nehme, das kann man sich ja jetzt ausmalen, wie man will, aber das Wichtige ist, dass dominierend eben dieses geistige Wahrnehmungsorgan ist, also diese zweiblätterige Lotusblume, die aber eben, wie soll man sagen, ins Innere schaut, das Innere ist vielleicht noch gar nicht richtig in den Anfangszeiten, eben lemurische Zeit, wo wir ja nicht in der körperlichen Gestalt da sind, aber wo wir unsere Inkarnation auf Erden vorbereiten, zu dem Zeitpunkt gibt es das nämlich in Wahrheit eigentlich schon, dieses Organ, und wir schauen damit aber nach innen. Wir schauen damit nach innen mit diesem Wahrnehmungsorgan. Mit den anderen Lotusblumen bis zu einem gewissen Grad auch, aber führend ist diese, die ist die Wichtigste.
Und was entwickeln wir dadurch, dass wir jetzt nach innen schauen damit, mit diesen Kräften, die in dieser zweiblätterigen Lotusblume drinnen sind? Wir entwickeln damit gerade die Kräfte, oder sehr zentral, also eines der wesentlichen Dinge, die Kräfte in uns, die verantwortlich sind dafür, dass wir die Sinne entwickeln, die Sinnesorgane. Und noch ganz deutlich gesprochen, das ist natürlich, wir sind damals noch nicht in der heutigen Gestalt auf der Erde herumgelaufen, aber wo wirkt sich das aus? Es wirkt sich aus, dass die Sinnesorgane früher oder später einmal herauskommen, die tierischen Wesenheiten entwickeln Sinnesorgane.
Zuerst ganz primitive, wenn das irgend so etwas Wurmartiges oder Fischartiges, oder solche, diese amphibischen Wesenheiten dann, die entstehen, also Tierwesenheiten, die entstehen. Da ist ein sehr lebendiges Bewusstsein da. Es ist ein Bewusstsein da, das Sinnesorgane entwickelt, aber diese Sinnesorgane nehmen zu dem Zeitpunkt zumindest hauptsächlich auch imaginativ wahr. Aber das Wichtige ist, indem diese zweiblätterige Lotusblume in sich hineinschaut, sozusagen, in die Wesenheit hineinschaut. Durchaus körperlich jetzt gesehen, auch wenn wir damals noch nicht diese Körperlichkeit gehabt haben wie heute, wo wir vielleicht in körperlicher Gestalt so überhaupt noch nicht da waren, sondern vielleicht nur, indem wir dann als Leichnam die ersten Kristalle zurückgelassen haben, indem wir also noch gar nicht diese geschlossene Menschengestalt hatten, die wir heute haben. Aber wir hatten diese Tätigkeit, dieser zweiblätterigen Lotusblume namentlich, der anderen natürlich auch mit.
Und was tun die? Also die zweiblätterige Lotusblume namentlich, aber auch die anderen bis zu einem gewissen Grad mit, aber die zweiblätterige ganz besonders, sie wirkt mit dazu, unsere Sinnesorgane, nämlich jetzt wirklich die äußeren Sinnesorgane, zu entwickeln. Da ist im Menschen ein gewaltiger Wille drinnen, diese zweiblätterige Lotusblume, die ihm auch dieses Erleben der geistigen Welt, das imaginative Schauen ermöglicht hat, indem der Mensch, das Menschenwesen, der Menschenvorfahr, diesen Blick nach innen gerichtet hat, man könnte sagen auf sich selbst, damit ist gerade entstanden die Anlage zu den Sinnesorganen. Ganz besonders der Augen natürlich, auch Gehörsinn, also namentlich die Sinnesorgane, die mit dem Oberen zu tun haben, bei uns, also die bei uns im Kopfbereich hauptsächlich veranlagt sind, da fängt etwas an sich zu entwickeln.
Und diese Sinnesorgane entstehen dadurch, dass diese zweiblätterige Lotusblume, die ganz ursprünglich nämlich nach außen geschaut hat, und das heißt nur die geistige Welt gesehen hat, wenn sie nämlich nach außen schaut, diese zweiblätterige Lotusblume, dann ist das imaginative Erleben da. Da entsteht die Imagination, das ist das hauptsächlichste Imaginationsorgan, aber da muss sich die seelisch-geistige Tätigkeit dieses Organs ganz nach außen wenden. Dann habe ich die Imagination. Die sinnliche Wahrnehmung ist gerade dadurch entstanden, dass sich diese Kräfte, die lange Zeit einmal nach außen gewirkt haben, sich jetzt nach innen wenden.
Der Tötungsprozess bei der Bildung der Sinnesorgane 01:32:06
Und dieses Organ, dieses übersinnliche Organ, wenn man so will, weil es ist natürlich nicht als stoffliche Struktur fassbar, wie geht der Prozess? Diese zweiblätterige Lotusblume fängt an, sie ist also vom Anfang an einmal nach außen gerichtet, sie lebt damit im imaginativen Wahrnehmen der niederen geistigen Welt, wenn man so will. Also das ist der Ursprungszustand, aus dem kommt der Mensch mit seinem Erleben, das war selbstverständlich.
Und dann geht jetzt ein langer Weg, dass sich immer wieder mal etwas beginnt, nach innen zu wenden. Der Mensch bringt es dazu, die Menschheit bringt es dazu, diese Kräfte, nämlich der zweiblätterigen Lotusblume, die nach außen gehen, die direkt in ein imaginatives Erleben der Welt gehen, also daher keine Sinneswelt, nix, sondern ein rein imaginatives Erleben, Erleben der geistigen Wesenheiten, die halt mitwirken an der ganzen Erdentwicklung, jetzt der Blick wendet sich nach innen, und das ist der Impuls, der letztlich Auslöser ist, dass sich bis ins Physische hinein, bis ins Materielle hinein, aber zunächst einmal in die Seelenkräfte hinein, oder es sind ja eigentlich Seelenkräfte, die da tätig sind, die aber die Lebenskräfte jetzt ergreifen, indem sie in die Lebenskräfte einwirken.
Was bewirken sie, indem jetzt diese Schau, die zuerst nach außen ging, jetzt nach innen sich wendet? Es führt interessanterweise zu einem gewissen Absterbensprozess im menschlichen Organismus, der sich heranbildet zu der Zeit, der noch ganz anders natürlich ausgeschaut hat, wo wir durchaus diesen Prozess, wo man eben nicht sagen kann, überhaupt zu der Zeit, dass das Ich des Menschen da schon in irgendeiner Weise wirklich inkarniert ist, es lässt immer nur so Spuren, hinterlässt solche Spuren. Aber wir wenden jetzt das Bewusstsein nach innen, und das erzeugt erstens einmal die Kraft, durch die sich anfangen, die Sinnesorgane auszubilden.
Also, durchatmen noch einmal. Wir haben ein imaginatives Erleben gehabt. Wir waren natürlich nicht in der körperlichen Gestalt vorhanden wie da, wir waren ein Wesen, das zwar schon die ersten Inkarnationen in der lemurischen Zeit hatte, aber eben als Kristall, von mir aus, beziehungsweise der Kristall ist der Leichnam davon. Wir waren also im ganz flüchtigsten Stofflichen vorhanden. Aber es entsteht ein Impuls, und da wirkt unser Ich bereits mit. Wie kann man das erklären? Nennen wir es einmal so, ich will nicht nur sehen, die imaginative Welt, die geistige Welt, die sich ausbreitet, wobei man noch nicht wirklich sagen kann, dass das jetzt eine freie Willensentscheidung ist, aber es entsteht ein gewisser Drang in uns.
Wer wirkt da mit? Luzifer wirkt mit, weil der Luzifer ist der, der die Sinne nach außen öffnet, also der wirkt sehr stark mit, der verführt uns auch mit dazu bis zu einem gewissen Grad, sodass wir diese Kraft jetzt nach innen wenden und sozusagen sagen, ja, das ist ja sehr interessant, ich bitte es jetzt in heutige Worte übersetzt, natürlich so haben wir es uns damals nicht gesagt, Sprache gab es ja auch noch nicht zu der Zeit, überhaupt nicht. Es gab äußerlich gesehen vielleicht in der Zeit, von der ich jetzt rede, die ersten primitiven Lebewesen in unserem Sinne. Also wo schon eine physische Körperlichkeit da war, wo wir sagen, das ist lebendig, das ist auch nicht nur pflanzlich mehr, sondern das ist, naja, noch nicht ganz menschlich, aber auch noch nicht ganz tierisch, es ist etwas dazwischen, wir stehen dazwischen.
Die Pflanzentiere und der alte Mondenzustand 01:35:26
Das ist im Übrigen, Rudolf Steiner beschreibt es ja sehr genau, eine gewisse Erinnerung sogar an den alten Mondenzustand, wo es so Übergänge gab. Es gab nicht Tiere oder Pflanzen, es gab Pflanzentiere zum Beispiel. Also etwas, was beides irgendwo war. Und jetzt, während der Erdentwicklung, kommt etwas dazu, was im Übrigen auch schon auf dem Mond vorbereitet wurde, auch etwas, was ein Übergangsfeld bildet zwischen dem Menschlichen und dem Tierischen. Natürlich nicht so in der äußeren Gestalt, wie wir es jetzt haben, aber von den seelisch-geistigen Qualitäten, die da drin eine Rolle spielen.
Und jetzt, wenn wir zur Erdentwicklung gehen, zu dem Zeitpunkt eben in der lemurischen Zeit, fängt es schon an, kommt aber erst später dann noch deutlicher heraus, wo jetzt entsteht der Wille, also nicht mehr nur draußen in der imaginativen Welt, in der geistigen Welt eigentlich zu leben, sondern nach innen zu schauen, mit diesem Hellseherorgan nach innen zu schauen. Und dann hat dieses Nach-innen-Schauen ja natürlich einen ganz anderen Charakter, als wenn man sinnlich nach innen schauen würde, aber es ist ein imaginatives Schauen, es ist aber ein Schauen, das auch etwas bewirkt in uns. Es fängt an nämlich, die ersten Strukturen zu bilden, aus denen sich die Sinnesorgane entwickeln. Sehsinn, Geruchssinn, Gehörsinn, dann vielleicht ein leichter Erschütterungssinn zunächst nur, Wärmesinn und dergleichen.
Und indem sich diese Sinneskräfte jetzt entwickeln, die entwickeln sich dadurch also, dass der Blick der Zweiblätterigen, vor allem der Zweiblätterigen, aber auch anderer Lotusblumen, nicht mehr nach außen geht, sondern nach innen geht, dann fängt er an, sinnesorganbildend zu wirken. Das heißt, es werden die Gehirnstrukturen ausgebildet, und aus dieser Gehirnstruktur, man darf nicht an unser heutiges Gehirn denken, sondern man wird es gleich sehen, was es ist, Steiner sagt ja mal, oder an mehreren Stellen deutlich, und das ist aus dem her total nachvollziehbar, die Sinnesorgane, was sind sie eigentlich? Sie sind eigentlich so etwas wie ein kleines Gehirn. Also so wie ein Ausläufer des Gehirns, oder im Gehirn führen dann die Wirkungen aller dieser kleinen Gehirne zusammen.
Aber es ist eigentlich so eine ähnliche Struktur, die da entsteht, die sich halt erst im Tierreich einmal zunächst ganz primitiv ausbildet, aber durch unsere Tätigkeit, wir arbeiten da mit dabei. Nur wir sind deswegen nicht Tiere, wir sind gerade in diesen Tierkörpern nicht verkörpert wirklich, aber wir bewirken dort eine Entwicklung drinnen. Also wir sind noch ganz in einer sehr viel flüchtigeren Form da, sodass davon auch noch gar nichts zurückbleibt, außer vielleicht die Spuren, wie wir erwähnt haben, also die Kristalle, und vielleicht ist es jetzt schon noch ein bisschen was anderes.
Der Sturz in die Sinnlichkeit als luziferische Verführung 01:39:52
Aber dadurch entsteht also der Drang, der Wille dazu, Sinnesorgane zu entwickeln. Und das ist aber zugleich, das ist auch das Interessante, und das ist schon die Notwendigkeit, dass überhaupt dieses imaginative Schauen, das da war, wenn wir es nach außen gewendet haben, wenn wir es jetzt nach innen wenden, entsteht der Wille, die Kraft, die Fähigkeit, die Voraussetzungen für Sinnesorgane zu schaffen. Das ist aber ein Tötungsprozess eigentlich.
Solange wir mit unserem imaginativen Bewusstsein draußen in der geistigen Welt waren, waren wir selbst noch lange Zeit überhaupt gar nicht bis ins Physische da, sondern das war höchstens ein Endprozess. Erinnert euch an den Punkt, wo ich gesagt habe, die ersten Leichname der Menschen sind die Kristalle. Die sind hervorgegangen aus einem Sterbeprozess, der letztlich durch uns bewirkt wurde. Und damit haben wir in Wahrheit einmal die mineralische Grundlage der Erde geschaffen. Und der Prozess ist dann weitergegangen, dass wir wieder durch einen Sterbeprozess, paradoxerweise, die ganz lebendigen Ätherkräfte, die vom höchsten astralischen durchleuchteten Ätherkräfte, in denen also eine ungeheure Weisheit auch gewirkt hat, das heißt, das war weisheitsvolles Leben, weisheitsvolles Leben der ganzen Erde, indem wir diese Kräfte umwenden, in gewisser Weise.
Das passiert nämlich bei dem Ganzen. Damit leiten wir aber auch einen Sterbeprozess ein. Ich meine, das ist der Prozess, der schon zu den ersten Kristallen geführt hat. Das ist alles andere als ein rein chemisch-physikalischer Vorgang. In der Anfangszeit schon überhaupt gar nicht. Das heißt, wir dürfen uns diesen Anfangszustand der Erde nicht einfach so ganz gleichstofflich vorstellen, wie das heute ist. Das ist eine sehr späte Phase. Natürlich, irgendwann kommt es dazu. Aber der Prozess, der dazu geführt hat, auf den Weg dorthin, ist eigentlich im Grunde der, dass wir uns abwenden von der Wahrnehmung der geistigen Welt und ein Bestreben in uns haben.
Das ist eben Folge, wenn man so will, der luziferischen Verführung, so wird es in der Bibel ausgedrückt, dass wir eine ungeheure Sehnsucht hatten, Sinnesorgane zu entwickeln, die Augen zu öffnen für die äußere Welt. Und die entsteht einfach durch diese Umwendung. Und dadurch entsteht aber in uns ein Sterbeprozess. Aus diesem Sterbeprozess geht hervor, dass sich die Sinnesorgane bilden. Und aus dem geht aber auch hervor, dass sich unser sterblicher Körper, unser physischer Körper, letztlich entwickelt. Aber durch eine lange Entwicklungsreihe.
Und bevor wir wirklich mit unserem Ich jetzt ganz einziehen in die ganze Geschichte, weil man kann nicht sagen, dass in der Wesenheit, die da war, die ja eigentlich, ja, sie verkörpert hat, eben am Anfang gerade dadurch, dass sie den Leichnam nur zurücklässt, ohne dass aber vorher ein physisch lebender Organismus da gewesen wäre. Physisch nicht. Es war ein sehr lebendiges Wesen da, weil wir waren ja halt im Ätherleib sehr lebendig und vom Stofflichen noch fast gar nicht durchdrungen. Und es fängt aber an, indem wir jetzt den Blick nach innen wenden, geht die Verstofflichung weiter, ein gewisser Sterbeprozess geht weiter.
Die inneren und die äußeren Sinne 01:45:19
Es ist also schon bereits ein bisschen ganz leise, abgewendeter Blick von der imaginativen Welt zur sinnlichen Welt, die wir aber noch gar nicht wahrnehmen können, oder die so noch gar nicht existiert, könnte man auch sagen. Jetzt könnte man fragen, existiert überhaupt eine sinnliche Welt, wenn kein Wesen da ist, das Sinne hat? Das ist eine gute Frage. Was ist das für eine Welt? Es ist eine Welt da. Es ist ein Teil der Welt da. Es ist nämlich genau die Welt, wo etwas zu ersterben beginnt. Wo Lebenskräfte, die reinen Lebenskräfte, noch total übersinnlich sind. Und erst recht die astralischen Kräfte, die damit notwendig verbunden sind, weil die Weisheit, die in den Lebenskräften drinnen liegt, dass das überhaupt etwas Lebendiges sein kann, das heißt, dass es eine lebendige Entwicklung in irgendeiner Weise durchmachen kann, die kommt ja von einer noch höheren Ebene, die kommt zunächst einmal von der astralischen Ebene. Und in die wirkt natürlich Geistiges, höheres Geistiges auch hinein.
Aber ein Rest dieser ganzen Situation ist ja, dass wir heute auch für unseren Ätherleib, dass er sich erfrischen kann, weil er sich eigentlich jeden Tag, wenn wir wach sind, erschöpft er sich eigentlich. Man könnte sagen, stirbt fast. Also die Ätherkräfte verflüchtigen sich fast ganz. Die lebensschaffende Fähigkeit erlischt fast in uns. Also so sehr, dass man vielleicht zwei, drei, im Extremfall vielleicht vier Tage ohne Schlaf auskommt, aber dann ist es aus, weil wozu dient der Schlaf? Der Schlaf dient dazu, dass sich in der Nacht der Ätherleib, ah, der Astralleib heraushebt aus uns. Der Ätherleib lockert sich ein bisschen, geht aber nicht ganz heraus, aber der astralische Leib geht ganz hinaus und holt jetzt, ja, die lebendige kosmische Weisheit herein, die unseren erschlafften Ätherleib wieder so in Bewegung bringt, dass er das Leben auch des physischen Organismus wieder erhalten, regenerieren kann.
Das sind eben nicht bloß die genetischen Prozesse und die biochemischen Prozesse, die uns ablaufen. Die laufen schon ab, und die kann man natürlich auch messen und untersuchen, und es ist natürlich notwendig, dass wir das heute kennenlernen, also mit wissenschaftlicher Präzision, obwohl wir mit Sicherheit das Leben so nicht finden werden, sondern da müsste man eben auch die imaginative Fähigkeit entwickeln, dann kann man lernen, ja, was passiert denn dadurch auch bis ins Physische hinein? Was passiert denn da in den Lebensprozessen, dass wir die astralischen Kräfte, diese kosmische Weisheit, wenn man so will, die da lebt in diesen astralischen Kräften, und diese kosmische Weisheit bedeutet die Weisheit, ja, wie schaffe ich einen, wie schaffe und erhalte ich einen lebendigen Organismus? Sehr vereinfacht ausgedrückt, dass ich das hereinbringe.
Der Garten Eden als imaginativ geschaute Welt 01:49:04
Aber mit der Entwicklung der Sinnesorgane, bedingt durch die luziferische Verführung, mit der wir eigentlich aus der Paradieseswelt herauskommen wollen dann, weil wir uns verführen haben lassen. Eigentlich, in Wahrheit, wollen wir heraus. Das Ganze, was ich euch geschildert habe, mit der Umwendung auch der Kräfte, dieser zweiblätterigen Lotusblume und vor allem auch den anderen oberen Lotusblumen, die da eine besondere Rolle dabei spielen, aber die ist zentral, aber indem wir jetzt verlassen diese paradiesische Welt, die etwas zu tun hat mit dem imaginativen Erleben, also das heißt, wo sie nach außen gewendet ist, das ist die Welt, wo wir das Paradies wahrnehmen, wo wir wahrnehmen, imaginativ die ganzen Lebenskräfte, die dort drinnen wirken. Jetzt der Blick nach innen, wegwenden mit diesem, damit, weil es anfangs gar nicht so vollständig geht, aber doch teilweise geht, eine Verdunklung der geistigen Welt, aber ein Auftauchen von dem, was da drinnen ist, und ein Spüren, da ist eine andere Welt, ich kann sie aber noch nicht wahrnehmen.
Ich kann sie weder von innen noch von außen wahrnehmen, ich muss mir Organe schaffen dafür. Ich muss mir Organe schaffen. Und diese Organe, die damit geschaffen werden, die aber eben zugleich einen Todesprozess bedeuten, das ist ein gewisser Absterbensprozess, aus dem gehen jetzt die Sinnesorgane hervor. Und da gibt es ganz notwendig, und das ist das Wichtige und das Interessante, es gibt Sinne, die nach außen gerichtet sind, und es gibt Sinnesorgane, die nach innen gerichtet sind. Die also sozusagen bis zu einem gewissen Grad sinnlich, aber eben jetzt nicht imaginativ, sondern sinnlich mitbekommen, was in unserem Organismus vorgeht. Also die inneren und die äußeren Sinne.
Und durch beide fange ich an, zu verlieren die imaginative, seelisch-geistige Wahrnehmung. Durch diese Umwendung. Und wie gesagt, durch diese Umwendung, die bewirkt aber auch, dass sich diese dazu notwendigen Organe, die Sinnesorgane, aber auch die notwendigen Nervenstrukturen und dergleichen, dass sich die entwickeln. Und das ist der lange Prozess. Und den Prozess können wir verfolgen, denn der hat Spuren hinterlassen in der ganzen Erdentwicklung und in der Entwicklung dessen, was sich auf der Erde abspielt, nämlich daran, dass insbesondere dann auch die tierischen Wesenheiten entstehen. Von ganz einfachen bis immer komplexeren. Das heißt nicht, dass wir diese Tiere waren, aber wir haben durch diese Umwendung diese Entwicklung initiiert. Also damit haben wir einen wesentlichen Anteil an dem Entstehen der Tiere.
Goethe: Die Tiere stammen vom Menschen ab 01:53:00
Und das ist ja das Interessante, dass das Goethe auch so deutlich gesehen hat. Nicht wir stammen von den Tieren ab, sondern umgekehrt, die Tiere stammen von uns ab. Und zwar bevor wir überhaupt in der heutigen Gestalt da waren. Also da gibt es eine Verwandtschaft zwischen den Tieren und den Menschen. So deutlich hat es Goethe nicht ausgedrückt, aber er hat ganz deutlich gesehen diese Verwandtschaft, die da ist. Da ist eine Zusammengehörigkeit da zwischen Tier und Mensch. Aber es heißt eben nicht, dass der Mensch Tier jemals war, aber er hat dazu beigetragen, indem er eben seine imaginativen Wahrnehmungsorgane, also diese reingeistigen Organe, umgewendet hat, nach innen gerichtet hat, durchaus in ein körperliches Inneres, das aber zuerst noch nichts anderes war als die erste Stofflichkeit, aus der sich die Erde gebildet hat.
Ich schaue jetzt nicht mehr ins Imaginative, oder nicht nur mehr ins Imaginative, sondern die Menschen, die Menschheit in Wahrheit, die Menschheit ist es eigentlich, oder zumindest ein Teil davon, die Pioniere auf dem Weg, die blicken nach innen, und dadurch entstehen langsam alle die Organe, die zuletzt uns Menschen ausmachen, aber die immer wieder etwas in die Natur hinaussetzen, was eine typische Wegmarke ist in der Entwicklung. Und wo man wirklich ja sagen kann, und Rudolf Steiner sagt das ja auch oft, und schon Goethe hat das eigentlich gesagt, eigentlich stammen die Tiere vom Menschen ab. Weil der Mensch ist das Urbild im Grunde aller Tiere.
Nur hat auch Goethe nicht angenommen, dass wir damals die Ersten waren, die in der heutigen Menschengestalt herumgelaufen sind auf Erden, aber dass sich diese Tiere entwickelt haben, dass da eine Gemeinsamkeit da ist, das hat er ganz deutlich erkannt. Darum hat er ja so vehement gesucht nach dem Zwischenkieferknochen. Wo die Meinung herrschte damals, die Meinung der Anatomen, dass der Mensch ihn nicht hätte, also wo da diese mittleren Zähne draufsitzen, und da ein extra Knochen ist, den hatte man halt beim Menschen nicht gefunden, bei den Tieren gibt es ihn recht deutlich, da sieht man ihn recht deutlich, bis man es dann schließlich beim Menschen auch gefunden hat, weil man gezielt danach gesucht hat.
Aber es gab tatsächlich viele Forscher, die gesagt haben, ja, das ist der Unterschied, an dem kann man deutlich erkennen, das ist Mensch, und wer den Zwischenkieferknochen hat, das sind halt die Tiere. Aber der Mensch hat ihn nicht. Klares Unterscheidungsmerkmal. Ist daher etwas ganz anderes. Hätte man ja nach der damaligen Zeit, der Goethezeit oder so, hätte man das ja noch ziemlich als Sakrileg empfunden, zu sagen, der Mensch hängt mit den Tieren zusammen. Also vielleicht sogar ist er entstanden aus den Tieren oder was. Nein, wir sind die Krone der Schöpfung, und wir sind exklusiv geschaffen worden durch den lieben Gott, so wie die Bibel interpretiert wurde damals, und das Tierische, das ist ganz was anderes.
Die missverstandene Bibel und die imaginativ geschaute Genesis 01:57:13
Ja natürlich, die Entwicklungslehre war die missverstandene Bibel, die man gelesen hat. Muss man auch dazu sagen. Da hat man sich aber wirklich missverstanden, komplett missverstanden. Eben, weil man diese ganzen Prozesse, die dort geschildert werden, in der Bibel, in der Genesis, schon wieder ganz materiell nimmt, so als wäre das in der heutigen stofflichen Welt passiert. Die Schilderungen der Genesis, also der Beginn der Bibel überhaupt, dann natürlich auch die Paradiesgeschichte und Vertreibung aus dem Paradies und so weiter, das ist ja alles, was imaginativ geschaut ist.
Das spielt sich in der Astralwelt ab, in Wahrheit. Teilweise in der Ätherwelt dann. Also der Garten Eden, das eigentliche Paradies, wo das unerschöpfliche Leben, die Lebenskraft schlechthin da ist, das ist der Garten Eden im Grunde. Das ist der Garten Eden. Und dahinter steckt aber dieses starke Seelische, diese kosmische Weisheit, die dahintersteckt. Aber die Interpreten der Bibel haben die meisten später nicht mehr verstanden, was das ist, wie das zugegangen ist. Da wird es bei vielen viel zu äußerlich genommen.
Also schon im Alten Testament, also schon dort ist es teilweise missverstanden worden, also nicht nur in der Schrift selber, da steht es schon richtig drinnen, aber wie man es dann mit der Zeit interpretiert hat, also selbst da im Judentum oder so, da ist nicht mehr ganz der klare Blick darauf. Weil die meisten es dann nicht mehr verstehen konnten, was damals, als die Genesis geschrieben wurde oder empfangen wurde, weil auch das Schreiben der Bibel, das Schreiben der Genesis, wie darf man sich das vorstellen? Es ist ja nicht jetzt so, dass Moses die Offenbarung empfängt oder irgendwas, und jetzt würde das einfach so niedergeschrieben, diese Dinge.
Die Bibel als Inspiration aus der Akaschachronik 02:00:06
Auch die Gebote und dergleichen, also diese ganzen Geschichten, das alles sind rein geistige Erlebnisse. Und so sind sie einmal weitergegeben worden. Die Schrift ist erst viel später entstanden, die äußere Schrift. Aber die Quelle, von der genommen ist, also die Schilderungen der Genesis, das Anfangskapitel, das geht viel, viel weiter zurück. Das heißt, die Bibel im geistigen Sinne genommen, also der Inhalt der Bibel, das Wort der Bibel, dass sie im Grunde eine Wiedergabe des Wortes Gottes ist, also in Wahrheit eine Beschreibung des Lebens des Christus, des übersinnlichen Lebens Christi, zunächst einmal im Alten Testament drinnen.
Auch wenn das jetzt nicht so direkt ausgesprochen ist, und auch wenn jetzt nicht alle, die mit der biblischen Geschichte zu tun hatten und auch bis heute zu tun haben, also auch in anderen Religionen, die dann nicht ins Christentum gemündet sind, es heißt ja nicht, dass dort überall die Zusammenhänge verstanden worden sind, aber es ist der Wortlaut in einer gewissen Weise, ist halt dann besonders im Judentum festgehalten worden, auch dort ist es dann irgendwann einmal in die äußere Schrift übersetzt worden. Aber das ist im Grunde etwas sehr viel Späteres.
Die eigentliche Bibel ist geschrieben in der Akaschachronik. Und im Grunde, über das haben wir eh schon einmal gesprochen, eine Bibelübersetzung kann ich in Wahrheit eigentlich nur machen, wenn ich von dort mir zumindest eine Inspiration holen kann. Bewusst hätte ich es gesagt, Inspiration. Noch besser, wenn ich zugleich auch die Imagination dazu habe. Aber um es in Worte zu fassen, dazu braucht es eben auch dann die Inspiration, das Verständnis dessen, was man eigentlich schaut.
Und der Prozess, auch wie es dann letztlich bis zur Niederschrift der Bibel gekommen ist, ist tatsächlich der, dass im Kern, also in den wesentlichen Passagen auf jeden Fall, also eine Inspiration und eine Imagination da ist. Aber die Inspiration ist das, wo es das klare Verständnis gibt. Und da lebt man eigentlich in der Inspiration. Was macht die? Die gibt das Wort Gottes wieder. Eben natürlich nicht in irgendeiner menschlichen Sprache, sondern eben als Inspiration, als etwas, was mit dem Klang vergleichbar ist, natürlich trotzdem ganz anders ist, weil es ja kein sinnlicher Klang ist, aber was mit den kosmischen Harmonien etwas zu tun hat. Also mit dem Zusammenklang der Welten, die sich, wie soll ich sagen, fokussieren, um hier jetzt die Erde zu gestalten.
Das lebt drinnen, namentlich in der Genesis jetzt. Die späteren Bücher drinnen schildern ja eigentlich viel, viel spätere Sachen, eben das Geschick des jüdischen Volkes letztlich, das dann geschildert wird. Und natürlich mit dem Rückblick auf die ganzen Generationen, die da waren. Aber dieser eigentliche Kern der Schöpfungsgeschichte, also das Sechstagewerk, das Wort Gottes, das da empfangen wird, und gerade in der Genesis ist das schon sehr, sehr stark drinnen, da ist es wirklich diese Wahrnehmung, diese Wahrnehmung der Inspiration. Das ist also die nächste Stufe.
Das gläserne Meer und die Kristallwelt 02:06:26
Und mit der Inspiration, die ist wichtig, dass das, was auch imaginativ wahrgenommen wird, dass das auch bis in eine verständliche Sprache gefasst werden kann, womit man schon auch einen Hintergrund hat, wie überhaupt einmal Sprache dann entstanden ist. Und ihr seht, wie viel später das ist. Aber vorher hat der Mensch ein großes Werk vollbracht, er hat die ganze, oder mitgewirkt auf jeden Fall, dadurch, dass er diesen Weg gegangen ist, den Weg, ja, von mir aus des Sündenfalls, des Auszugs aus dem Paradies, das Hinabgehen, den Sturz sogar in die Sinnlichkeit hineinzugehen, der Weg bildet sich ab in der Entstehung des Lebens auf der Erde, namentlich auch des tierischen Lebens auf der Erde, aber in Wahrheit auch des pflanzlichen. Ja, sogar des mineralischen.
Das entsteht auf dem Weg. Der Mensch bildet es eigentlich. Nur inkarniert er sich nicht wirklich richtig drinnen. Das Erste, wie gesagt, sind die Kristalle, wo sie sich bilden, das gläserne Meer, das eben ja auch so deutlich in der Apokalypse erwähnt wird. Das gläserne Meer, das ist die Kristallwelt, die entsteht. Und das sind die ersten Spuren. Und die Kristalle entstehen dadurch, dass eben ein kosmisches Leben erstirbt. Dadurch entsteht der Kristall. Der fertige Kristall lebt natürlich nicht mehr.
Da ist nichts Ätherisches, keine Ätherkraft, keine Lebenskraft mehr drinnen. Es ist auch keine astralische Kraft drinnen. Es ist auch nicht in dem Sinne eine geistige Kraft drinnen, aber in seiner Form, in der er dann als Totes erstarrt ist, ist es so wie ein altes Schattenbild dieser Kräfte, die daran gewirkt haben. Und wo durchaus das Ich des Menschen mitgewirkt hat. Und das gibt jedem Kristall dann seine individuelle Form. Weil keiner der Kristalle ist gleich. Genau gleich. Und wurscht jetzt, welche Art Kristall das ist, ob das Quarzkristalle sind, ob das Diamant ist, ob es sogar so etwas Kristallines ist, wie es auch die Schneeflocken haben, wenn sie herunterkommen. Auch da ist ein Kristallprinzip drinnen.
Und das ist alles in Wahrheit aus so einem Prozess hervorgegangen und geht teilweise heute noch. Das sind halt die Nachzügler, die Spuren davon. Davon ist noch etwas drinnen. Aber das sind Spuren der Menschwerdung auf Erden. Und zu dem Ganzen gehört eben als ganz Wesentliches die Bildung der Sinnesorgane durch die Umwendung der Kräfte, der imaginativen Kräfte dieser zweiblätterigen Lotusblume. Und die nicht nur zur Wahrnehmung führt, sondern zwangsläufig schon vorher zur Bildung der Wahrnehmungsorgane führt.
Die Sinnesorgane als die totesten Organe in uns 02:09:31
Weil vorher brauchen wir gar nicht davon reden. Und gerade diese Wahrnehmungsorgane, die Sinnesorgane, von denen sagt Herr Rudolf Steiner sehr deutlich, dass das eigentlich die totesten Organe in uns sind. Dass sie eigentlich am allernächsten sind rein physikalischen Apparaten, was das Sinnesorgan als solches betrifft. Natürlich, allein mit dem wäre die sinnliche Wahrnehmung nicht möglich, weil es muss etwas ergriffen werden, was durchaus höherer Natur ist, was aber sinnlich dadurch wahrgenommen wird, dass es im Grunde im oder am Sinnesorgan, was eigentlich imaginativ wahrgenommen wird, erstirbt. Und dieses imaginativ Wahrgenommene, das aber getötet wird, das sind unsere Sinneseindrücke. Das sind unsere Sinnesqualitäten.
Ich denke, das war eine sehr komplizierte Sache, die ganze Geschichte. Ihr müsst es auch nicht glauben, ihr werdet es wahrscheinlich auch so direkt ausgedrückt bei Rudolf Steiner nicht finden, weil es ist aber drinnen im Werk Steiners, aber es ist sehr verteilt. Also ich kenne zumindest keine kompakte Schilderung, wo das alles, was ich euch heute erzählt habe, auf einem Fleck zu finden ist. Da und dort sind so Splitter davon zu finden. Und wenn man mal ein paar gefunden hat, dann kann man sich weiter vortasten und diesen Prozess auch irgendwo anfangen nachzuvollziehen und halt mehr darüber zu schildern.
Also das ist ein Thema, das uns, denke ich, trotzdem in einer gewissen Weise noch weiter verfolgen wird oder begleiten wird, weil es ganz wichtig ist. Wir sind jetzt eben in unserem Zeitalter, in dem ahrimanischen Zeitalter drinnen, im Zeitalter der Bewusstseinsseele drinnen. Und da ist ein ganz Wichtiges, dass wir die Brücke finden zwischen dem Geistigen und dem toten Materiellen, dem Abgestorbenen. Das müssen wir zusammenschauen können, und wo die Berechtigung von beiden drinnen liegt, weil eben der Weg, dass wir bis ins Tote gegangen sind, dass wir überhaupt sterben können, dass wir eben den Ahriman dankenswerterweise haben, der uns das immer wieder ermöglicht, dieses Sterben im Kleinen und im Großen als ganzer Mensch, aber auch in jeder Millisekunde passiert ein Sterbeprozess in uns.
Der Tod als Teil unseres Erdenlebens von Anfang an 02:12:40
Und wir könnten gar nicht als bewusster Mensch auf Erden leben, wenn das nicht der Fall wäre. Und da spielen die ahrimanischen Kräfte eine wesentliche Rolle dabei, dass eben der Tod schon im Grunde nicht nur seit der Geburt, sondern schon fast vor der Geburt Teil unseres Erdenlebens ist. Da fängt es an. Es ist ein Prozess, der sich irgendwann vollendet und uns dann ermöglicht, die physische Hülle abzulegen und die Erfahrungen, die wir im Erdenleben gemacht haben, die bewussten Erfahrungen, die sinnlichen Erfahrungen auch zu verarbeiten, und vor allem, was wir eben gelernt haben, um hier die Freiheit zu entwickeln oder auf dem Weg sind, damit umzugehen.
Es ist sehr komplex und sehr schwierig, diese ganze Sache. Schreibt mir ruhig, wenn etwas unklar ist. Wahrscheinlich würde es dann große Litaneien werden, weil es wirklich schwierig ist. Ich versuche es mit eigenen Worten zu schildern. Das macht es vielleicht auch nicht einfacher, weil ich gestehe, dieses Thema macht mir auch Mühe.
Eine persönliche Schicksalssituation: Naturwissenschaft und Anthroposophie 02:14:01
Ich habe mich sehr lange damit beschäftigt. Das ist ein Kernthema, das mich beschäftigt, seit ich mit der Anthroposophie in Verbindung gekommen bin. Das war von Anfang immer eine Spannung bei mir, wo ich auf der einen Seite ganz in der äußeren, toten Naturwissenschaft stehe, auf der anderen Seite da drinnen. Und wie findet man jetzt zusammen? Wie findet man da irgendwo die Möglichkeit, einen Weg zu gehen, der beides umfasst? Das war meine Schicksalssituation, die mich genau zu dem geführt hat. Und gerade zum richtigen Zeitpunkt ist mir die Anthroposophie begegnet. Sonst hätte ich wahrscheinlich nicht die Möglichkeit gefunden, in diese Dinge so einzudringen, dass ich aus dem Werk Steiners mit der Anregung, mit der Hilfe des Werks Steiners und mit den eigenen Erfahrungen, die ich gemacht habe in meinem Leben bis jetzt, das irgendwie stotternd erzählen kann.
Weil was anderes ist es nicht. Es ist ein Stottern, es ist ein Suchen noch, das aber schon viele Jahrzehnte ein Suchen ist, und von dem ich euch einzelne Stationen schildern kann. Nehmt es als Anregung, es ist, wie gesagt, alles keine Glaubensfrage, die gibt es in der Anthroposophie überhaupt nicht, weil es ist eben Geisteswissenschaft, und Geisteswissenschaft heißt, dass man es wirklich mit der eigenen, bewussten Kraft ergreifen muss, sonst hat es keinen Sinn.
Und wo ich vor allem nicht am Glauben hängen bleibe, sondern wo ich mir den Beweis eigentlich nur selber geben kann, indem ich es im klaren, wachen, bewussten Denken, aber in einem lebendigen Denken, in einem freien Denken, imaginativ ergreifen kann. Imaginativ sogar. Weil die Imagination ist ja nichts anderes als eine Steigerung dessen, ein wahrnehmendes Denken zu entwickeln. Und ein wahrnehmendes Denken, das jetzt nicht nur in der sinnlichen Welt wahrnehmen kann, sondern das jetzt auch schafft, wieder die Wendung der Kräfte der zweiblätterigen Lotusblume nach außen zu wenden, und gerade dadurch die geistige Welt und den geistigen Hintergrund auch wirklich als Erfahrung haben zu können.
Freie Imaginationen aus der eigenen Individualität 02:17:12
Und verbunden damit eben diese imaginative Fähigkeit, ganz bewusst zu entwickeln, also zu merken, das ist nicht ein visionäres Schauen, wo das irgendwie passiert, sondern es ist ein bewusstes Bilden freier Imaginationen. Was aber dadurch möglich ist, dass man durch diese ganzen seelisch-geistigen Erfahrungen, aber auch durch die äußeren sinnlichen Erfahrungen durchgegangen ist, aber bewusst mit diesen Sachen umgehen kann und sie zusammenschauen kann irgendwo.
Also darum, vielleicht ist das für euch also ein bisschen erklärend, warum ich so lange jetzt da mit den Sinnen herumarbeite, und warum auch Rudolf Steiner so beharrt hat auf dieser ganzen Sinneslehre, auch so, wie er sie eben gegeben hat, mit dieser kosmischen Dimension, die eigentlich dahintersteckt. Das ist einfach ganz zentral, um die Weltentwicklung, die Menschheitsentwicklung zu verstehen. Und es gibt viele geistige Strömungen, die natürlich versuchen, den Ursprung letztlich auch des Menschen und der Welt, in der wir leben, und wie es weitergeht, zu durchschauen. Aber da ist wirklich ein wesentlicher Punkt, die übersinnliche Welt mit der sinnlichen Welt zusammenzuschauen. Das ist das ganz Wesentliche auch der Anthroposophie, dass das zusammengehört und dass wir da die Brücke finden. Wach werden in den äußeren Sinnen, wach werden aber auch im imaginativen Schauen.
Und das imaginative Schauen ist bekannterweise eben freie Imagination, freies Gestalten aus der Individualität heraus. Keine Visionen, die mir irgendwie aus dem Unbewussten aufsteigen oder mir eingegeben werden oder sonst wo, sondern die ich geradezu künstlerisch gestalte. Ich, das heißt, jeder Mensch, der das angeht. Ich meine nicht mich als Wolfgang, der da sitzt, sondern aus dem Ich heraus. Das ist das Wichtige.
Das heißt, dort, wo wir in so eine Tätigkeit hineingehen, in so eine geistige Tätigkeit hineingehen, die im Großen dazu geführt hat, dass wir zum Beispiel unsere Sinnesorgane entwickeln überhaupt, die nach außen gehen, dass wir arbeiten an unserem ganzen Körper, das sind die Dinge, wo wir das lernen und über viele Inkarnationen gelernt haben, und wo wir jetzt in einer Zeit darin entstehen, wo wir bis in die Umgestaltung des Körperlichen bewusst arbeiten sollten.
Die bewusste Umgestaltung des physischen Leibes 02:20:23
Nicht bitte so, dass ihr euch vorstellt, wir verändern das Wort, wie du eben eine Anatomie verwendest. Nein, die Nase gefällt mir nicht, also durch geistige Kraft forme ich sie jetzt um. Nein, das ist ein Unsinn. Aber durch unsere geistige Arbeit arbeiten wir bis in unseren physischen Organismus hinein und gestalten ihn um. Und das ist ein Prozess, der ganz anders ist als ein Chirurg, wenn er irgendwas operieren würde, er würde den Menschen als Gegenstand sehen. Wir, indem wir geistig uns so betätigen, arbeiten wir an der Umformung unseres Leibes, sodass er immer näher kommt, vor allem dann mit der Hilfe des Christus, mit der Hilfe der Vaterkraft, sprich mit der Hilfe der ganzen geistigen Welt, wirklich zu dem zu kommen, was unsere Auferstehungsgestalt ist, was unser Phantomleib ist, von mir aus, wenn man es so nennen will.
Das heißt, das, was eine Formgestalt ist, aber eine geistige Formgestalt, die unserer Individualität entspricht und die immer bewusster, je weiter wir in der Entwicklung kommen, aber letztlich bis zum Vulkanzustand hin, werden wir dazu brauchen, um das wirklich fertig zu bekommen, obwohl wir dazwischen gar nicht mehr so physisch verkörpert sind wie heute, sondern einfach in mehr ätherischer Weise und so weiter da sind. Aber das Wichtige ist, dass wir diese individuelle Geistgestalt wirklich ausformen, indem wir auch nach Mitteln suchen, wie wir das zum Ausdruck bringen können, weil wir müssen daran arbeiten.
Das ist das, was ich anfangs erwähnt habe, wo ich heute mit der Margarita gesprochen habe, zum Beispiel ein Musiker, der ein Instrument spielt und sich so verbindet, dass dieses Instrument geradezu Teil von ihm wird. Das heißt, er inkarniert sich eigentlich durch dieses Instrument, nicht, dass er jetzt in der Gitarre oder im Klavier drin sitzt als Geist, das ist es nicht. Aber seine geistige Kraft fließt hinein und bringt das, was in seiner Geistgestalt wirkt und lebt, zum Ausdruck, mithilfe des äußeren Instruments, das bei einem begnadeten Musiker eins wird mit ihm. Teil seiner Geistgestalt.
Nämlich, jetzt natürlich, ein Klavier ist so, wie es ist, und eine Harfe ist auch so, wie sie ist. Wenn ein Harfenbauer ist, dann kann er es noch formen irgendwo, aber sonst sagt man, ich habe das Instrument da. Aber wie ich mich verbinde damit, dadurch gibt es mir die Möglichkeit, etwas hier auf Erden zu inkarnieren, was ich ohne dieses Instrument nicht inkarnieren könnte. Nämlich nicht, dass es im Instrument drinnen steckt, aber es ist das Medium, das etwas von meiner geistigen Gestalt hereinbringt. Das heißt, inkarnieren eigentlich. Dass es hier anwesend wird und hier auf Erden lernt.
Werkzeuge als Medium der Inkarnation 02:24:02
Weil die Geistgestalt nützt einem nichts, wenn sie nur im Geistigen bleibt. Sondern dass sie ausgeformt wird, dass sie individualisiert wird, dass sie immer mehr eben auch Ausdruck dieser individuellen Freiheit wird. Dazu muss ich sie in die Inkarnation herunterbringen. Und in vielen Fällen, nein, in praktisch allen Fällen inkarnieren wir uns nicht nur in der Körperlichkeit, in der wir drinnen sind, sondern vor allem auch in den Dingen, ja, es ist missverständlich ausgedrückt, ist mir bewusst, aber indem wir mit den Dingen der Welt geschickt umgehen, namentlich künstlerisch umgehen, also nicht technisch, nicht tot umgehen, sondern wo wir lebendig mit den Gegenständen umgehen, wenn wir im Ton etwas formen, wenn wir als Künstler tätig sind.
Aber auch, wenn wir schreiben, vielleicht einen Roman schreiben oder was, indem wir es zu Papier bringen, selbst wenn wir es heute mit dem Computer schreiben. Das ist zwar ein großer Hemmschuh, weil es viel schwerer ist, sich damit zu verbinden, aber wo wir auch mit unseren, nennen wir es einmal Werkzeugen, und das Instrument ist genauso ein Werkzeug, indem wir uns ganz verbinden und sozusagen unser Ich da hineinlegen in das, was wir mit dem Instrument tun, so wird es ein Werkzeug für uns, durch das wir uns mehr inkarnieren auf Erden, als wir es ohne dieses Werkzeug könnten.
Weil das Wichtige bei der Inkarnation ist ja, dass wir durch die Inkarnation, in der Inkarnation, etwas von unserem geistigen Wesen zum Ausdruck bringen können. Und unter Umständen können wir, indem wir am Pinsel schwingen oder was, mehr von unserer Individualität, von unserer geistig-schöpferischen Kraft zum Ausdruck bringen.
Wolfgang: Aha. Seht ihr mich noch, meine Lieben?
Renato: Nein, ich glaube, ich bin jetzt weg. Ich höre dich noch, aber... Das Bild ist weg.
Wolfgang: Ich sage einmal, das ist jetzt ein Rausschmiss. Ich bin eh schon sehr in der Überzeit.
Renato: Auf YouTube sieht man dich ganz normal. Sehr gut.
Wolfgang: Es wird aber jetzt auch aufhören, weil das hinkt immer ein bisschen kurz nach.
Schluss 02:26:42
Meine Lieben, dann sage ich, gute Nacht, danke euch fürs Dabeisein. Danke euch dafür, dass ihr die Zumutung dieser Länge und Komplexität, Verwirrtheit vielleicht, auch wie ich das heute zum Ausdruck gebracht habe, dass ihr mich begleitet dabei. Ich versuche es in Worte zu fassen. Ich habe nur den Eindruck, es ist einfach gewaltig, was dahintersteckt. Es ist aber so viel drinnen, was unser tagtägliches Leben aber betrifft in Wahrheit.
Dort können wir es umsetzen. Es geht nicht um irgendwelche abgehobenen Dinge, sondern in dem, wie wir der Welt begegnen, wie wir tätig werden aus unserer Individualität heraus, wie wir unsere Werkzeuge, sei es Instrumente oder sonstiges, bedienen. Dadurch können wir mehr anwesend sein oder weniger anwesend sein. Und können damit mehr oder weniger unserer geistig-schöpferischen Impulse in die Welt hineintragen. Das ist es, was ich eigentlich zum Ausdruck bringen wollte.
Ich verabschiede mich vom Livestream. Es ist eh kein Bild mehr vorhanden. Aber die Worte dürften noch hinüberkommen. Bis zum nächsten Mal, meine Lieben.
Renato: Vielen Dank, Wolfgang. Das war sehr inhaltsreich.
Wolfgang: Ja, es war auf jeden Fall kompliziert. Meine Lieben, danke. Bis zum nächsten Mal.
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Literaturangaben
Rudolf Steiner, Alexandra Riggins: Die sieben apokalyptischen Siegel, Triskel Verlag 2005, ISBN 978-3-905893-02-1;
Rudolf Steiner: Das Christentum als mystische Tatsache und die Mysterien des Altertums, GA 8 (1989), ISBN 3-7274-0080-3;
Rudolf Steiner: Die Apokalypse des Johannes, GA 104 (1985), ISBN 3-7274-1040-X;
Rudolf Steiner: Aus der Bilderschrift der Apokalypse des Johannes, GA 104a (1991), ISBN 3-7274-1045-0;
Rudolf Steiner: Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, V: Apokalypse und Priesterwirken, GA 346 (2001), ISBN 3-7274-3460-0;
Emil Bock, Das Neue Testament, Übersetzung in der Originalfassung, Urachhaus, Stuttgart 1998, ISBN 3-8251-7221-X



