Die Apokalypse des Johannes - 308. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026

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«Ein interaktiver Vortragszyklus über den Zusammenhang mit dem Wirken Jesu Christi und dem eigenen Ich. Ausgangspunkt sind die Schriften von Rudolf Steiner, z.B. die GA 104, GA 104a und GA 346. Hier fließen sowohl Fragen und Anliegen von Zuschauern als auch eigene geisteswissenschaftliche Erkenntnisse mit ein. Und es gibt immer Bezüge zu aktuellen Themen der Zeit.»

308. Vortrag "Die Apokalypse des Johannes" vom 24. März 2026 von Dr. Wolfgang Peter. Link zum Audio

Transkription des 308. Vortrags vom 24. März 2026

+++ Dies ist ein Rohtext, der noch von Menschenhand/Geist überarbeitet werden muss. Willst du MitTun?+++

Überblick: Die sieben kosmischen Entwicklungszustände 00:00:40

Meine Lieben, ich begrüße euch ganz herzlich zur 308. Folge der Apokalypse.

Wir haben gerade ein bisschen kurz vorher, bevor der Livestream schon gestartet ist, darüber gesprochen. Wir stehen in der Mitte der ganzen Entwicklung, irgendwo drinnen in der physischen Phase der Erdentwicklung, und wir haben bereits drei große Zyklen während der Erdentwicklung hinter uns. Das sind nicht die sieben großen kosmischen Entwicklungszustände, über die wir oft schon gesprochen haben – vom alten Saturn, über die alte Sonne, alter Mond, jetzt Erdentwicklung, und dann geht es weiter in den neuen Jupiter, also das neue Jerusalem, die neue Venus und dann der Vulkanzustand. Der Vulkanzustand deutet wieder hin auf eine reine Wärmewelt, also da gibt es nur mehr Wärme, sonst nichts Stoffliches.

Das heißt, die dichteste Stofflichkeit ist Wärme oder Energie, wie man es nennen will, wobei sich dann wieder anderen Gesetzmäßigkeiten sicher folgen wird, als jetzt die Naturgesetzmäßigkeiten sind. Also was wir jetzt messen oder feststellen oder uns ausdenken, ist teilweise die moderne Sage, die moderne Erzählung. Man braucht nicht glauben, dass das alles für die Ewigkeit so ist und so bleibt und dass das die unverrückbaren Dinge sind.

Naturwissenschaft als Hypothese 00:01:55

Man kann nicht einmal mit Sicherheit sagen, ob das alles auch heute den Tatsachen entspricht. Da ist ja die Naturwissenschaft doch bis zu einem gewissen Grad auch vorsichtig, indem sie sagt, das sind alles im Grunde Hypothesen, also Unterstellungen, und sie sind so lange gültig, solange sie nicht widerlegt sind. Das kann man aber nie vorher wissen.

Nur wenn es einmal widerlegt ist, wenn man merkt, das spießt sich, dann kann man sagen, okay, das ist überholt. Das erfordert auch ein großes Umdenken. Wir denken heute – gerade die Naturwissenschaften gelten als das sicherste Wissen, was es geben kann, weil man es ja beobachtet, Messungen gemacht hat, es berechnen kann, in Formeln fassen kann, und es funktioniert auch tatsächlich bis zu einem gewissen Grad.

Aber es ist in Wahrheit das absolut Unsicherste. Es ist sehr, sehr spekulativ. Wir brauchen für viele Dinge ein tieferes, wesentlich tieferes Verständnis. Und dieses tiefere Verständnis ist vor allem schon notwendig: Was ist unsere Erdentwicklung, unsere Menschheitsentwicklung, wo wir jetzt auf der Erde stehen? Das ist nur der mittlere große kosmische Entwicklungszustand von sieben insgesamt – also alter Saturn bis zum Vulkanzustand, und wir stehen jetzt in der Mitte.

Aber diese Erdentwicklung selber geht auch durch sieben große Entwicklungsphasen durch. Und davon stehen wir jetzt in der mittleren, und nur diese mittlere hat so etwas wie eine stoffliche Welt, die wir als physische Welt bezeichnen. Und die ist ja auch ganz anders, als wir sie uns vielfach vorstellen, weil sie eben nichts Gegenständliches ist. Das sagt ja sogar die Physik: Letztlich liegen dem zugrunde Kraftwirkungen. Letztlich.

Heisenberg, die Atombombe und die Kraft hinter der Materie 00:04:27

Hans-Peter Dürr, der vor längerem schon verstorbene Physiker, großer Physiker, Assistent und Gehilfe und Unterstützer von Werner Heisenberg – der ja auch einer der ganz großen Physiker war. Ich hab euch das eh schon oft erzählt, vor allem die menschliche Größe, die da war. Also wo er wirklich verhindert hat, dass Deutschland die Atombombe entwickelt. Er hätte das Wissen gehabt, sie fertigzustellen.

Darum waren die anderen alle – die gegnerischen Völker und die Physiker, die dort waren, die teilweise auch gut bekannt waren mit ihm – nur konnten sie einander ja während der Kriegszeit kaum mehr sehen. Das ging nicht. Also es gab eine Aussprache mit dem Niels Bohr, der in Dänemark eben zu Hause war, aber man konnte nicht offen sprechen, weil sie natürlich überwacht wurden. Und der Heisenberg konnte nicht sagen, ich sabotiere eh alles, was geht. Das war einfach nicht möglich, weil es abgehört wurde.

Und so entstand trotzdem dann in der westlichen Welt die Angst, dass die Deutschen die Atombombe als erste entwickeln. Und dann hat man alles daran gesetzt, sie zu entwickeln und sie dann auch einzusetzen. Das haben sie ja wirklich zusammengebracht, um gleich die ganze Welt abzuschrecken damit. Und sie wussten selber nicht wirklich, was sie tun.

Dabei hätte man es wissen können, natürlich, weil der erste Testversuch – bevor sie dann wirklich zum Einsatz gekommen sind – war schon so monumental, dass man eigentlich schon hätte ahnen können, welche Gefahren damit verbunden sind. Aber natürlich interessiert es die Politiker und die Militärs nur am Rande, und die Wissenschaftler waren dann letztlich auch nur Befehlsempfänger bis zu einem gewissen Grad. Und in Amerika namentlich hätte es keiner gut überstanden, der sich da dagegen aufgelehnt hätte. Da ist sehr, sehr viel Druck drauf.

Die Problematik wird uns also noch lange begleiten, gehört auch zur Erdentwicklung dazu. Ich meine gerade diese Atomtechnologie und was dahinter steckt – also dass Materie da ist, die letztlich im Grunde zur Energie zerfallen kann, wobei bei den Atombomben ja nur ein winziger Bruchteil des Stofflichen wirklich aufgelöst wird und in Energie umgesetzt wird. Aber da kriegt man eine Ahnung davon, was eigentlich dahinter steckt.

Das Stoffliche als Übergangsphase: Geist löst Materie auf 00:07:18

Also wir sind jetzt in einer Phase, wo alles am trägesten ist, wo alles am kraftlosesten ist in Wahrheit. Und nur wenn etwas von dem Stofflichen zerfällt, zeigt sich, welche Kraft dahinter steckt in Wahrheit. Und das ist eigentlich geistige Kraft. Wir können es natürlich mit dem Namen Energie bezeichnen oder sonst was, aber eigentlich ist es geistige Kraft. Und das sollte uns auch zu denken geben: Geist kann eine unheimlich zerstörende Kraft sein, die aber in der langen Dimension der Entwicklung notwendig ist, wichtig ist. Geist hat grundsätzlich die Wirkung, dass er alles Stoffliche, alles was materiell geworden ist, zerstört.

Das ist der eigentliche Grund, warum wir sterben irgendwann, früher oder später. Das ist der Grund, warum die ganze Erde sterben wird, sich auflösen wird, vergeistigen wird. Und das wird ein wichtiger Schritt sein. Also die Erde wird nicht immer so bestehen, wie sie jetzt besteht. Und das ist kein Hinweis darauf: Ach Gott, wie schrecklich sind die Zeiten oder was, wieso wird was zerstört? Nein, das Stoffliche ist eine Übergangsphase, schon während unserer Erdentwicklung.

Und vorher hat es das Stoffliche in dieser Form, wie wir es jetzt kennen, nicht gegeben. Auf dem alten Mond – diesen Zustand, den Rudolf Steiner nennt, also die Vorgängerstufe unserer Erde – dort gab es nur flüssiges Element. Es gab also schon etwas Stoffliches, aber es gab nichts Kristallines, es gab nur etwas Fließendes.

Und wenn man noch weiter zurückgeht zur alten Sonne, da ist das Luftelement entstanden, etwas Gasförmiges im weitesten Sinne. Und zwar ein sehr feines Gasförmiges, das aber zum Leuchten gebracht wurde. Also Licht und Luft war dort das Neue, während es auf dem alten Saturn nur Wärme gab.

Wärme ist pure Willenskraft – haben wir das letzte Mal besprochen. Diese Wärmesubstanz des alten Saturn, die sich in verwandelter Form durch die ganzen Entwicklungszustände durchzieht, die haben die Throne gespendet, sozusagen. Sie haben sie hingeopfert, etwas von ihrer eigenen Willenskraft. Haben sie hingeopfert und steht der Welt zur Verfügung seitdem. Ist im Grunde die Energie, die im Hintergrund steht und die nur dann von Stufe zu Stufe noch neue Facetten dazu bekommt – eben auf der Sonne, dass das Lichtelement dazu kommt, also dass es auch ins Leuchten geht. Also eine Steigerung, Verfeinerung des Wärmeelements hin zum Lichtelement, aber auch zugleich notwendig eine gewisse Verfestigung zum Luftelement, also zum Gasförmigen.

Weil die reine Saturnwärme – die können die Physiker heute gar nicht wirklich richtig denken. Am ehesten, wenn sie sprechen von Wärmestrahlung irgendwie, aber das sind alles eigentlich sehr vage Begriffe und viel zu grob. Naja, wenn ich sag dilettantisch, aber doch – wenn man das aus der großen Perspektive betrachtet. Also was wir kennen an Naturgesetzen heute und beschreiben, und was natürlich gedanklich sehr schwer zu durchdringen ist, sehr komplex ist das Ganze, aber es sind auch, sag ich mal, viele Hirngespinste dabei in Wahrheit. Trotzdem, dass manches technisch heute funktioniert – aber das funktioniert auch nur in der Phase, wo wir jetzt drinnen stehen. Also da wird sich vieles ändern.

Und das ist vielleicht eine der ganz wichtigen Erkenntnisse, dass wir endlich einmal lernen sollten, dass ja eine bestimmte Zeit eine bestimmte Art von Weltanschauung entwickelt. Wir leben heute in einem im Wesentlichen sehr stark physikalistischen Weltbild drinnen. Das scheint vielen heute als das Unverrückbare, als die Grundlage, während die meisten Menschen heute weltweit – mit natürlich schon einigen Ausnahmen, vielen sogar, aber im Vergleich zu den Milliarden Menschen, die es bereits gibt auf Erden, sind es ganz wenige – also wir leben heute in dem stofflich-materialistischen, mechanistischen Weltbild drinnen.

Natürlich kennt man es mit der Energie. Die Atomtechnologie – habe ich ja erzählt schon am Anfang – hat das ganz konkret deutlich gemacht, dass Materie in Wahrheit nur Erscheinung ist, dass das Stoffliche nur Erscheinung ist und dass dahinter eine immense Kraft steht. Und dass diese Kraft eigentlich im Grunde zerstörerisch ist. Auch wenn man versucht, sie zu bändigen halt in den Kernkraftwerken oder so, was natürlich nur sehr bedingt gelingt und sehr viele Nebeneffekte hat. Aber es ist kein Wunder, dass wir jetzt in unserer Zeit diese Technologien entwickelt haben – und bis zu einem gewissen Grad musste das wahrscheinlich auch sein, weil es wird uns eines zeigen, immer deutlicher, dass hinter dem Stofflichen nicht wieder Stoffliches ist, sondern dass eben Energie dahinter ist. Aber hinter der Energie steckt in Wahrheit geistige Kraft.

Und geistige Kraft ist – jetzt versucht es einmal positiv zu nehmen – zerstörerisch letztlich für die rein physisch-materielle Welt. Es ist die Aufgabe, diese physische Materie, diese physikalische Welt hervorzubringen, eigentlich damit der Mensch sich hier entwickeln kann, nämlich auf einer Welt, wo er in möglichster Geistferne lebt – von seinem Bewusstsein zunächst einmal –, um hier seine Eigenständigkeit und Freiheit zu entwickeln.

Vom Glauben zum Erkennen und das Arimanische Zeitalter 00:14:20

Also das heißt: Um zuerst einmal seinen individuellen Geist in gewisser Weise kennenzulernen, ist in unserer Zeit ganz wichtig. Es funktioniert nichts mehr aus reinem Glauben heraus. Diese Kraft des Glaubens, die es noch im Mittelalter gab, gibt es heute nicht mehr oder nur mehr bei ganz wenigen Menschen. Aus dem Glauben muss heute ein bewusstes Erkennen und Erfahren des Geistigen werden. Dann wird es gesund sein.

Je länger es geht, dass wir nur an etwas glauben, von dem wir aber eigentlich nicht wirklich wissen, ob es so ist oder nicht ist – sondern das uns vielleicht eine Hilfe im Leben ist –, es wird keine stabile Basis geben, wenn wir nicht zu einem wirklichen Erkennen kommen, was da wirklich dahinter steckt.

Und da ist eine große Erkenntnis: Das, was Erdendasein ist, was bis zum festen, verstofflichten Dasein ist, ist eine Übergangszeit, in der wir Wichtiges erlernt haben. Nämlich erlernt haben, uns auf uns selbst zu stellen, überhaupt wirklich Anthropos zu werden, der aufgerichtete Mensch. Das geht nur auf einer Welt, wo es einen festen Boden gibt. Stellt euch vor, wir hätten als Erde eine reine Wasserwelt – dann könnte man nicht aufrecht gehen dort, wir könnten schwimmen die ganze Zeit. Und das würde aber ein ganz anderes Bewusstsein entwickeln.

Also dieses Sich-Aufrichten, dieses Sich-Entgegen-Stemmen der festen Erde und den Kopf sozusagen hinauf zu erwecken, dem Himmel entgegen, dem Licht entgegen zu erwecken – das ist eine ganz wichtige Erfahrung, die wir machen hier auf Erden. Und wir sind jetzt in der Phase darin, wo wir diese Fähigkeit entwickelt haben. Jetzt gilt es, aus eigenem bewussten Wollen, aus eigenem bewussten Erkennen-Wollen zu erkennen, was eigentlich wirklich dahinter steckt, nämlich das Geistige. Und das Geistige, das dahinter steckt, wird das Materielle auflösen. Und zwar schon während unserer Erdentwicklung wird das beginnen.

Also dieser Erkenntniswille, den Erkenntniswillen zu entwickeln – nicht zu sagen, mir genügt es schon, wenn man Trost spendet durch irgendeinen Glaubensartikel. Nein, das genügt heute nicht mehr. Wir sind heute dazu da, um selber zu erkennen. Es war notwendig als Vorbereitung, aber es ist jetzt die Zeit vorbei – vielleicht nicht für alle Menschen schon, aber doch für viele Menschen ist es vorbei.

Das ist auch der Grund, warum wir jetzt in einem arimanischen Zeitalter leben. Der Ahriman drängt jetzt ganz stark herein, will uns verführen, eigentlich nur an die Materie zu glauben. Aber das ist genau die Herausforderung, die wir brauchen jetzt, um zu sagen und zu erkennen: Nein, auch hinter der Materie steckt nur Geistiges. Und wenn sich der Geist entfaltet, wenn er befreit wird, dann löst sich zunächst einmal das Festmaterielle auf, aber dann letztlich auch das Flüssigmaterielle, das Luftwärmige löst sich auf, und wir gehen in einen anderen Zustand über.

Das wird noch während der Erdentwicklung soweit sein, und zwar wird es natürlich noch äußerlich gesehen lange dauern. Aber wir werden – zumindest die Menschen, die sich geistig einigermaßen entfaltet und entwickelt haben – am Ende der Zeit der Kulturepochen, und ihr wisst, das dauert gar nicht mehr so lang: Das sind sechs, sieben Jahrtausende, acht Jahrtausende wird es vielleicht noch dauern, und dann inkarnieren wir uns nicht mehr auf Erden.

Ende der Erdinkarnationen und die ersten Kristalle 00:19:06

Zumindest die Menschen, die eine entsprechende geistige Entwicklung durchgemacht haben – und da geht es nicht nur um die großen Menschheitsführer, die großen Eingeweihten, die die Menschheit leiten, sondern im Grunde ist das für jeden offen, dieser Weg. Und wir werden dann – dann wird aber immer noch etwas von der Erde da sein –, aber wir werden uns nicht mehr inkarnieren. Es wird sogar noch feste Erde zunächst da sein, und wir werden dann noch sehr fleißig arbeiten an der Erde, aber aus dem Geistigen heraus, das heißt geistig mitgestaltend wirken.

Das wird eine große Wirkung haben für die Tiergruppenseelen, für die Pflanzengruppenseelen, ja sogar und ganz besonders für die höchsten Wesenheiten, die als Gruppenseelen wirken, die Gruppenseelen der Mineralien. Das sind nämlich interessanterweise gerade die höchsten. Und die werden sehr viel davon haben, allein dass wir dieses bewusste Umgehen mit den Auferstehungskräften entwickeln – weil das sind Kräfte, die ganz stark verwandt sind mit den kristallbildenden Kräften.

Also wir haben in den letzten Malen öfter schon darüber gesprochen: Die Inkarnation der Menschheit beginnt, wenn sich die ersten Kristalle bilden auf Erden, wenn also wirklich das Erdelement, das feste Erdelement, das kristalline Erdelement sich bildet. Das ist der Beginn der Inkarnationen des Menschen. Da sind wir natürlich noch nicht in der heutigen Gestalt irgendwo vorhanden. Aber wie soll ich sagen: Die Spuren, die wir in der Natur hinterlassen zu dem Zeitpunkt, ist, dass sich das kristalline Element bildet. Also namentlich auch die schön kristallisierenden Edelsteine – der Diamant zum Beispiel.

Der entsteht heute vielfach dadurch, dass Pflanzenstoffe in die Erde kommen, unter Druck gesetzt werden: Dann entsteht Torf zunächst, dann entsteht Braunkohle, dann entsteht Steinkohle, dann entsteht Grafit, wenn immer mehr Druck drauf lastet, und zum Schluss entstehen Diamanten. So entstehen sie heute. Aber die ersten Diamanten und Edelsteine sind schon sehr früh in der Erdentwicklung entstanden.

Und Rudolf Steiner sagt das ganz deutlich – und das ist für mich zumindest sehr nachvollziehbar: Der Diamant hat etwas zu tun mit dem physischen Leib des Menschen und mit seinem Ich auch, weil unsere Gestalt hat was zu tun mit unserem Ich. Es ist nicht so, dass wir einfach in ein fertiges Gefäß einsteigen, obwohl natürlich der physische Leib des Menschen, wie wir ihn heute auf Erden haben können, vorbereitet wurde.

Vorbereitet wurde es schon auf dem alten Saturn, dort fängt es an. Dort wird die erste Grundlage für den physischen Leib des Menschen geschaffen, insbesondere für die Sinnesorgane des Menschen. Das kann man sich gar nicht vorstellen: Eine reine Wärmewelt, wo es nichts gibt als Wärme, und wo der physische Leib des Menschen vorbereitet wird als reiner Wärmeleib, also das heißt als ein Wärmegebilde.

Der alte Saturn: Wärmewelt und die Urengel 00:24:09

Und dieses Wärmegebilde ist sehr stark durchstrukturiert, ist gestaltet. Es ist nicht einfach nur so, wie wir das heute kennen: Wärme, die sich verdünnisiert in die Welt hinaus. Wärme ist ja typisch heute, dass sie nicht zusammenhält, sondern sich verflüchtigt irgendwo, also ausbreitet. Die Wärme hat immer die Tendenz, sich zu verflüchtigen und damit sich zu zerstreuen.

Das ist ja ein wichtiger Punkt heute in den Naturwissenschaften. Man nennt das die Entropie – dass die Wärme sich immer verflüchtigt letztlich, immer mehr ausbreitet und nicht von selber gestaltet sich. Naja, ist auch richtig: Damit die Wärme gestaltet wird, dazu ist starke Willenskraft notwendig. Und diese Willenskraft hat am alten Saturn begonnen, eben mit dieser Willenskraft der Throne, die sie hingeopfert haben. Das hat überhaupt erst die Wärmesubstanz ermöglicht, das ist ihre Willenskraft. Und das haben andere Wesenheiten dann gearbeitet, ganz intensiv gearbeitet – diese Wärme nicht nur als etwas Flüchtiges, sich Verflüchtigendes zu haben, sondern sie haben diese Wärme gestaltet. Das war der alte Saturn.

Der Steiner schildert das ja sehr deutlich und man kann das nachempfinden. Er sagt, es entstehen eigentlich sowas wie Wärmeeier – also Wärmegebilde, die entstehen in dieser Gesamtwärme. Das ist eben nicht nur eine chaotisch in sich herumflutende Wärme, sondern die Wärme wird gestaltet. Und an dieser Gestaltung arbeiten mit – das machen nicht mehr die Throne selber –, es arbeiten mit die Wesenheiten, die dort in den Rang eigenständiger geistiger Wesenheiten aufsteigen, und das sind die Urengel.

Die Urengel, die Archei, werden dort zu Ich-Wesenheiten – das heißt, sie fangen an, eigenständig zu arbeiten, nicht aus der Freiheit heraus, aber im göttlichen Auftrag sozusagen gestaltend zu arbeiten. Und sie gestalten diesen Saturn um, so dass er ein Gebilde wird – ein großes kosmisches, planetarisches Gebilde, wenn man so will. Aber es gliedert sich. Es ist nicht einfach nur flutende Wärme, sondern diese Wärme bildet eben so etwas wie Wärmeeier, so nennt er das, also eigenständige Gebilde. Und die sind die erste Anlage zum physischen Leib des Menschen.

Man müsste sich so etwas vorstellen, wie wenn unser Stoffliches, was jetzt da ist, eben den festen Zustand verlieren würde, den flüssigen Zustand verlieren würde, den gasförmigen Zustand verlieren würde und nur mehr als reine Wärme da sein. Wir haben das ja auch: Es ist zwar nicht die reine Wärme da, aber in uns lebt doch Wärme, die Blutwärme in uns, die ist doch ganz wichtig. Also da haben wir eigentlich ein gestaltendes Wärmegebilde, das ist unser physischer Leib auch. Also wir neigen immer dazu, nur das Hartstoffliche daran zu sehen, aber das Eigentliche ist dieser Wärmeleib, der in uns ist. Ohne den könnte man auch auf Erden nicht leben.

Und gerade das, was wir jetzt als Wärmeleib in uns tragen – oder der Wärmeleib, der wir sind bis zu einem gewissen Grad –, weil gerade darin die Ich-Kraft sehr stark wirksam wird, gerade in unserer Blutwärme, da lebt das Ich drinnen und es lebt darin, indem es gestaltend wirkt. Aber dass das jetzt während der Erdentwicklung möglich ist, hatte zur Voraussetzung, dass auf dem alten Saturn die Urengel tätig waren und gestaltet haben. Die haben diese Wärmeleiber gestaltet bereits in ihrer damaligen Form – also das, was Rudolf Steiner als Wärmeeier bezeichnet. Das ist nicht sehr differenziert irgendwie, aber es ist gestaltet von innen. Es ist also nicht eine allgemeine Wärme, die den alten Saturn durchflutet, sondern in dieser allgemeinen Wärme gibt es eben diese gestalteten Gebilde, diese Wärmeeier. Und da ist eben auch Willenskraft zugleich drinnen.

Wärme und Wille hängen sehr stark zusammen – nicht nur weil es beides mit einem W anfängt. Willenskraft ist geistige Kraft, geistige Kraft ist etwas, was sich in der äußeren Erscheinung als Wärme zeigt im Grunde. Das ist das eigentliche Wesen der Wärme. Und da kommen wir mit unseren physikalischen Begriffen der Wärme überhaupt noch nicht heran.

Entropie, Wärmetod und kosmische Erneuerung 00:29:01

Also dort ist immer die Tendenz drinnen – so sehen das die Physiker auch: Naja gut, die Wärme, die Welt wird einmal einen Wärmetod sterben in dem Sinn, dass sich die Wärme immer mehr verflüchtigen wird, sich immer mehr ausbreiten wird und damit letztlich alle geordneten Strukturen irgendwann zerfallen. Und das nennt man halt dann den Wärmetod des Universums. Es ist sicherlich schon ein bisschen differenzierter, als das Bild von den Physikern entworfen wurde im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts – vor allem im 19. Jahrhundert war das Bild noch sehr primitiv. Aber man hatte immer das Gefühl: Wenn man die Wärme sich selbst überlässt, dann zerflattert sie irgendwo in der Welt, und damit letztlich alle Strukturen sterben. Und daher wird irgendwann einmal das ganze Universum den Wärmetod oder Kältetod – wie immer man es nennen will – sterben müssen, das heißt, wo alle Strukturen, die sich herausgebildet haben, aufgelöst sind.

Das sind Viertelwahrheiten oder Achtelwahrheiten. Es ist schon was drinnen: Nichts, was stofflich fest, physisch ist, wird in die Ewigkeit eingehen. Es wird sich auflösen, und es wird sich auflösen, indem es sich verflüssigt, teilweise gasförmig wird und letztlich als reine Wärme sich irgendwo verteilt. Das ist äußerlich gesehen schon richtig. Aber das ist nur die Übergangsphase dazu, dass dann in einem nächsten Entwicklungsschritt – wenn tatsächlich unser ganzes Sonnensystem, ja vielleicht sogar der ganze für uns zugängliche Kosmos zu Ende geht, wo wir eben auch etliche Sterne da draußen sehen und diese Riesendimensionen sehen –, wo das sich in dieser Form auflösen wird, tatsächlich alle Strukturen verlieren wird, um dann in einer neuen Form wieder geboren zu werden: Nämlich als der neue Jupiter, die neue Jupiterwelt.

Das ist nämlich nicht nur eine neue Geburt unseres Planetensystems, sondern im Großen sogar des ganzen Kosmos mit. So groß ist das Ganze. Also die Welt kommt, äußerlich gesehen, aus dem Nichts heraus – aber in dem Nichts lebt das Geistige.

Es gibt ein schönes Gedicht „Nicht" von Josef Weinheber. Da ist überall das Ich drin – im Wort „Nicht" ist auch das Ich drinnen. Äußerlich gesehen ist es Nichts. Oder wie es der Faust so schön dann dem Mephisto sagt, im zweiten Teil vom Faust: „In deinem Nichts" – weil der Mephisto spricht vom Nichts, in das du kommen wirst. Also du gehst zur Schöpfungsquelle eigentlich, in Wahrheit zu den Müttern. Die Mütter im Übrigen im Faust sind nichts anderes als die vorangegangenen kosmischen Entwicklungsstufen, die die Erde durchgemacht hat. Es ist von drei Müttern in Wahrheit die Rede: Das ist der alte Saturn, die alte Sonne und der alte Mond. Das sind die Mütter der Erdentwicklung.

Und wenn du dorthin gehst, kommst du ins Nichts hinein irgendwann. Weil dazwischen immer sich das Ganze auflöst. Am Übergang vom alten Saturn zur alten Sonne löst sich alles auf. Es gibt nichts Äußeres mehr. Nichts. Gar nichts. Nicht einmal mehr die Wärme. Auch die ist weg. Die hat sich verteilt, hat sich verflüchtigt in gewisser Weise. Ist wieder ins Geistige zurückgefallen, hat sich vergeistigt. Also die Übergangsstufe ist, dass es astralisch wird einmal. Also Seelenwelt im weitesten Sinne wird. Aus der Wärme wird Seelisches. Wieder Seelisches, weil es dort seinen Ursprung hat.

So muss man es genauer sagen. Also nicht – das wäre ein materialistisches Weltbild: Wärme war halt da, so wie wir sie kennen, und aus dem entsteht das Seelische. Nein, es ist umgekehrt. Aus dem geistigen Wirken ist ein seelisches Wirken entstanden. Bei den Urengeln am alten Saturn haben die Geister des Willens mitgestaltet, die ihre Willenskraft hingeopfert haben. Geistige Willenskraft, schöpferische Willenskraft, die sie hingeopfert haben. Und das hat letztlich die materielle Basis, wenn man so will, des alten Saturn gegeben, die aber reine Wärme war. Reine Energie, wenn man so will. Also sehr schwer zu fassen für unsere Begriffe. Sehr schwer vorstellbar, weil wir das hier in dieser Form nicht kennen.

Außer ein paar Eingeweihte haben sowas schon auch gekannt. Also das im Übrigen steckt dann hinter manchen alchemistischen Ideen, die dann sehr schwer verständlich sind für heutige Menschen. Aber da ging es darum, an diese Kräfte, an diese Willenskräfte zum Beispiel heranzukommen, mit diesen Kräften zu arbeiten. Das muss uns aber heute jetzt nicht beschäftigen. Das ist nicht das Wesentliche.

Die Trinität und der Schöpfungsimpuls 00:35:03

Das Wesentliche ist: Die Welt ist aus dem Nichts entstanden. Der Saturn ist aus dem Nichts heraus entstanden im Grunde. Also durch die schöpferische Kraft, die da tätig war. Also die göttliche Kraft, die Trinität, wenn man so will, die darin tätig war, wo zunächst einmal der Impuls ausgeht von der Vatergottheit selber – aber sie hält sich dann in der Folge im Hintergrund.

Und weil überhaupt diese ganze kosmische Entwicklungskette entstanden ist, da steht natürlich ein Willensakt der Gottheit, der Trinität dahinter. In dieser Trinität geht der Impuls zunächst einmal von der Vatergottheit aus. Und von dort dann geht es weiter natürlich: Die Geister des Willens, die den Anblick der Gottheit haben, wie es so schön heißt, die also sozusagen diesen Impuls aufgreifen, der von der Vatergottheit ausgeht, und damit eine nächste Stufe entwickeln. Wer nicht noch tätig ist dabei, ist der Christus zum Beispiel, nicht der Heilige Geist. Die sind im Hintergrund noch. Diese Tätigkeit des Sohnes entfaltet sich erst wirklich richtig stark, richtig deutlich auf der nächsten Entwicklungsstufe, auf der alten Sonne. Da ist er der eigentliche Weltgestalter. Und ab dem Zeitpunkt ist überhaupt der Christus der, der auch die folgenden Entwicklungsstufen als oberster Gestalter in die Welt hineinbringt.

Also diese Kraft ist da, und die Vaterkraft bleibt ganz im Hintergrund. Das werden wir sicher in der Zukunft noch deutlicher besprechen müssen. Aber diese Trinität – das ist natürlich sehr schwer zu verstehen –, welche Aufgaben in dieser Dreieinigkeit da drinnen sind. Eben vor allem, weil man nicht einfach sagen kann: Ja gut, das sind halt drei, und der eine macht dieses, der andere jenes und der dritte noch was anderes. Aber sie sind zugleich auch drei einig. Der Sohn ist nicht der Vater, der Sohn ist nicht der Heilige Geist, der Heilige Geist ist nicht der Vater und so weiter. Und auf der anderen Seite sind sie aber auch eine Einigkeit: Der Sohn ist der Vater und der Sohn ist der Heilige Geist und so weiter. Das sind einfach ein stammelnder Versuch von uns Menschen mit unserem heutigen Verständnis, uns dieses Paradoxon vorzustellen. Also es ist, und ist zugleich nicht.

Und gerade in dem Nichts entstehen die schöpferischen Impulse. Dort treffen sie sich, gerade in ihrem Nichtsein. Dadurch werden sie schöpferisch. Indem sie sich ganz verausgaben eigentlich, ganz hingeben, und dadurch weltschöpferisch werden.

Und was eben am Anfang steht unserer Entwicklungskette, die wir sehen: Diese Saturnwärme, da steht noch ganz die Vatergottheit dahinter, und die Geister des Willens setzen das in gewisser Weise um, indem sie eben die Grundsubstanz dieses alten Saturn in Form dieser Wärme liefern. Das macht nicht die Vatergottheit selber, sondern sie gibt es weiter. Das macht auch nicht der Christus – er ist noch mehr oder weniger untätig in der ganzen Sache. Und auch der sogenannte Heilige Geist ist noch sehr marginal tätig in dem Ganzen. Also es ist ganz stark ein Impuls aus der Vatergottheit, aber auch mit dem dezidierten Entschluss, sich dann ab da eigentlich in den Hintergrund zurückzuziehen – und im Hintergrund zu wirken, im Hintergrund eine tragende Kraft für das Ganze zu sein, den Rahmen zu bilden.

Das haben manche geahnt, sogar manche Physiker. Also wenn man zum Beispiel Isaac Newton nimmt: Er hat gesprochen vom Raum als dem „Sensorium Gottes." Also der ganze ausgedehnte Raum, da steckt die Vatergottheit nämlich dahinter. Irgendwo. In gewisser Weise ist das zumindest nicht ganz falsch – also dass überhaupt substanziell etwas in Erscheinung tritt, die Vatergottheit im Hintergrund, aber als tragendes und nicht als gestaltend Tätiges. Jetzt nicht mehr. Beim alten Saturn am Anfang noch – dass er überhaupt entstehen konnte, ja. Aber ab da zieht er sich immer mehr zurück, und während der Erdentwicklung ist er überhaupt völlig im Hintergrund.

Und ja, auch das, was in der Bibel geschildert wird, im Alten Testament auch, wenn dort die Rede ist von dem Herrn, der erscheint – zum Beispiel mit dem Moses im brennenden Dornbusch. Da wird ja ganz deutlich: Als der Moses fragt – also wenn ich zu meinem Volk zurückkomme, das Erlebnis hat er ja am Berg oben –, von wem soll ich sagen, wurde ich geschickt? Wer ist mir da begegnet? Und da kommt ja dieser berühmte Ausspruch: Ich bin der Ich-Bin, der Ich-Seiende. Das ist aber bereits die Christuskraft, die das spricht. Da steckt bereits der Christus dahinter.

Nur er wirkt nicht so unmittelbar. Weil da geht es jetzt um die Erdschöpfung – also wir müssen jetzt ein bisschen herumspringen sozusagen, über Äonen, große riesige Zeitbereiche, über die wir springen. Aber das Wichtige einer geistigen Betrachtung ist ja vor allem auch, diese großen Zusammenhänge zu durchschauen. Und zwar nicht nur die großen Zusammenhänge im räumlichen Sinn, sondern auch im zeitlichen Sinn. Also wir verstehen unsere Gegenwart in Wahrheit nicht, wenn wir nicht zurückschauen bis zum alten Saturn zumindest und vorwärts blicken und es als ein Mitgestalten ansehen bis zum Ende unserer siebengliederigen Entwicklungskette, also bis zum Vulkanzustand. Weil da werden wir bereits sehr, sehr wesentlich mittätig sein. Dort werden wir vor allem wirklich eben in voller Gestalt die Auferstehungskräfte entwickelt haben. Das gibt uns dann für die Zukunft die Möglichkeit, gestaltend im großen kosmischen Sinn auch mitzuwirken.

Das ist das Wichtige. Dieser Auferstehungsleib wird in kirchlichen Zusammenhängen – ich sage einmal – von ganz wenigen verstanden. Und ich fürchte fast, von den heutigen Theologen und Kirchengrößen und Päpsten und so weiter am allerwenigsten verstanden. Aber da geht es darum: Dieser Auferstehungsleib gibt uns die Kraft mitzuwirken, und zwar führend mitzuwirken, wenn diese ganze siebengliederige Kette einmal vorbei ist, an der Gestaltung eines neuen Kosmos, einer ganz neuen Welt.

Naturwissenschaft und Geistesforschung 00:43:43

Eine Kosmologie aus der geistigen Sicht heraus ist halt noch wesentlich komplexer als das, was heute die Naturwissenschaften berechnen und überschauen. Da wird vieles Interessantes gemacht – das braucht man nicht glauben, dass ich hochnäsig darauf herunterschaue. Das ist ganz komplex, was die Naturwissenschaften hier erforschen und welche Gedanken sie entwickeln dabei. Das ist alles eine Schulung. Nur es führt heute noch nicht dazu, dass wir die eigentliche Wirklichkeit, nämlich die geistige Wirklichkeit erkennen.

Das ist zugleich der Haken an unserer bewundernswürdigen Naturwissenschaft – die aber eben immer nur von der materiellen, äußerlich messbaren Welt ausgeht und damit aber nur die halbe Welt sozusagen überhaupt ergreifen kann. Und weil es eben nur die halbe ist, auch diese letztlich nur unvollkommen. Das heißt, wir verstehen zwar die Gesetzmäßigkeiten des Stoffes, der abgestorben ist, der tot geworden ist – und wir kommen, und das wäre ja schon ein wesentlicher Hinweis, dann hinzusehen: Ja, aber dieser Stoff ist auch nicht das Letzte. Dahinter steckt Energie, also letztlich in letzter Konsequenz Wärme. Das ist nämlich immer noch der Rest von der alten Saturnwärme, die dahinter steckt: Diese Willenskraft, diese geistige, göttliche Willenskraft, die Willenskraft der Geister des Willens, die dahinter stecken, die da mitgestaltet haben. Aber es geht darum, das eben auch geistig, wirklich geistig zu erfassen.

Also da ist noch viel, viel mehr dahinter als das, was man äußerlich erforschen kann. Weil wir müssen uns geistig mit der Welt verbinden. Die Naturwissenschaft hat natürlich ein Recht, dass sie diesen Weg gegangen ist: Sie stellt sich der Natur gegenüber, sie beobachtet, sie sagt, da bin ich, dazwischen habe ich vielleicht halt irgendein Messinstrument oder Beobachtungsinstrument, aber ich stehe der Natur gegenüber.

Aber wenn ich geistig mich mit der Weltentwicklung, mit der Naturentwicklung und so weiter beschäftige, dann muss ich eins werden mit ihr, geistig mich mit ihr verbinden. Das heißt aber nichts anderes als geistig wahrnehmend werden – geistig wahrnehmend für all die geistigen Wesen, die mitwirken, dass die Natur überhaupt existieren kann. Weil sie besteht eben nicht nur aus einer Energie, die halt eingefroren ist im Grunde und dadurch fester Stoff geworden ist, sondern da stecken immens viele geistige Wesen dahinter, die jetzt trotzdem an dem gestaltend mitwirken, die unverzichtbar sind für das.

Elementarwesen und das Sechstagewerk 00:46:49

Gerade am festersten Stoff, wo also diese Wärme am stärksten gefangen ist, eingefangen ist – da arbeiten Elementarwesen mit, Gnome mit im weitesten Sinne, also Erdelementarwesen arbeiten mit. Und andere Elementarwesen arbeiten mit dem flüssigen Element – also die, die man halt als Undinen im klassischen Sinn bezeichnet. Aber das sind viele – das sind alles nicht Hirngespinste, wenn man von diesen ganzen Wasserwesen spricht. So schön wie das Goethe im Faust, zweiten Teil geschildert hat – zwar im Anklang an die griechische Mythologie, von dort hat er sich die Bilder genommen –, aber er geht ganz eigenständig damit um, weil er spürt, da steckt mehr dahinter.

So müsste man Naturwissenschaft betreiben: Wenn man wirklich Natur verstehen will, dann brauche ich ein Verständnis der ganzen Elementarwesen, die damit verbunden sind. Das ist eben nicht nur ein toter Prozess, der sich durch ein paar mathematische Formeln besser oder weniger gut beschreiben lässt, sondern da ist gestaltende Kraft drinnen. Da sind geistige Wesenheiten drin, ganze Hierarchien eben von geistigen Wesenheiten stecken dahinter, und die bringen diese Welt in Erscheinung. Sie verdichten sie bei der Erdentwicklung wirklich bis zum festen Stoff hinab, aber sie lösen es auch wieder auf.

Wir sind jetzt, nur jetzt, in der Entwicklungsphase drinnen, wo wir auf einer wirklich verstofflichten, verhärteten Erde unsere Entwicklung machen. Aber vor dieser Stufe, wo die Erde fest war und wir eben diese feste Erde dann betreten haben – und bei diesem ersten Betreten der Erde dazu es gebracht haben, dass Stoffe in der Erde zu kristallisieren beginnen: Das, was in der Apokalypse das gläserne Meer genannt wird, das ist nichts anderes als die reine, durchlichtete Mineralwelt. Natürlich hat sich dann manches davon verdunkelt. Aber der Mensch betritt physisch die Erde – das kann man äußerlich versuchen herauszufinden –, da bilden sich die ersten Kristalle und namentlich auch die ersten Diamanten.

Und damit fangen die Inkarnationen des Menschen an. Da ist aber von unserer Gestalt, wie wir sie heute haben, noch gar nichts sichtbar, noch gar nichts vorhanden. Da sind nicht einmal noch die Pflanzen richtig entfaltet, nicht einmal noch die Tiere richtig entfaltet, aber wir sind schon dabei. Auf Erden dabei. Und arbeiten bereits an dem mit, damals durchaus mit mehr Bewusstsein, aber einem anderen Bewusstsein, als wir es heute dafür haben.

Damals konnten wir da nicht mitarbeiten aus eigenem Antrieb allein heraus, sondern wir waren eigentlich die, die ausgeschickt waren mitzuarbeiten und die Impulse von höheren Hierarchien hier umzusetzen. Und die haben uns gesagt – wenn wir es jetzt menschlich ausdrücken –, was wir tun sollen, was unsere Aufgabe ist. Und worum es eben eigentlich während dieser ganzen Erdentwicklung geht, ist: Dass wir unseren physischen Leib zur Vollendung bringen. Und zwar den physischen Leib, der bis ins Feste hineingeht. Das war bis jetzt noch nie der Fall.

Also wir haben uns erst so wirklich richtig inkarniert eben während der Erdentwicklung. Wir waren natürlich schon in gewisser Weise vorhanden auf den frühen Stufen. Wir haben schon auf dem alten Saturn eine gewisse Beziehung des Ich zum Wärmeelement gemacht. Aber wir haben nicht gelebt in diesen Wärmegestalten, die damals da waren. Da haben gelebt drinnen die Urengel. Die haben dort wesentlich mitgestaltet.

Dieselben Urengel, die auf höherer Stufe dann die ausführenden Organe sind im Übrigen während der Erdenschöpfung. Was am Anfang heißt: Im Anfang schufen die Elohim den Himmel und die Erde. Also da fängt es einmal an. Aber es stellt sich ja dann heraus, dass das Ganze ein Sechstagewerk ist oder ein Siebentagewerk, wo beim siebten Tag die Ruhe ist. Aber wer sind denn diese Tage? Zeitgeister, Urengel. Die waren schon am alten Saturn, hatten sie die Anlage Zeitgeister zu sein, und sie haben gewisse Zeitrhythmen entwickelt damals schon. Und dadurch wurde dieser alte Saturn mitgestaltet.

Da war zwar die Willenskraft der Throne da – das war das Saturnfeuer, die Saturnwärme im Grunde, die wir uns so heute gar nicht mehr vorstellen können. Aber in dieser Wärme haben dann weitergearbeitet die Urengel, die damals auf einer vergleichbaren Stufe wie wir Menschen heute sind, nur unter ganz anderen Bedingungen, in einer reinen Wärmewelt. Und die haben diese Wärmeeier, von denen wir gesprochen haben, gestaltet, gebildet und haben damit vorbereitet den physischen Leib des Menschen. Der beginnt als Wärmeleib.

Und das haben wir heute auch ganz stark in uns – das Wesentliche ist auch die Wärme in uns. Nur es kommt dazu das Luftelement, die Atmung. Vorher gab es nur diese Wärmeatmung, wenn man so will, also einen Austausch mit der Wärme der Umgebung. Dann kommt auf der alten Sonne das Luftelement dazu, dann entwickelt sich dieser physische Leib auf eine nächste Stufe, wo er nicht mehr nur ein Wärmeleib ist, sondern zugleich auch ein Luftleib ist. Und da arbeiten jetzt andere Geistwesenheiten mit. Also diejenigen, die heute die Erzengel sind – diese Stufe –, die arbeiten mit.

Das gab es so in dieser Form auf dem alten Saturn noch nicht. Da waren daher auch nur die Urengel tätig, und die späteren Erzengel waren zu dieser Zeit noch keine eigenständigen geistigen Wesenheiten. Also von Freiheit braucht man sowieso gar nicht reden, das fängt überhaupt erst mit den Menschen an. Aber sie sind auch noch nicht, wie soll ich sagen, verkörpert. Es ist schwer zu sagen: Ich, der Erzengel zum Beispiel, gab es natürlich schon am alten Saturn und früher. Die Ich-Kraft ist da, aber dass sie wesensbildend wird – dass also Wesenheiten gebildet werden, die einen Wärmeleib haben, einen Luftleib haben, und in ihnen waltet eine Ich-Kraft, die allerdings nicht frei ist, aber trotzdem eine Ich-Kraft, die da ist, die aber auf die Freiheit zielt –, das beginnt eben erst später.

Die alte Sonne und Christus als Weltenbaumeister 00:55:46

Das gelingt noch nicht am alten Saturn, sondern die Grundlage wird erst gelegt auf der alten Sonne. Die alte Sonne – da ist die führende Wesenheit, die diese alte Sonne gestaltet, ist der Christus. Da ist der Christus ganz stark. Der Werkmeister drinnen am alten Saturn, auf dieser Wärmewelt, ist er noch ganz im Hintergrund.

Damit greife ich auch etwas auf aus den Kommentaren zum letzten Vortrag. Da ging es um die Frage, ob nicht immer der Christus der eigentliche Gestalter ist. Am Anfang ist er es nicht. Am Anfang, während der alten Saturnentwicklung, ist er es nicht. Das heißt, auch dieser Ausspruch im Johannes-Evangelium, „Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort" – das bezieht sich einmal natürlich bis zu einem gewissen Grad auf die ganze siebengliederige Kette, aber es ist vor allem natürlich gesprochen für die Tätigkeit des Christus während der Erdentwicklung. Und da, während unserer Erdentwicklung, ist er ganz deutlich der, der alles gestaltet, der Weltenbaumeister, wenn man so will.

Aber das ist er noch nicht auf dem alten Saturn. Er ist es aber sehr wesentlich bereits auf der alten Sonne. Die alte Sonne ist etwas, was schon Schöpfung des Christus eigentlich ist. Die Vatergottheit hat sich ganz in den Hintergrund zurückgezogen. Tut eigentlich äußerlich gesehen nichts, aber trägt das Ganze mit, wenn man ein Bild dafür nehmen will. Man sollte jetzt nicht sich vorstellen, die Gottheit schläft da im Hintergrund. Also sie trägt das Ganze ganz wesentlich mit, und sie wird natürlich in der Zukunft wieder eine bedeutsame Rolle bekommen, die aber ganz anders sein wird.

Weil eben diese ganze Entwicklungskette, durch die wir gehen, durch die siebengliederige, zielt ja darauf hin: Dass freie geistige Wesen entstehen. Dass die Freiheit also nicht nur beschränkt ist auf die Gottheit selber, auf die Trinität selber, sondern dass eigentlich der Schritt, der gemacht wird mit unserer siebengliederigen kosmischen Entwicklungskette, ist: Dass im Prinzip jedes geistige Wesen die Freiheit bekommt. Jedes letztlich.

Freiheit und die neue Hierarchie des Menschen 00:58:22

Und das beginnt jetzt aber eigentlich erst so richtig mit unserer Menschheitsentwicklung. Und die nächsten drei kosmischen Entwicklungsstufen werden aber dazu führen, dass dieses Prinzip noch stärker ausgearbeitet wird. Und Rudolf Steiner spricht ja davon: Es werden dann entstehen drei Entwicklungsstufen des Menschlichen, mit dem wir es zu tun haben. Wir machen eine neue Hierarchiegruppe auf – so wie über uns die Engel im engeren Sinn stehen, also die Angeloi, die Erzengel und die Urengel. Das ist eine geschlossene Dreiergruppe. Wir als Menschen fangen jetzt an, eine neue Dreiergruppe von geistigen Wesenheiten zu begründen, bei denen es jetzt schon darum geht, die Freiheit zu entwickeln.

Und das wird sich weiter fortsetzen. Also auf dem neuen Jupiter werden wir, die Menschen, von jetzt weitergehen. Es wird aber eine neue Gruppe von geistigen Wesenheiten entstehen, auch Menschen – Menschen in dem Sinn, dass sie von Haus aus schon diese Freiheit bekommen, um die wir jetzt ringen im Grunde. Also es wird uns die Freiheit gewährt, kann man ja sagen, aber verwirklichen müssen wir sie selber. Es kann ja nicht auf göttlichen Ratschluss uns diktiert werden, wie die Freiheit ist, was wir als unsere Freiheit tun sollen. Das ist das Gewagteste überhaupt, was es gibt: Ein geistiges Wesen hinzusetzen und zu sagen, mach – und ich sag dir nicht, wie es geht. Sondern du kannst und musst, wenn du deinem Wesen gerecht werden willst, musst du es selber empfinden. Und die Menschheit als Ganzes muss lernen, es gemeinsam zu tun.

Das neue Jerusalem – der neue Jupiter 01:00:46

Da wird es Haare nicht mehr geben. Die Welt wird schon natürlich im neuen Jupiter, beziehungsweise im neuen Jerusalem, ganz anders sein. Aber es wird zusätzlich dazu, dass wir weitergehen und auf eine nächst höhere Stufe steigen und dann wirklich natürlich nicht mehr physisch verkörpert sind, sondern in einer höheren Weltsphäre, also in der ätherisch-astralischen Sphäre leben werden und nicht weiter heruntergehen werden – es wird geben eine neue Gruppe geistiger Wesenheiten als unsere Nachkommen, die man aber auch als Menschen bezeichnen kann.

Also so wie es eben bei den Engeln im engeren Sinn eine Dreiergruppe gibt, von den Angeloi – das sind eben auch die, die uns Menschen begleiten heute –, aber darüber die Erzengel und die Urengel: Das ist eine gewisse Dreiergruppe, die eine bestimmte Aufgabe haben. Über ihnen stehen dann höhere Wesenheiten, die man auch zu den engeren Hierarchien rechnet, aber die doch also viel, viel größere Kräfte haben. Eben zum Beispiel die Geister der Form, die Geister der Bewegung und die Geister der Weisheit – das sind weltschaffende Wesenheiten. Werden wir aber auch werden. Wenn wir sozusagen unsere Menschheitsentwicklung oder angelische Entwicklung, wie wir es nennen wollen, durchgegangen sind, dann werden wir auch anfangen, weltschöpferisch im größeren Sinn zu werden. Als Menschengemeinschaft aber.

Und eben die Menschen, die sich auf dem neuen Jupiter, im neuen Jerusalem entwickeln werden – da werden also wir dabei sein, wir werden nicht mehr verkörpert sein so wie jetzt. Es werden aber diese Menschen zum Beispiel auf dem neuen Jupiter in einer viel fließenderen Welt leben, sagen wir es einmal so, in einer lebendigen Welt, wo die ganze Welt lebendig ist. Das wird nämlich dieses neue Jerusalem sein. Auch wenn dort steht, aus welchen Edelsteinen das gestaltet ist, welche Edelsteine dort eine Rolle spielen – auf das werden wir noch sehr genau kommen, dieses Thema. Aber das bedeutet natürlich nicht, dass wir auf dem neuen Jupiter in einer nur irgendwie unserer heutigen Gestalt vergleichbaren Form herumlaufen.

Es wird kein festes Erdelement dort geben. Es wird ein fließendes Element – das wird aber auch wieder ganz anders sein als das, was auf dem alten Mond war. Weil es ist in gewisser Weise eine Spiegelung davon, nur es ist eine höhere Stufe, eine höhere Metamorphose dessen, was auf dem alten Mond war. Das heißt: Eine fließende Welt, eine im okkult-geistigen Sinn wässrige Welt. Aber damit ist nicht unser heutiges stoffliches Wasser gemeint, unser mineralisches Wasser. Weil das ist im Vergleich dazu alles viel, viel, viel fester als das, was auf dem alten Mond war – und das ist viel fester als das, was auf dem neuen Jupiter sein wird.

Also wir werden im Wesentlichen geistige Wesenheiten sein, die aber in diesem fließenden Element leben, und die in diesem fließenden Element leben mit ihrer ganz klaren individuellen Auferstehungsform. Die man sich aber nicht einfach vorstellen darf: Die ist zwar halt nicht mehr feststofflich, aber sie ist im Fließenden. Aber es wird alles so ausschauen, wie wir jetzt sind – das wird sich natürlich alles verändern. Es ist eine Entwicklung.

Wir werden ein ganz selbstbewusster Lebensimpuls in dieser Welt sein, und jeder einzelne Mensch wird seine individuell sehr beweglich fließende Gestalt haben, in der alles das drinnen lebt, was wir an Formbildekräften von Inkarnation zu Inkarnation aufgenommen haben und was in der Summe dann geben wird unseren Auferstehungsleib – mit der Hilfe des Christus, der uns unterstützt dabei, dass wir das zustande bringen. Und da im Hintergrund die Vatergottheit. Weil auch der Christus hat diese Auferstehung – dass die möglich war überhaupt hier jetzt in dieser festen Welt, was am allerschwierigsten ist –, durch die Unterstützung der Vaterkraft. Also der Christus hätte es nicht alleine gekonnt, sondern dieser Aspekt der Gottheit, der Trinität, die man als Vaterkraft bezeichnet, hat ihn unterstützt dabei, dass er das zustande bringt. Aber in der Folge wird der Christus fähig dazu, uns zu unterstützen, dass wir unsere Auferstehungsgestalt zusammenbringen mit seiner Hilfe.

Der Auferstehungsleib und die Widersacherkräfte 01:06:49

Und diese Auferstehungsgestalt – da geht es eben darum, dass wir unsere individuelle Identität sozusagen mittragen in die Zukunft. Dass wir unsere Freiheit, unser ganz Individuelles mittragen. Das ist also das, was wir dadurch sind, dass wir selber an uns gearbeitet haben. Dass wir uns selbst gestaltet haben. Das ist nämlich mit der Freiheit verbunden.

Darum ist es für uns auch so ein Thema da immer wieder – und es wird noch stärker kommen: Wie kann ich an mir arbeiten? Das zeichnet uns Menschen aus. Das zeichnet uns aus sogar gegenüber den Hierarchien, die über uns stehen. Dort läuft es anders. Sie können nicht aus der Freiheit heraus an sich arbeiten. Aber sie werden etwas davon aufnehmen durch den Menschen. Das werden sie von uns lernen irgendwann.

Und sogar die am meisten geschmähten geistigen Wesenheiten – die einerseits über uns stehen, weil sie mächtiger sind als wir, andererseits unter uns stehen, weil sie eigentlich Widersacherkräfte sind, abkommandiert wurden dazu, wie Rudolf Steiner oft gesagt hat, die aber mächtige Wesenheiten sind: Aber die Freiheit können sie nur durch uns entwickeln, die wirkliche Freiheit.

Die ahrimanischen Wesenheiten oder auf andere Art die luziferischen Wesenheiten oder die Asuras können zunächst einmal gar nicht anders als Widersacherkräfte zu wirken. Sie wurden zu dieser Aufgabe bestellt. Das geht aus der Überlieferung auch des Christentums nicht immer so ganz deutlich hervor. Aber es liegt drinnen. Es wird so gern erzählt, dass der Luzifer – vom Ahriman ist ja dort weniger die Rede, es ist mehr vom Luzifer die Rede –, dass er durch seinen Hochmut und so weiter gestürzt wurde und gefallen ist als gefallener Engel. Aber das heißt sozusagen: Er ist selber schuld daran, dass er es so gemacht hat, und er ist halt scheinbar an seiner Aufgabe gescheitert.

Aber nein, er ist nicht gescheitert in Wahrheit, sondern er erfüllt gerade seine Pflicht dadurch, dass er damit den Menschen die Möglichkeit gibt, die Freiheit zu entwickeln.

Luzifer, Ahriman und die Aufgabe der Widersacherkräfte 01:09:35

Damit fängt es an: Der Luzifer ist der, der uns immer wieder am leichtesten verführen kann, weil der verführt uns auf eine angenehme Weise. Ich meine, heute ist schon die andere Verführung natürlich auch sehr stark geworden, die ahrimanische – die uns also verführt, einen Machtimpuls auszuüben, die uns verführt dazu, unseren Intellekt tätig werden zu lassen, der aber eben nicht die Schöpferkraft gerade ist in uns, sondern die dort ist, wo es um das Berechenbare geht, die wunderbar geeignet ist, um unsere Technik zu entwickeln.

Daher gleich Nachsatz, Nebensatz, Begleitbemerkung: Die ganze technische Entwicklung liegt durchaus im Schöpfungsplan drinnen, nämlich um den Menschen alles das beizubringen, was er wissen muss, um sich richtig zu verstehen und zu merken, das bin ich alles nicht. So kann ich den Menschen nicht verstehen.

Also wenn wir zum Beispiel heute drinnen sind im Thema Künstliche Intelligenz – also Maschinen, die Verblüffendes leisten können und wahrscheinlich in den nächsten zwei, drei Jahren noch sich ums Zehn-, Zwanzigfache verstärken werden. Also das heißt, was jetzt schon teilweise verblüffend funktioniert, wo kein Mensch eigentlich mehr mitkommt im Grunde. Der Zeitpunkt ist bereits da, wo im Wesentlichen die Künstliche Intelligenz Aufgaben lösen kann, die wir nicht mehr lösen können, wo wir nicht mehr mitkommen. Nämlich das sind aber rein intellektuelle Aufgaben. Das ist einfach so, weil wir mit diesen Datenmengen, mit dieser Wissensfülle einfach nicht mehr mitkommen. Kein Mensch heute mehr.

Das war noch bis in den Anfang des 20. Jahrhunderts hinein, dass es Menschen gab, die noch im Großen und Ganzen halbwegs das Gesamtwissen der Menschheit überschauen konnten. Heute kann das niemand mehr. Selbst der weiseste Gelehrte kann heute nicht mehr das Wissen der Menschheit überschauen. Von vielen Dingen hat er nicht einmal Ahnung, dass es das gibt. Das kann niemand mehr studieren heute. In dem Sinne, wie es äußerlich in der Vergangenheit der Fall war.

Er kann aber eine höhere Ebene dadurch erreichen, dass er im Geistigen aufwacht und den geistigen Hintergrund des Weltgeschehens und auch der Weltgesetzmäßigkeiten erkennt. Das ist etwas anderes. Das ist aber nicht verbunden mit einem Wissen, das ich in der Schule oder sonst wo gelernt habe, sondern das entsteht aus einem Erkennen, aus einem Lesen. In der Akasha-Chronik zum Beispiel, aber überhaupt einem Lesen in der geistigen Welt. Das ist das ganz Wesentliche. Wo Imagination dazu kommt, aber dann auch Inspiration. Inspiration ist ein anderer Ausdruck für das Lesenkönnen in der geistigen Welt – Lesenkönnen, was wirklich den Hintergrund des Weltgeschehens betrifft.

Rudolf Steiner und der Impuls zur geistigen Wahrnehmung 01:13:11

Wir stehen jetzt in der Zeit drinnen, wo das gelernt werden sollte. Dafür ist der Rudolf Steiner angetreten. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Er hat keinen Tag vorher gewusst, dass er das so machen wird, wie er es dann gemacht hat. Es ist passiert.

Gerade die Zeit, nachdem er am Goethe-Archiv gearbeitet hat und nicht absehbar war, wie es weitergehen wird, wo er dann nach Berlin gegangen ist – wie das weitergehen wird, wusste er zu dem Zeitpunkt nicht. Sondern es ist wie immer so passiert, dass Menschen auf ihn zugekommen sind. Das ist das ganz Wesentliche: Dass Menschen noch etwas gefragt haben und so ist er dann zur Theosophischen Gesellschaft zunächst gekommen. Und dort fand er die Möglichkeit, das, was längst in ihm bewusst gelebt hat, über das Geistige eigenständig zu sprechen. Natürlich noch am Faden der theosophischen Gebräuche, am Leitfaden dieser Dinge, weil sonst hätten die Leute dort nichts wirklich anfangen können damit. Aber wo er immer mehr aus seinem Element heraus, aus seinen Erkenntnissen heraus sprechen konnte.

Das sollte eigentlich die Initialzündung dafür sein, dass immer mehr Menschen das tun, dass sie ihre Erkenntnisse schöpfen aus diesen geistigen Quellen. Da stehen wir jetzt drinnen und das ist unsere eigentliche Aufgabe. Darum reden wir jetzt stundenlang, wochenlang, jahrelang fast schon über das Thema, um uns das bewusst zu machen. Und niemand muss jetzt unter Zugzwang geraten: Ich kann es ja noch nicht, ich sehe noch nichts Geistiges. Ist eh gut.

Es ist eigentlich im Grunde ganz einfach, wenn man es kriegt, zumindest einzelne Stationen zu erkennen. Weil es geht nur darum, der eigenen geistigen Tätigkeit, mit der wir die geistige Welt ergreifen, inne zu werden. Nämlich wirklich die geistige Welt – das ist aber halt nicht das äußere Nachdenken über das Weltgeschehen, sondern das ist das Erfahren des geistigen Hintergrundes des ganzen Weltgeschehens. Sei es in der Natur draußen, sei es in der Menschheitsgeschichte drinnen, in der Politik, wo auch immer.

Das ist ja im Übrigen die einzige Chance, wo wir unsere verantwortungsvolle Position für das Weltgeschehen ausführen können. Weil sonst wären wir wirklich Sklaven der Künstlichen Intelligenz. Wenn wir es mit dem Intellekt regeln wollen, noch lange das Weltgeschehen, dann werden wir sehr schnell darauf kommen, dass wir dem nicht gewachsen sind.

Dass da so eine Fülle da ist, sehen wir ja heute schon. Wir schauen uns die Zeitungen an oder hören im Radio die Nachrichten oder kriegen irgendwie mit, wie das Weltgeschehen ist – und jetzt soll man ein Urteil bilden, was davon zu halten ist. Wobei ja das eigentlich Wichtige ist: Was hat das für mich jetzt hier und heute für eine Konsequenz für mein eigenes Handeln? Das ist das Wichtige, weil es geht nicht darum, dass wir jetzt politisieren und sagen, das wird passieren oder das darf nicht passieren. Es wird alles sicher anders werden, als es in den Zeitungen steht. Das ist ja meistens so.

Aber wo wir aus dem geistigen Hintergrund heraus fähig werden, doch einen Überblick zu haben, was tut Not – in unserer Zeit, was tut Not an dem Platz, an dem ich stehe, was kann ich mit meinen letztlich geistigen Fähigkeiten beitragen dazu. Geistige Fähigkeiten, die sehr wohl aber auch handgreiflich sozusagen werden können, also tätig werden in der Welt, also die in den gestaltenden Willen hineingehen.

Geistiges Wahrnehmen im Übrigen ist auch nichts anderes, als dass geistige Willenskraft tätig wird, ein gestaltendes Denken, ein freies gestaltendes Denken entsteht. Das ist etwas ganz anderes, als was die Naturwissenschaft macht heute. Und ihr wisst, ich wettere sicher nicht gegen die Naturwissenschaft, sondern sie war vielleicht das wichtigste Ereignis in den letzten Jahrhunderten, dass sie sich so entwickelt hat, wie sie sich entwickelt hat, dass wir daran wach werden können.

Das gestaltende Denken als Überwindung des Ahrimanischen 01:18:09

Ja, da steckt der Ahriman dahinter. Keine Frage, das sagt der Rudolf Steiner ganz deutlich. Die Naturwissenschaft ist ahrimanisch. Das heißt aber nicht, dass wir darauf verzichten können oder verzichten sollten darauf. Gar nicht. Weil wir müssen uns damit auseinandersetzen. Und die Naturwissenschaft ist ein wesentliches Werkzeug heute für die Begegnung mit Ahriman. Nur wir müssen auf der anderen Seite halt aus eigener Kraft heraus uns einen Zugang zum Geistigen verschaffen. Dann können wir was anfangen damit.

Aber die Naturwissenschaft und die Auseinandersetzung damit, und genauso die Auseinandersetzung mit der Technik, hilft uns aufzuwachen. Das ist ganz was Wichtiges. Wir brauchen keine Angst haben vor dem Ahrimanischen. Wir sollten nur lernen, ihn für unsere Zwecke einzuspannen. Er braucht eine Leitung. Er hat sich der göttlichen Führung entzogen, beziehungsweise wurde halt ausgestoßen in gewisser Weise, auf einen Platz gesetzt, und liegt nicht in der göttlichen Führung. Hat aber auch keine Freiheit in sich, sondern hat eine ganze Menge Impulse in sich, die er nicht selber ganz durchschaut, aber die ihn antreiben zu gewissen Dingen.

So wie er jetzt ist, wie jetzt die ahrimanischen Kräfte sind – da sie die Freiheit noch nicht haben und aber auch die göttliche Führung nicht haben –, waltet in ihnen etwas, das sie selber nicht durchschauen. Das ist bei den ahrimanischen Wesenheiten genauso der Fall wie bei den luziferischen. Wenn sie zwar auch polare Gegensätze sind, aber in dem sind sie sich einig, dass sie beide nicht die Wurzeln ihres Tuns wirklich durchschauen. Das fehlt ihnen, und sie können auch nicht in Freiheit damit umgehen. Das können sie erst lernen durch uns, durch uns Menschen.

Indem wir sie einerseits dort einsetzen, wo wir es brauchen – und das tun sie durchaus, obwohl sie dann oft glauben, dass sie die Führenden sind und sie uns verführt haben, das zu tun. Das kann natürlich auch oft der Fall sein, aber es kann auch ganz umgekehrt laufen: Dass wir sie leiten in eine Richtung, die wir aus unserer Freiheit – die wir mittlerweile ansatzweise doch zumindest schon haben – gehen und was anderes damit machen mit den Impulsen, die sie uns geben. Und sie geben uns namentlich den Impuls, aufzuwachen zu unserem eigenen.

Dazu brauchen wir den Widerstand – das ist durchaus nicht immer angenehm, war es nie, aber wird auch nicht so schnell besser werden. Aber es wird uns wach machen, und das ist eine Erfahrung, die wir brauchen. Es ist ganz wichtig, damit wir ganz selbst und ganz frei auf uns selber stehen können. Dazu brauchen wir diese ständige Auseinandersetzung. Wir müssen eigentlich sozusagen bei jedem Schritt, den wir machen in der Gestaltung der Welt, immer wieder selber entscheiden, wo geht es lang. Und dazu brauchen wir den Widerstand, den wir überall finden. Vielleicht liegt der Weg nicht immer, aber doch oft gerade dort, wo der größte Widerstand da ist.

Und die Widersachermächte sind manchmal sogar überrumpelt, dass wir gerade den schwierigsten Weg gehen – was uns doch eh so schön sanft auf der anderen Seite liegt. Sanfter der Luzifer auf seine Art, und durch die Klarheit, durch die Verstandesklarheit, die im ahrimanischen Denken drinnen ist, sagen sie: Das kann ja nur so sein, anders kann es ja gar nicht gehen, das beweist man sogar mathematisch, dass es nicht so sein kann. Dann geht es aber doch anders. Nicht, weil das falsch ist, aber weil es auch viele andere Wege gibt.

Das ist eben die Einseitigkeit des heutigen Denkens: Wir glauben, wenn wir etwas mathematisch klar bewiesen haben, dass damit schon alles gesagt wäre. Es kann ganz andere Perspektiven darauf auch geben. Die kann man von manchen auch herrechnen und von vielen kann ich auch nicht errechnen, weil es etwas Höheres auch gibt, wo ich gestalten kann.

Das ist namentlich jetzt in unserem Jahrhundert die wichtigste Aufgabe: Dass wir eine neue Art des Denkens lernen, die nicht dieses ableitende Denken ist, sondern die das schauende, das gestaltende Denken ist. Und das geht nahtlos über in die geistige Wahrnehmung – es ist geistige Wahrnehmung in Wahrheit.

Das heißt dann, damit wird aber auch das ganze Bildungssystem was anderes werden müssen. Weil da geht es nicht um die Dinge, die wir alle auswendig gelernt haben. Wobei ich jetzt nicht grundsätzlich etwas gegen das Auswendiglernen sage. Das Auswendiglernen kann schon gut sein, wenn ich damit selber eigentlich das als Basis nehme für was Gestalterisches. Also zum Beispiel lerne ich ein Gedicht auswendig und tue es jetzt mein Leben lang bis zum Lebensende immer wieder hervorholen. Ich kann es in- und auswendig, ich spreche es, ich lebe damit und entdecke immer wieder Neues drinnen. Es ist eben gerade dann nicht eine Wiederholung, die immer gleich bleibt, sondern es ist immer wieder ein Neuergreifen, ein Neugestalten, obwohl der Text vorgegeben ist. Aber was ich daraus mache, wie ich es spreche, wie ich es an andere Menschen vielleicht weiterbringen kann, weitergeben kann – das ist immer wieder neu und das kann sich immer mehr steigern. Das ist das, was geniale Künstler, Schauspieler von mir aus, oder Redner oder sonst etwas können.

Was Rudolf Steiner gemacht hat, seine rednerische Fähigkeit – er hat so oft über ein und dasselbe Thema gesprochen und immer wieder ganz anders und ganz neu. Und oft so, dass eine ganz andere Perspektive draufkommt. Scheinbar sogar ein Widerspruch, was gar nicht anders sein kann, wenn man eine Sache einmal von da und einmal von dort betrachtet. Dann muss eine völlig andere Ansicht davon entstehen.

Die Welt ist nicht flach. Die Welt ist reich gebaut, auch im geistigen Sinn sozusagen. Wir denken zu eindimensional, und natürlich das heutige Denken denkt immer in diesen Einspurigkeiten sehr gerne. Und von der Schiene kommt man dann nicht runter. Und von der müssen wir aber runterkommen. Also das ist wirklich das Wichtigste heute in unserer Zeit.

Ahrimanisches Denken im Bildungssystem 01:25:52

Und das fängt natürlich mit dem Bildungssystem vom Kindergarten heute schon an. Weil schon dort trägt man heute das ahrimanische Denken hinein. Es fängt schon an, dass die Kindergärtner eine akademische Ausbildung machen müssen. Und gerade dort die Fähigkeiten, die sie eigentlich brauchen, nicht lernen können. Weil da geht es immer um gescheite Ideen, was irgendwer Gescheiteres entwickelt hat, das anzuwenden, um die Kinder dort hinzubringen, wo man glaubt hat, sie hinbringen zu müssen. Und das funktioniert nicht. Das wird immer weniger funktionieren. Und dass das Schwierigkeiten bringt, das sieht man heute schon deutlich. Weil es werden den Kindern große Hindernisse in den Weg gelegt.

Und dann gibt es halt alle möglichen Erscheinungen, wo manche dann große Schwierigkeiten damit haben. Aber vielleicht – natürlich, das ist jetzt wieder die andere Seite – gerade durch die Überwindung dieser Sachen. Weiß nicht, wenn sie ADHS oder sonst was haben, das ist nicht ohne, da durchzugehen. Viele scheitern halt dann dran. Aber wenige sind es, die sich durchkämpfen und ihren eigenen Weg dann finden. Vielleicht, weil ein verständiger Mensch gekommen ist, der einen anderen Impuls gegeben hat. Das ist natürlich leidvoll, das ist oft das Ganze, gar keine Frage. Aber es sind halt in jeder Zeit bestimmte Aufgaben zu lösen. Und das ist immer anstrengend, schmerzvoll auch durchzugehen. Aber es kann auch, wenn man durchgegangen ist, den Menschen auf eine höhere Stufe bringen. Und mit dem werden wir es heute zu tun haben in unseren Zeiten.

Und wir werden in den nächsten Jahrhunderten den Ahriman dazu bringen, dass er anders denkt. Wir werden mal schauen, wie lange das dauert. Aber wir werden wesentliche Schritte dazu setzen müssen.

Ahriman verstehen und überwinden 01:28:14

Wir sollten eines nicht haben: Wir sollten keine Angst vor dem Ahrimanischen haben. Das heißt nicht, dass wir jetzt auf alles kritiklos einsteigen, überhaupt nicht. Aber nur einen großen Bogen darum zu machen – natürlich ist er gefährlich, er ist sehr gefährlich, keine Frage. Aber er ist gefährlich, weil wir das zulassen. Weil wir ihm Glauben schenken. Und das ist aber nur dann der Fall, wenn wir uns auf seine Denkweise einlassen und nicht unser freies, schöpferisches Gestalten des Denkens entwickeln. Mit hoher Präzision trotzdem. Mit hoher Präzision. Aber es ist kein ableitendes Denken. Es ist kein Denken, das bloß auf Berechnungen aufgebaut ist.

Dass wir das jetzt so stark haben, ist halt ein Zeichen, dass das Ahrimanische Element ganz stark ist. Und wir müssen aber jetzt auch im Bildungssystem oder so energisch daran arbeiten, etwas anderes dem entgegenzusetzen, sodass wir nicht einfach vom Ahrimanischen überwältigt werden. Das gestaltende Denken hat zwar was Künstlerisches drinnen, aber mit der Präzision der Wissenschaft trotzdem. Das ist nicht was Träumerisches, was künstlerisch irgendwie so Nebuloses. Nein, das ist was ganz, ganz Konkretes. Nur es arbeitet mit anderen Mitteln. Gestalten und nicht einfach berechnen.

Berechnen kann jeder Computer besser als der Mensch. Und berechnen kann die Künstliche Intelligenz heute letztlich schon besser. Ich meine, die Programme werden größtenteils schon von der KI selber geschrieben, weil wir es gar nicht mehr können. Natürlich besteht dann die Gefahr, dass wir völlig die Kontrolle darüber verlieren. Dann werden wir große Schwierigkeiten bekommen und haben an denen auch wieder was zu lernen.

Aber ein gestaltendes Denken, wo man bewusst die eigenen geistigen Kräfte, die eigenen gestaltenden geistigen Kräfte einsetzt – die wir alle haben, sonst wären wir nicht Menschen. Wir haben sie. Wir müssen nur Vertrauen dazu entwickeln, Mut dazu haben. Und natürlich auch nicht uns billig abgeben mit irgendwelchen Fantastereien. Das ist heute die große Gefahr.

Es ist einerseits dringend notwendig, dass wir geistig strebend werden. Dass wir geistig an uns selber arbeiten. Das heißt, unser ganzes Seelenleben selber in Formen, bewusst in Formen bringen, nicht einfach nur zur Kenntnis nehmen: Aha, so bin ich halt. Sondern anfangen, selber tätig zu werden. Und natürlich, wenn man das tut, werden die Widersacher natürlich noch energischer und wollen uns auf ihre Wege leiten. Aber dem entgegenzutreten, da fängt es an.

Aber in allem den Mut zu haben, geistig gestaltend zu denken, eine Wahrnehmung damit, aber auch diese eigene Denktätigkeit zu beobachten. Das ist ja alles das, was Rudolf Steiner in seiner Anthroposophie gebracht hat, was im Keim schon steht in den Schriften, die er über Goethes Wirken verfasst hat und dann in der Philosophie der Freiheit kristallisiert hat. Also noch alles vor seiner sogenannten anthroposophischen Zeit. Aber diese Klarheit ist ja immer drinnen geblieben. Der Kern war von Anfang schon drinnen.

Es ist ein geistig gestaltendes Denken, und dieses Gestalten führt in erster Linie einmal zu einem geistigen Wahrnehmen. Und dieses geistige Wahrnehmen führt uns dazu, dann die Welt zu erkennen zu können. Nämlich so, wie sie wirklich ist. Das heißt, wie sie in ihren Wirkungen sich auch äußert. Und da müssen wir halt über die heutigen Denkwerkzeuge, über die heutigen Grenzen letztlich hinwegkommen. Das kann man.

Wir sind heute im Grunde so weit, die ersten Schritte zumindest zu machen. Und das ist dem ahrimanischen Denken überlegen. Eindeutig überlegen. Wo wir diese Art des Denkens entwickeln, hat der Ahriman nichts mehr zu melden. Im Grunde. Da kommt er nicht mit, mit seiner ahrimanischen Logik.

Ich will jetzt gar nichts gegen die Logik sagen, weil Logik ist ja ursprünglich ganz anders zu verstehen gewesen. Eher im Sinne von: Am Anfang war das Wort, der Logos eben. Das ist eigentlich die wirkliche Logik. Aber was es geworden ist, ist ein stures Ableiten, ein stures Rechnen im Grunde, was heute schon mittlerweile die Maschinen fast besser können. Und da müssen wir dem Ahriman und seinen Gesellen und seinen Produkten nicht nacheifern. Wir müssen nicht der bessere Computer werden.

Das soll es der Ahriman geben, ist nützlich. Wir verwenden ihn auch jetzt. So ein Ding ist wunderbar. Es ist gut, das auch kennenzulernen. Es ist kein Zeichen, dass wir schon im Untergang drinnen sind. Es ist ein Zeichen, dass wir uns halt auseinandersetzen mit den ahrimanischen Kräften, und das sollten wir auch. Und da können wir in Wahrheit auch bestehen. Man muss nur den Mut haben. Mut gehört dazu. Ahriman ist mit Angst verbunden. Aber ich habe das eh schon öfter erzählt.

Die Angst Ahrimans vor dem Menschen 01:34:35

Eigentlich die Angst, die wir vor dem Ahrimanischen empfinden, ist die Angst Ahrimans vor uns in Wahrheit. Die spüren wir. Wir spüren und das macht dieses Erleben so intensiv. Wo Angst ist, fühlen wir uns gefährdet. Aber genauso fühlt sich der Ahriman gefährdet. Und es schaukelt sich hoch. Aus seiner Angst heraus versucht er noch ahrimanischer sozusagen zu werden. Das sind nämlich Schritte auf seinem ahrimanischen Entwicklungsgang, der aber eigentlich in den Abgrund führt. Aber er erkennt jetzt zunächst einmal nichts anderes. Also aus Angst vor unserem Widerstand geht er in die Richtung. Das erzeugt aber bei uns wieder noch mehr Angst. Und dann gehen wir dadurch, je mehr wir uns von der Angst ergreifen lassen, gehen wir mit mit ihm im Grunde.

Und wenn ich mir das so als Bild vor Augen male: Haben wir jetzt einen Ahriman, der eigentlich immens leidet unter uns, Angst hat vor uns, auch in Wahrheit in gewisser Weise. Weil er ja immer wieder erleben muss: Er tut alles Mögliche und er scheitert aber immer wieder. Und weiß nicht warum. Das heißt, das System ist eigentlich perfekt und trotzdem schlagen ihm manche Menschen doch immer wieder ein Schnippchen. Und manövrieren ihn ganz kalt aus sozusagen. Und schlagen ihn mit seinen eigenen Waffen. Wo er glaubt, seine Rechnung muss funktionieren, zeigen wir ihm, dass es anders auch geht.

Und umso wirksamer, wenn wir auch diese ahrimanischen Kräfte kennen und bis zu einem gewissen Grad selber beherrschen, gerade ihm gegenüber auch einsetzen können, seinen Spiegel vorhalten. Natürlich jeder Mensch nach seiner Möglichkeit.

Aber in den Mysteriendramen wird das so schön geschildert, dass der Ahriman dort besiegt werden kann. Es gibt nur eine Stelle, durch die man ihn besiegen kann: Wenn man mit Verstandeskräften, also eigentlich mit dem Ahrimanischen, sich Wissen bildet und es zur Geistesweisheit umgestaltet. Also nicht den Ahriman fliehen und sagen, ich beschäftige mich nur mit Geisteswissenschaft und bin in meinen Bildern und Imaginationen. Nein, das Denken nein. Wir zeigen ihm: Wir können ihn sogar dort schlagen, weil wir das können und noch ein bisschen mehr, weil die ganze geistige Welt uns auch offen steht im Grunde. Und das fürchtet er. Das ist das Eigentliche, was er spürt: Da ist etwas, was er nicht sehen kann, wo er nicht herankommt.

Und darum tut er alles, uns dauernd zu beschäftigen, damit wir in diesen abgestorbenen Geist hineingehen. Der Intellekt ist im Grunde abgestorbener Geist und kann nur das Tote verstehen. Nur in dem kann er leben. Tote Mechanismen im Grunde, im weitesten Sinn. Also alles, was abläuft, aber im Grunde tot ist. Dem können wir aber ein lebendig gestaltendes Denken entgegenbringen. Und das ist dem ahrimanischen Denken weit überlegen.

Wir müssen ja den Mut aufbringen dazu. Und dann sind wir mitten in der geistigen Wahrnehmung drinnen. Das lebendig gestaltende, bewusste Denken ist nichts anderes als geistige Wahrnehmung. Da sind wir selber tätig und wir überschauen alles, was drinnen ist. Wir haben die volle Klarheit darüber. Viel mehr Klarheit, als der Ahriman in dem kleinen Bereich hat. Ja, sicher mathematische Klarheit – an der Mathematik können wir uns das auch erwerben, auch diese Klarheit. Aber es ist trotzdem nicht so, dass wir stecken bleiben bei einer berechenbaren Welt, sondern bei einer freigestaltbaren Welt, an der wir mitgestalten.

Das ist den ahrimanischen Wesenheiten das große Gräuel. Weil da kann er nicht einfach mit. Und darum versucht er uns das immer zu vernebeln, dass wir vielleicht was anderes machen könnten: Wenn du dich damit beschäftigst, dann beschäftige dich mit Geisteswissenschaft, aber intellektuell. Mach es intellektuell, dann habe ich das schon. Dann verstehen wir mit Sicherheit nichts mehr vom Geistigen. Ich kann auch das Werk Steiners hernehmen und ich kann es so intellektuell studieren, dass ich es in den Dienst Ahrimans stelle. Dann jubelt er. Natürlich, ganz klar.

Aber das muss nicht sein. Was dazugehört, ist nur der Mutraum, sich auf die eigene gestalterische Kraft zu stellen, darauf zu vertrauen, dass da etwas herauskommen kann. Ohne, dass ich mir versichere: Es steht nicht irgendwo eine Angabe dazu, irgendwer muss mir sicher sagen, was soll ich denn jetzt tun? Nein. Aus der Wahrnehmung der Situation bringe ich schöpferisch selber etwas hervor, was aber für die Wirklichkeit Bedeutung hat. Was einen Aspekt der Wirklichkeit erkennen, ergreifen und verwandeln kann.

Und je mehr wir das machen, dann wird eine der Wirkungen davon sein, dass wir diese ganze Angst – wir leben heute in einer angstbesessenen Welt im Großen und Ganzen, das müsste nicht sein. Das ist eben die Angst Ahrimans, die sich in uns widerspiegelt. Das ist ein Paradox eigentlich. Er hat Angst vor uns, wir haben Angst vor ihm oder seinen Auswirkungen. Alle haben Angst und alle machen mit sehr viel gescheitem Denken lauter Unsinn. Oder viel Unsinn. Sagen wir es einmal so – das muss nicht sein.

51. Wochenspruch: Frühlingserwartung 01:41:52

Ja, ich werde für heute mal Schluss machen. Ein bisschen Verwirrung, wenn ich aufhöre. Es kommt jetzt der Wochenspruch, er ist wieder einmal erst am Ende dran. Es ist aber ein ganz schöner. Es sind alle schön, ihr wisst es, ich sage das bei jedem Wochenspruch – weil es ja auch wirklich stimmt. Und jeder hat etwas ganz Eigenes.

Es passt. Es passt für unsere Zeit, es passt auch für das, was wir heute besprochen haben. Also es ist übertitelt: Frühlingserwartung. Naja, wir sind im Frühling drinnen, er hat ja offiziell schon begonnen und es zeigt sich auch langsam und es entfaltet sich. Und es zeigt uns einmal genau was – es zeigt uns Leben in der Natur. Nicht ein Mechanismus. Nicht Maschinen. Es sind nicht Maschinen, die ihre Rohre ausfahren und sonstiges, sondern es wächst etwas in die Welt hinein. Es blüht etwas auf. Und das ist eben nicht nur Mechanik und das ist nicht nur Vererbung und das ist nicht nur DNS und Gene und dergleichen. Das ist alles zum Kennenlernen.

Ja, soll man machen, wir sollen es kennenlernen. Alles. Nur um dann kennenzulernen: Okay, das war es nicht. Das brauchen wir. Wir können den Weg nicht so einfach abkürzen. Wir müssen durch als Menschheit. Und wir sind eh nicht aufzuhalten dabei, im Grunde. Das fürchtet der Ahriman ganz besonders. Er will uns immer Sand in die Augen streuen, dass wir das Geistige nicht sehen. Das möchte er so gern machen. Und wir lassen uns so leicht ablenken davon, von dem geistigen Weg. Ablenken von den Kräften, die wir gesammelt haben über viele Inkarnationen.

Und wir sind jetzt auf dem Sprung, geistige, freie Wesen wirklich zu sein. Nicht immer schon: Wer gibt mir Anregungen, was soll ich tun, Hilfe, wie soll ich mein Leben leben, wie soll ich atmen, wie soll ich essen, wie soll ich dieses tun, wie soll ich jenes tun, wie soll ich die Politik bewerten? Nichts davon. Ich schaue mir es an. Das, was mich angeht, wo ich was tun kann, wo ich sehe, da kann ich mich vielleicht einbringen – das muss ich auch selber ergreifen geistig. Das kann man. Und die Angst verschwindet. Die Angst verschwindet dann.

Dann kommt es wirklich so, wie es der Dr. Strader irgendwann im dritten Mysteriendrama erlebt. Da sind sie in der ahrimanischen Welt, also einige Bürger, und die sind alle im Tiefschlaf dort, weil der Ahriman das Bewusstsein dämpft dort für sich. Aber der Strader ist wach genug, er kriegt einen Teil zumindest mit. Und zum Schluss sagt er nur: Ich kann eigentlich nur weinen über dich, was du erlebst. Du bist eigentlich ein armer Kerl im Grunde. Du leidest ja selber unter dir am meisten – ist jetzt in meinen Worten interpretiert. Das ist sehr, sehr schön.

Und der nächste Schritt ist halt, dass wir dann erkennen, dass er eigentlich so ein Zwergerl ist. Naja, er ist eine mächtige Wesenheit, aber er ist nur so mächtig, als wir es zulassen.

Gut, aber Frühlingserwartung, der 51. Wochenspruch:

Ins Innere des Menschenwesens ergießt der Sinne Reichtum sich. Es findet sich der Weltengeist im Spiegelbild des Menschenauges, dass seine Kraft aus ihm sich neu erschaffen muss.

Seine Kraft – der Weltengeist – muss sich an der Spiegelung durch das Menschenauge erneuern. Also das, was wir wahrnehmend, durchaus jetzt auch durch die äußere Sinneswahrnehmung erleben, das spiegeln wir dem Weltengeist zurück. Und dadurch erklimmt er eine höhere Stufe, dass sich die Welt durch den Menschen erlebt, wieder gespiegelt findet. Das ist ganz, ganz was Wesentliches.

Also allein das: Wir gehen einfach durch die Natur, wir schauen sie uns an, wir versuchen was zu erkennen – aber lebendig gestaltend erkennen, indem wir uns verbinden damit. Nicht ahrimanisch distanzierend und zergliedernd, sondern nachgestaltend, weitergestaltend. Im Inneren vielleicht unbewusst, aber doch Ideen zu entwickeln, die einmal für die Zukunft ganz wichtig sein werden, wenn wir unsere Haupttätigkeit haben werden, während der Erdentwicklung noch – wo wir nicht mehr inkarniert sind, aber die Natur weitergestalten.

Es wird anders sein, es wird vieles so ausschauen, als würde die heutige Natur sowieso verschwinden. Es ist anders, aber es wird ganz wesentlich sein, dass aus der Erde, aus der Erdentwicklung heraus, eine gesunde neue Jupiterentwicklung entstehen kann. Dazu wird das alles sehr wichtig sein.

Die sieben großen Entwicklungszyklen der Erde 01:47:34

Das wird sein zu Zeiten, wo wir nicht mehr inkarniert sind, aber wir haben noch drei große Entwicklungszyklen während unserer Erdentwicklung vor uns. Drei Entwicklungszyklen, wo wir im Großen und Ganzen nicht mehr inkarniert sein werden. Da wird sich unendlich viel tun, einfach. Und dann geht es erst zum nächsten Schritt.

Und zwischen diesen Schritten gibt es das sogenannte kleine Pralaya immer, wo alles ins Geistige hineingeht, also zunächst auf die Astralebene und dann auf die geistige Ebene geht, und aus dem sich wieder herausentwickelt in die äußere Erscheinung. Und dort dann mit diesen ganzen geistigen Impulsen, die aus dem Umgehen mit der Vergangenheit hineingekommen sind, eine nächste Stufe nach der Erdentwicklung bedeuten.

Da sind wir nicht mehr inkarniert, aber die Erde wird es geben. Das kann man sich heute gar nicht vorstellen, wie das sein soll. Die Erde verschwindet aus der materiellen Welt. Weg. Und sie kommt wieder in anderer Form. Und das ist alles noch Erdentwicklung. Aber das beschreibt Herr Steiner ganz, ganz deutlich. Das sind Dinge aber, die man wirklich ernst nehmen sollte. Weil ich weiß schon, das wird den meisten Menschen, Außenstehenden, wird das völlig versponnen vorkommen. Es reicht ja schon, dass wir sieben kosmische Entwicklungszustände vom alten Saturn bis zum Vulkan haben und jeder dieser Zustände hat noch einmal sieben Unterzustände.

Das wäre ja noch harmlos, wenn das wenigstens die Erde so einigermaßen bleibt, wie sie jetzt ist, ein bisschen verändert, aber sonst alles ding. Nein, so gemütlich ist es nicht. Sie löst sich völlig für die äußere Erscheinung auf. Es gibt kein Stäubchen äußerlich mehr davon. Nix. Es ist auch nicht nur so, dass sie einfach in Staub sich auflöst und zerflattert. Selbst das feinste Stäubchen ist weg aus der äußeren Erscheinung. Es gibt nichts Äußeres mehr. Und sie kommt wieder hervor, um die nächste Entwicklungsstufe zuzumachen.

Während der Erdentwicklung mittlerweile die fünfte. Wir haben eine erste gehabt, eine zweite, eine dritte. Das sind die Sachen von der polarischen Zeit über die hyperboreische Zeit, die lemurische Zeit, dann ist die atlantische Zeit gekommen, jetzt sind wir in der nachatlantischen Zeit. Das ist die Zeit, während sich unser Erdplanet, so wie wir ihn jetzt kennen, allmählich herausgebildet hat. Also die polarische Zeit ist noch das ganze Sonnensystem ein Ding. Und das ist aber vorher entstanden – äußerlich gesehen aus dem Nichts heraus. Das heißt, auch das ganze Materielle, was da ist, ist erst da hervorgekommen.

Und jetzt, wenn diese Phase von der polarischen Zeit bis jetzt zum siebten Entwicklungszustand, der jetzt noch gar keinen eigenen Namen hat – dieser große Entwicklungszustand, das ist alles noch Erdentwicklung –, und dann wird die Erde wieder verschwinden. Und dann kommt sie wieder in materieller Form, wie auch immer, hervor. Und das ist immer noch Erdentwicklung. Und dann geht das noch einmal so, weil wir haben noch drei Zustände vor uns.

Drei haben wir hinter uns, im vierten, im mittleren stehen wir jetzt drinnen – das ist das, wo wir wirklich in physischen Leibern letztlich die Erde betreten haben und die Erde auch so physisch geworden ist, wie sie jetzt ist. Aber dann löst sich das auf. Und dann kommt es wieder, aber es hat schon wieder eine andere Form, als es jetzt während unserer jetzigen Erdentwicklung hat. Aber das ist wirklich nur dieser mittlere kosmische Entwicklungszustand.

Und dann wird es beim neuen Jerusalem, beim neuen Jupiter genauso gehen. Der geht auch wieder durch sieben Zustände durch, steigt aus dem Geistigen herab, mehrere Zwischenstufen, kommt dann bis in ein Stoffliches hinein, das aber auch schon anders sein wird als unser jetziges, und dann löst sich es wieder auf. Und dann kommt die neue Venus und dann der Vulkanzustand – und überall diese sieben Stufen durch.

Also eigentlich klingt das so verrückt schon, dass es direkt stimmen muss. Also das hier aus dem Finger zu saugen, ist eigentlich nicht möglich. Wenn man sich die ganzen komplexen Zusammenhänge anschaut, das ist ein riesiges Ding. Und der Steiner hat ja sehr viel darüber geschrieben und erzählt darüber. Und das ist trotzdem ein Bruchteil von dem, was es darüber sicher zu sagen gibt.

Abschluss: Jetzt das Mögliche und das Unmögliche tun 01:53:04

Aber ich denke, es ist wichtig, mal den Mut zu haben, mal hineinzuschnuppern. Es ist eine Entdeckungsweise, die wir sicher in dem Leben nicht abschließen werden und im nächsten auch noch nicht. Wir sollten halt so weit sein, dass wir zumindest dann bis dahin, wenn wir uns nicht mehr inkarnieren auf Erden, genug mitgenommen haben, dass wir dann auf andere Weise daraus die Früchte ziehen können und für die Erdentwicklung mitarbeiten können. Das ist wichtig. Aber so weit ist der Bogen.

Natürlich geht es aber immer darum, jetzt, in jedem Jetzt, in dem wir drinnen stehen, hier das Mögliche einmal und sogar das Unmögliche – das heißt den einen Schritt, der über das bisher Mögliche hinausgeht – zu tun. Dann wissen wir, warum wir leben. Dann wissen wir aber auch, dass wir keine Angst haben brauchen vor nichts im Grunde. Das heißt nicht, dass wir wie ein Blinder in jede Gefahr einrennen und jede Vorsicht nicht einhalten. Das soll man natürlich schon, aber wir kommen durch.

Ja, damit würde ich sagen, lassen wir es gut sein.

Einmal noch die Frühlingserwartung. Weil das so schön ist, wie wichtig das für den ganzen Kosmos – nicht nur für unsere Erde, für den ganzen Kosmos –, dass sich der Weltengeist im Spiegelbild des Menschenauges wiederfindet. Das hat bereits eine geistige Kraft, die die Weltentwicklung weiterbringt. Wo wir unseren Beitrag liefern bereits, wo wir tätig sind. Selbst dort, wo wir es noch gar nicht bewusst mitbekommen. Wir tun schon. Allein indem wir sehen können – das haben wir öfter gesprochen, dass wir das erst lernen müssen. Das ist ein Vorgang, allein das, der für die Welt eine große Bedeutung hat. Dass wir sehen lernen, als Kind oder wann auch immer. Nur später wird es halt schwierig, haben wir auch schon darüber gesprochen. Da sieht man, was ein Kind eigentlich leistet und nichts mehr nachher davon weiß. Und das für selbstverständlich hinnimmt. Aber das sind riesige schöpferische Leistungen, die nicht nur für uns als verkörperten Menschen von Bedeutung sind, sondern wirklich für die ganze Erdenwelt.

Gut, Frühlingserwartung:

Ins Innere des Menschenwesens ergießt der Sinne Reichtum sich. Es findet sich der Weltengeist im Spiegelbild des Menschenauges, dass seine Kraft aus ihm sich neu erschaffen muss.

Aus ihm, aus dem Menschenwesen. So sind wir ganz unmittelbar drinnen.

In diesem Sinne, meine Lieben, ich danke euch fürs Dabeisein. Ich danke euch allen, die im Livestream dabei seid. Bis zum nächsten Mal.

Publikumsfrage: Vielen Dank, Wolfgang, fürs Mutmachen.

Dr. Wolfgang Peter: Gerne. Wir müssen uns selber immer Mut machen. Das ist gegenseitig.

Publikum: Ich bin verspätet heute eingeschaltet, weil ich unterwegs war. Aber danke dir noch herzlich.

Dr. Wolfgang Peter: Gerne, Michaela. Bis zum nächsten Mal, meine Lieben. Gute Nacht euch allen. Tschüss.

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Literaturangaben

Rudolf Steiner, Alexandra Riggins: Die sieben apokalyptischen Siegel, Triskel Verlag 2005, ISBN 978-3-905893-02-1;

Rudolf Steiner: Das Christentum als mystische Tatsache und die Mysterien des Altertums, GA 8 (1989), ISBN 3-7274-0080-3;

Rudolf Steiner: Die Apokalypse des Johannes, GA 104 (1985), ISBN 3-7274-1040-X;

Rudolf Steiner: Aus der Bilderschrift der Apokalypse des Johannes, GA 104a (1991), ISBN 3-7274-1045-0;

Rudolf Steiner: Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, V: Apokalypse und Priesterwirken, GA 346 (2001), ISBN 3-7274-3460-0;

Emil Bock, Das Neue Testament, Übersetzung in der Originalfassung, Urachhaus, Stuttgart 1998, ISBN 3-8251-7221-X

Einzelnachweise

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